Beweismittel belasten Holger G.

Zschäpe-Anwalt attackiert mutmaßlichen NSU-Helfer

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Der Angeklagte Holger G. im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts in München beim NSU-Prozess.

München - Im Münchner NSU-Prozess hat das Gericht am Mittwoch Beweismittel ausgewertet, die den mitangeklagten mutmaßlichen Terrorhelfer Holger G. belasten könnten.

So zeigte das Gericht Fotos, auf denen G. und ein Freund an einem Tisch sitzen, auf dem ein Haufen weißes Pulver zu sehen ist. Eine Kriminalermittlerin, die als Zeugin aussagte, vermutete, es könne sich um Kokain oder Speed handeln. Die Beamtin und ein weiterer Polizist berichteten außerdem, dass auf dem Handy von G. rechtsradikale Musiktitel sowie Fotos und SMS mit rechtsradikalen Bezügen gefunden wurden.

Zschäpe-Anwalt Wolfgang Stahl warf G. daraufhin vor, er sei nicht glaubwürdig. G. hatte zu Beginn des NSU-Prozesses eine Aussage verlesen und darin Beate Zschäpe belastet. Er hatte eingeräumt, dem NSU-Trio Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Personalpapiere und eine Krankenkassen-Karte beschafft zu haben. Das Trio habe er aus seiner Heimatstadt Jena gekannt und den Kontakt auch nach seinem Umzug nach Niedersachsen gehalten. 2004 sei er aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen. G. hatte auch ein Drogenproblem eingeräumt. Allerdings habe er auch damit aufgehört.

Ein Rechtsmediziner, der über zwei Nebenkläger im NSU-Prozess aussagen sollte, wurde ohne Ergebnis entlassen, weil kein Prozessbeteiligter Fragen an ihn hatte.

dpa

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