Das Aussehen beeinflusst Karrierechancen

Zum Glück hat nicht jeder Personalchef den gleichen Geschmack. Sonst hätten tausende Bewerber aufgrund ihrer Figur, Frisur oder Nasenform kaum Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Mehr Gerechtigkeit könnten Bewerbungen ohne Fotos schaffen – aber die sind bei Chefs wenig beliebt.

Anschreiben, Zeugnisse, Lebenslauf, Foto: Das alles gehört traditionell zu einer korrekten Bewerbung, und daran hat sich auch im Internetzeitalter wenig geändert. Natürlich haben sich die Grenzen mit den Branchen erweitert: Längst nicht mehr jeder Chef gibt ernst dreinblickenden Bewerbern im Anzug oder Bewerberinnen im strengen Kostüm den Vorzug vor solchen in legerer Kleidung, die auf dem Foto ihr gewinnendstes Lächeln zeigen.

Auch der handschriftliche Lebenslauf, mit dem der Jobkandidat auch den firmeneigenen Graphologen von seiner Charakterstärke und Zuverlässigkeit zu überzeugen trachtet, ist weitgehend aus der Mode gekommen. Nur in den seltensten Fällen wird er ausdrücklich verlangt, und in anderen sollte er auch als Ausdruck lauterster Motive und höchster Motivation nie eingereicht werden: Bei vielen landet er nämlich als vermeidbarer Stressfaktor direkt im Papierkorb.

Wer optisch nicht der Norm entspricht, merkt das vielfach bei der Jobsuche. Es lässt sich im Einzelfall selten beweisen, ist aber statistisch belegt: Personalchefs entscheiden oft mehr mit dem Auge, als sie eigentlich sollten. Das ist jedoch menschlich und kann nicht willentlich vermieden werden. <a href="http://www.rp-online.de/wirtschaft/beruf/pilotversuch-mit-anonymisierten-bewerbungen-1.2410606"><b>Eine Lösung</b></a> sehen viele in Bewerbungen ohne Foto, aber gerade das wollen die meisten Unternehmen nicht, denn das Aussehen der Bewerber zu kennen, kann in vieler Hinsicht wichtig sein.

Das Dilemma mit dem Bewerbungsfoto <a href="http://www.jobware.de/Ratgeber/Das-gewinnende-Bewerbungsfoto.html"><b>fasst Jobware wie folgt zusammen</b></a>: Wer seiner Bewerbung kein Foto beilegen möchte, kann dazu nicht gezwungen werden, denn das Gesetz erlaubt jedem, sich nur mit seinen Qualifikationen zu bewerben. Wurde jedoch ein Foto verlangt, haben Bewerber, die sich darüber hinwegsetzen, schlechte Karten. Grundsätzlich gilt: Wenn Foto, dann richtig– auf keinen Fall von Facebook, am besten vom Fotografen.

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