Arbeitsmarkt

Weise: Kein Konkurrenzkampf deutscher Arbeitsloser mit Flüchtlingen

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Der Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Frank-Jürgen Weise.

Berlin - In Deutschland gibt es nach Einschätzung des Chefs der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, keinen Konkurrenzkampf einheimischer Arbeitsloser mit Flüchtlingen bei der Verteilung von Arbeitsplätzen.

"Wir unterscheiden gar nicht nach Flüchtling oder Einheimischem", sagte er der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). "Es geht um Ausbildung und Engagement für einen Job, nicht um die Herkunft", betonte Weise, der auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) leitet.

Weise: Flüchtlinge sind hochmotoviert

Weise fügte hinzu: "Ich muss allerdings auch sagen: Wenn wir Langzeitarbeitslosen einen Job vermitteln wollen, erscheint leider nicht jeder zur Vorstellung im Betrieb. Von den Flüchtlingen kommen in der Regel alle. Sie sind hoch motiviert."

Ausnahmen vom Mindestlohn für Flüchtlinge lehnte der BA-Chef ab. "Ein Langzeitarbeitsloser kann im ersten halben Jahr unterhalb des Mindestlohns bezahlt werden", sagte Weise. "Das wird von Arbeitgebern kaum genutzt. Wir sollten die Menschen motivieren, den Mindestlohn zu verdienen, anstatt einen dauerhaften Niedrigstlohnsektor zu schaffen, von dessen Arbeit man nicht leben kann."

Betreuung der Flüchtlinge ist zu schultern

Weise zeigte sich in der Zeitung zudem überzeugt, dass die Betreuung der bereits in Deutschland eingetroffenen Flüchtlinge "definitiv" zu schultern sei. "Wenn der Zugang so anhält, kann das zur Überlastung führen. Das muss man klar sagen", fügte er hinzu. Für 2016 kalkuliere er damit, "dass meine Behörden eine Zahl von alles in allem 500.000 neuen Asylbewerbern bewältigen können". Diese Zahl sei jedoch lediglich seine "Ressourcenplanung", denn "wie viele Menschen dann nächstes Jahr zu uns kommen, kann man jetzt noch nicht sagen".

Lesen Sie hier: IfW-Präsident schlägt Lohnsubventionen für Flüchtlinge vor

AFP

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