Düsseldorfer Tabelle 2013

Angela Krall, Fachanwältin für Familienrecht

Zum 1. 1. 2013 wird die „Düsseldorfer Tabelle“ geändert werden, so die Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 5. 12. 2012 . . .

Wem bringt sie was?

Zum 1. 1. 2013 wird die „Düsseldorfer Tabelle“ geändert werden, so die Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 5. 12. 2012.

Durch die sogenannte Düsseldorfer Tabelle wird, wie allgemein bekannt, die Höhe des zu zahlenden Kindesunterhalts festgelegt. In den Leitlinien der Tabelle werden jedoch auch die notwendigen Selbstbehalte der Unterhaltspflichtigen gegenüber Kindern, Ehegatten, Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes, volljährigen Kindern oder Eltern festgelegt.

Wer erwartet hat, dass am Tage vor Nikolaus der Unterhalt für Kinder erhöht wird, der irrt. Die neue Tabelle bringt lediglich eine Erhöhung der Selbstbehalte der Unterhaltspflichtigen, weil auch ab Januar 2013 die SGB II-Sätze (Hartz IV) sich erhöhen.

Der Kindesunterhalt richtet sich nach dem steuerlichen Kinderfreibetrag, d. h. steht in Abhängigkeit desselben. Da dieser Freibetrag 2013 nicht angehoben wird, steigt auch der zu zahlende Unterhalt für Kinder nicht.

Damit wird lediglich den Unterhaltspflichtigen Gutes beschert, sie dürfen im Mangelfall sich auf einen höheren Selbstbehalt berufen.

Die Erhöhung der Selbstbehalte liegt bei 50,00 EUR monatlich gemessen an den bisherigen Beträgen, ausgenommen der Selbstbehalt des nicht Erwerbstätigen, dem nur eine Erhöhung von 30,00 EUR zugebilligt wird. Gegenüber Eltern liegt die Erhöhung bei 100,00 EUR.