Doppelbesteuerung vermeiden

Rentensteuer sinkt drastisch: Ein Jahrgang profitiert am meisten

Die Inflation bereitet vielen Deutschen Kummer. Die Regierung will sie entlasten. Nun soll die Rentensteuer erheblich sinken und für Geldsegen sorgen.

Die Ampelkoalition will die Bürger weiter entlasten. Dazu hat sie bereits ein Entlastungspaket geschnürt und einige Maßnahmen wie das 9-Euro-Ticket oder den Hartz-IV-Bonus auf den Weg gebracht. Allerdings hat es Rentner und Rentnerinnen anfangs nicht bedacht. Doch da die explodierenden Lebensmittel- und Energiepreise aufgrund der Ukraine-Krise besonders Ruheständler hart trifft, plant die Bundesregierung eine neue Rentenbesteuerung. Diese hat sie bereits vor einigen Monaten angekündigt.

Rentensteuer sinkt drastisch: Welche Jahrgänge profitieren am meisten?

Grundsätzlich zahlen Beschäftigte hierzulande Steuern auf Versicherungsbeiträge, bis sie in den Ruhestand gehen. Anschließend müssen Sie diese auf die Rente entrichten. Doch in Zukunft soll die gesetzliche Rentenauszahlung voll versteuert werden, Beiträge während der Erwerbstätigkeit sind jedoch komplett und in voller Höhe steuerlich geltend zu machen.

Wer profitiert am meisten von der neuen Rentenbesteuerung? (Symbolbild)

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, könnte die neue Rentenbesteuerung Steuerzahler schließlich um bis zu 23.500 Euro entlasten. Anhand von Beispielrechnungen habe man herausgefunden, dass besonders der Jahrgang 1975 von der neuen Regelung profitieren wird. Und wer aktuell als Durchschnittsverdiener mit einem Bruttogehalt von 3.250 Euro gilt, der darf sich über einen Steuervorteil von circa 12.500 Euro freuen, heißt es weiter. Spitzenverdiener, die über der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze der Rentenbeiträge (in Westdeutschland aktuell bei 7.050 Euro) liegt, fällt der Vorteil fast doppelt so hoch aus: Sie erhalten 23.522 Euro.

Steuer-Tricks: So sparen Sie bares Geld bei der Steuererklärung

Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie.
Jedes Jahr legen Sie mit der Steuererklärung dem Finanzamt Ihre Einnahmen und Belastungen offen. Damit Sie nicht unnötig Geld verschenken, haben wir ein paar Tipps für Sie. © MiS/Imago
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent).
Nutzen Sie Pauschbeträge wie die Pendlerpauschale. Letztere können Sie immer angeben, egal ob Sie zu Fuß oder mit dem Auto zur Arbeit kommen. Dafür gibt‘s 35 Cent pro Kilometer (ab 2022: 38 Cent). © Imago/Sabine Gudath
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr.
Auch mit der Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag (max. 600 Euro im Jahr) lassen sich Steuern sparen. Vorausgesetzt, Sie kommen über die Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro im Jahr. © Imago/Tanya Yatsenko
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen.
Auch wer berufsbedingt in eine andere Stadt zieht, kann seine Umzugskosten steuerlich geltend machen. © Vasily Pindyurin/Imago
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.
Spenden, wie etwa bei Straßensammlungen, werden beim Finanzamt als Sonderausgaben anerkannt.  © MiS/Imago
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente.
Wussten Sie schon? Zu den Sonderausgaben zählen übrigens auch bestimmte Versicherungen, wie die Haftpflicht oder Riester-Rente. © Panthermedia/Imago
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen.
Auch die Pflege von Angehörigen lässt sich steuerlich geltend machen. So steht pflegenden Arbeitnehmern für das Jahr 2021 ein Pauschbetrag von 600 bis 1.800 Euro zu (je nach Pflegegrad). © Ute Grabowsky/Imago
Feuerwehr. Mit einem Ehrenamt lassen sich Steuern sparen.
Sie üben ein Ehrenamt aus? Dann bleiben jährlich 840 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (Stand: 2022). © Martin Wagner/Imago
Fliesenleger bei der Arbeit. Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld.
Geben Sie Handwerkerkosten unbedingt in der Steuererklärung an – damit sparen Sie bares Geld. © IMAGO/Achim Duwentäster
Optiker mit Brille. Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten.
Krankheitskosten wie Brillen, Medikamente und Behandlungskosten werden vom Finanzamt berücksichtigt, sofern sie die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten. © Westend61/Imago

Rentensteuer sinkt drastisch: Das steckt dahinter

Hintergrund für die Rentenanpassung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs. Dieser hat eine Änderung der Rentensteuerformel bereits im Mai vergangenen Jahres gefordert. Ansonsten wäre die Folge eine Doppelbesteuerung von Rentner und Rentnerinnen. Dies müsse man verhindern, weshalb die Ampelkoalition entsprechend reagiert hat. Seit dem 01. Juli 2022 erhalten Ruheständler zudem mehr Geld. Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass die Rente um zwischen fünf bis sechs Prozent erhöht werden solle.

Demnach dürfen sich Rentner und Rentnerinnen über die größte Rentenerhöhung seit Jahrzehnten freuen und durchschnittlich 35 Euro mehr im Monat erhalten. Außerdem werden die Renten auch zukünftig jedes Jahr zum 01. Juli abhängig von der Lohnentwicklung angepasst. Sinken die Löhne, wird durch die geltende Rentengarantie verhindert, dass das mit den Altersbezügen allerdings nicht geschieht.

Rubriklistenbild: © dpa / Karl-Josef Hildenbrand

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