Zecken sind winterfest

Zecken haben immer Saison. Zwar ist die Gefahr, sich einen der winzigen Blutsauger einzufangen, in der warmen Jahreszeit am größten, aber auch im Winter sterben die Zecken nicht aus.

Sie hören lediglich auf, sich zu vermehren, wenn die Temperaturen unter acht Grad fallen, und halten eine Art Winterruhe, bis es wieder wärmer wird.

Eine Zecke kann es sehr lange ohne Essen aushalten: Hat sie sich einmal richtig mit Blut vollgesogen, kann sie von dieser Reserve notfalls über Monate hinweg zehren. Diese Fähigkeit macht sie unabhängig von besonderen Jagdfähigkeiten und Strategien. Sie muss nicht schnell rennen oder weit springen können, einen Lockstoff benötigt sie ebenso wenig. Alles, was der gemeine Holzbock braucht, ist Geduld.

Die meisten Menschen ekeln sich vor Zecken, viele fürchten sich auch regelrecht davor, ein Exemplar auf oder in der Haut zu entdecken. Die Furcht ist nicht unangebracht, da Zecken schwere Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitits (FSME) übertragen können. Eine Schutzimpfung existiert nur für FSME, sie hält zehn Jahre vor und sollte von allen, die gern in Feld, Wald und Flur unterwegs sind, wahrgenommen werden.

FSME ist eine tückische Form der Hirnhautentzündung, die zu bleibenden geistigen Schäden führen oder tödlich enden kann. Um den umfassenden, zehn Jahre <a href="http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/FSME/FAQ01.html"><b>vorhaltenden Impfschutz zu erreichen</b></a>, müssen Patienten innerhalb einer Frist von rund 14 Monaten dreimal zur Injektion antreten. Der Impfstoff wird in einen Muskel, meist den des Oberarms, gespritzt. Die Stelle kann einen Tag lang schmerzen, etwa wie unangenehmer Muskelkater. Wer regelmäßig Blutplasma spendet, muss sich öfter nachimpfen lassen, da die Antikörper mit dem Plasma gespendet werden.

Um eine Infektion mit Borreliose auszuschließen, <a href="http://www.shop-apotheke.com/blog/shop-apotheke-news/vor-zecken-schuetzen-was-sie-ueber-zecken-wissen-sollten/"><b>ist es wichtig, sich vor Zecken zu schützen</b></a> und festgebissene Exemplare rasch und fachmännisch zu entfernen. Mit im Fachhandel erhältlichen Schnelltests lässt sich das Krabbeltier nach dem Entfernen auf Erreger prüfen, sicher ist hier jedoch erst die ärztliche Diagnose.

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