Weise: Flüchtlinge überfordern Bundesagentur nicht

+
Laut dem Chef der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, werden Arbeitslose trotz der wachsenden Flüchtlingszahl bei der Jobvermittlung nicht benachteiligt. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg (dpa) - Arbeitslosen droht laut Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise trotz der wachsenden Zahl von Flüchtlingen keine Benachteiligung bei der Jobvermittlung.

Zur Begründung verwies er in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur auf die geplante verbesserte Ausstattung der Jobcenter wegen des Flüchtlingszustroms. Ähnlich hatte sich Weise auch in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung geäußert.

Weise räumte zwar ein, dass in den Jobcenter zuletzt die Mittel zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen knapp gewesen seien. "Insofern ist es schön, dass Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles frühzeitig reagiert hat und wir mehr Leute für die Betreuung von arbeitslosen Flüchtlingen einstellen können", sagte Weise.

Auch habe das Ministerium mehr Geld für diese zusätzlichen Aufgaben bewilligt, "so dass wir nicht in die befürchtete Konkurrenz zwischen Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen kommen".

In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung hatte Weise, der seit September auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge leitet, gesagt: "Wir unterscheiden gar nicht nach Flüchtling oder Einheimischem. Es geht um Ausbildung und Engagement für einen Job, nicht um die Herkunft. Ich muss allerdings auch sagen: Wenn wir Langzeitarbeitslosen einen Job vermitteln wollen, erscheint leider nicht jeder zur Vorstellung im Betrieb. Von den Flüchtlingen kommen in der Regel alle. Sie sind hochmotiviert."

Kommentare

Meistgelesen

Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Merkel trifft Trump: Vier große Aufreger im Netz
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Gauck mit Großem Zapfenstreich verabschiedet
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“
Vater des Orly-Angreifers: „Mein Sohn war kein Terrorist“