Weißes Haus:

Castro-Besuch in den USA möglich

+
Der kubanische Staatschefs Raúl Castro.

Washington/Havanna - Im Zuge der historischen Annäherung zwischen Kuba und den USA hält die US-Regierung auch einen Besuch des kubanischen Staatschefs Raúl Castro in Washington für möglich.

"Ich würde einen Besuch von Präsident Castro nicht ausschließen", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, am Donnerstag. Derzeit gebe es dafür aber keine Pläne. Earnest hatte auch eine Kuba-Reise von Obama nicht ausgeschlossen.

Nach mehr als einem halben Jahrhundert ohne diplomatische Beziehungen hatte der US-Präsident am Mittwoch eine grundlegende Neuausrichtung der US-Politik gegenüber Kuba angekündigt. Obama will in den kommenden Monaten wieder eine Botschaft in Havanna eröffnen. Außerdem sollen US-Sanktionen gegen Kuba gelockert werden. Obama versprach zudem, gemeinsam mit dem Kongress über eine vollständige Aufhebung des 1962 verhängten Handelsembargos gegen den kommunistisch regierten Inselstaat zu beraten.

Die Republikaner, die ab Januar Senat und Repräsentantenhaus kontrollieren, haben bereits ihren Widerstand angekündigt. Earnest rief den Kongress am Donnerstag auf, "auf überparteiliche Weise" die Gesetzeslage zu ändern und insbesondere den sogenannten Helms-Burton-Act zurückzunehmen. Das Gesetz von 1996 hatte das Embargo erstmals gesetzlich festgeschrieben und dem Zuständigkeitsbereich des Präsidenten entzogen. Dabei verschärfte der Helms-Burton-Act die Strafmaßnahmen gegen Kuba drastisch.

AFP

Kommentare

Meistgelesen

Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“