Arbeitslosigkeit? So gelingt der Weg durch die Behörden

Eine zeitweilige Arbeitslosigkeit ist heutzutage keine Seltenheit. Immer häufiger tritt nach einem befristeten Beschäftigungsverhältnis eine Zeit der Erwerbslosigkeit auf, in welcher ein Arbeitender durch die Arbeitsagentur unterstützt wird. Damit der Weg zur nächsten Beschäftigung finanziell abgefedert ist, sollten die Schritte rechtzeitig in die Wege geleitet werden.

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht eine rege Fluktuation. So meldeten sich im Oktober laut der Statistik der Arbeitsagentur 651.000 Menschen arbeitslos, während sich gleichzeitig 686.000 Arbeitslose vom Jobcenter wieder abmeldeten. Diese Zu- und Abgänge haben sich in den letzten Jahrzehnten stetig erhöht, da der Arbeitsmarkt insgesamt flexibler geworden ist und mehr befristete Verträge ausgestellt werden. In vielen Branchen ist eine einer zeitweiligen Erwerbslosigkeit damit fast ein Normalzustand.

Wer von einem auslaufenden befristeten Vertrag oder einer Kündigung zum ersten Mal betroffen ist, kennt den Weg zu den Behörden meistens noch nicht. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn die Meldung bei der Arbeitsagentur ist zur Beantragung von ALG I relativ einfach. Dennoch gibt es Fristen, die nicht versäumt werden sollten.

Generell besteht Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn der Angestellte länger als 12 Monate in Folge beschäftigt war. Wer absehen kann, dass er arbeitslos wird, sollte unverzüglich das Arbeitsamt aufsuchen; bei einem befristeten Vertrag 3 Monate vor Vertragsende. Hier wird der Antrag abgeholt und der Termin mitgeteilt, wann dieser wieder abgegeben werden muss.

Zudem muss der Betroffene sich spätestens einen Tag nach seinem letzten Arbeitstag offiziell arbeitslos melden. Auch Angestellte, die aus eigenem Antrieb kündigen, sollten diese Fristen einhalten. Sie bekommen zwar mit einer Sperrfrist von 12 Wochen, haben danach jedoch nur Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie sich ordnungsgemäß arbeitslos gemeldet haben.

Wer dies versäumt, hat nicht nur die finanziellen Konsequenzen zu tragen, sondern kann auch langfristig Probleme mit seiner Rentenversicherung bekommen. Denn die Versäumung der Meldefrist bedeutet eine Lücke in der Rentenversicherung, welche gegebenenfalls zu der Verweigerung einer Wiederaufnahme führen kann. Insbesondere Selbstständige, die freiwillig in die Rentenversicherung einzahlen, sollten hier aufmerksam sein. Auch für selbst Kündigende, die von einer dreimonatigen Vermittlungssperre betroffen sind, gilt, dass sie für diesen Zeitraum nicht rentenversichert sind.

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