Demo für Schutz von Kobane

Zahl der Toten bei Protesten in Türkei steigt

+
Türkische Polizisten rennen am Mittwoch in Ankara hinter Demonstranten her.

Istanbul - Die Zahl der Toten in der Türkei bei Demos für den Schutz der syrisch-kurdischen Stadt Kobane vor der Terrormiliz IS ist auf mindestens 23 gestiegen.

Die Zahl der Toten in der Türkei bei Demonstrationen für den Schutz der syrisch-kurdischen Stadt Kobane vor der Terrormiliz IS ist auf mindestens 24 gestiegen. Das berichteten türkische Medien am Donnerstag. Am Mittwochabend hatte die Regierung die Zahl der Toten noch mit 19 angegeben. Bei den Protesten am Dienstag und Mittwoch vor allem im kurdisch geprägten Südosten des Landes waren außerdem nach offiziellen Angaben mindestens 145 Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden.

Die Gewalt flaute am Donnerstag ab. Die Behörden kündigten ein Ende der Ausgangssperre in der südosttürkischen Kurden-Hochburg Diyarbakir an. Dort waren bei den Protesten die meisten Toten zu beklagen gewesen. Viele von ihnen starben bei Zusammenstößen von Islamisten mit Anhängern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, bei denen auch Schusswaffen eingesetzt worden waren.

In Ankara sprühte die Polizei Tränengas

In der Nacht zu Donnerstag kam es in Istanbul zu vereinzelten Zusammenstößen von Demonstranten mit der Polizei. An der technischen Universität Ankara setzte die Polizei am Donnerstag Tränengas und Wasserwerfer gegen etwa 200 Studenten ein, die für den Schutz Kobanes demonstrierten, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Demonstranten hätten Steine und Molotow-Cocktails geworfen.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“