Zwischenfall im Golf von Aden

Iranische Fregatte richtet Maschinengewehr auf US-Hubschrauber

Washington - Aller Annäherung im Atomstreit zum Trotz bleibt das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran auch militärisch angespannt. Eine Eskalation gilt es zu vermeiden.

Die „New York Times“ berichtete am Dienstag von einem Zwischenfall im Golf von Aden. Dort habe eine iranische Fregatte ein schweres Maschinengewehr auf einen US-Helikopter gerichtet, der in der Nähe auf einem Schiff eines US-Verbündeten gelandet war.

Um eine Eskalation zu vermeiden, hob der Helikopter wieder ab, die Waffe blieb aber zunächst weiter auf ihn gerichtet. Der Kommandeur der fünften Flotte, John Miller, sagte der „New York Times“, der Vorfall vor etwa zwei Wochen habe nur ein paar Minuten gedauert.

Kurioserweise haben den Zwischenfall wohl beide Seiten gefilmt: „Wir haben keine Ahnung, warum die Iraner uns gefilmt haben“, sagte Miller. „Aber wir haben unser Video von ihrem Video.“

Für die USA ist es wichtig, vor der iranischen Küste Wachsamkeit zu demonstrieren, weil sie als Zeichen der Stärke an die Verbündeten in Nahost und den Kongress in Washington gilt. Der jüngst geschlossenen Atomdeal - Einschnitte bei der Urananreicherung sowie internationale Kontrollen gegen ein Ende der Sanktionen - bewerten viele skeptisch.

„Das Ganze ist ein bisschen wie ein Spiel“, sagte Benjamin Hewlett, Kapitän des Flugzeugträgers Theodor Roosevelt, der im Persischen Golf kreuzt. „Wenn sie sich bewegen, bewegen wir uns auch.“

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul
Mindestens 26 Tote bei Autobomben-Explosion in Kabul
Hurghada-Attentäter beruft sich auf Scharia
Hurghada-Attentäter beruft sich auf Scharia