Feuerwehrverband schlägt Alarm

Waldbrandgefahr Deutschland: Warnung vor Engpass bei Löschhubschraubern

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Löschhubschrauber in Bergwald im Inntal: Auch Bayern war im Sommer 2018 von Waldbränden betroffen.

Die Folgen des Klimawandels sind schon im April 2019 wieder erkennbar: In Ostdeutschland gibt es erste Waldbrände. Der deutsche Feuerwehrverband fordert von der Bundeswehr mehr Helikopter.

Aufgrund der aktuell wieder sehr großen Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) erneut mehr große Löschhubschrauber gefordert. Nur Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53 seien dazu in der Lage, die größten verfügbaren Wasserbehälter mit 5000 Litern Fassungsvermögen zu bewegen, sagte DFV-Präsident Hartmut Ziebs der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Die Streitkräfte sollte daher einige der Maschinen mehr bereithalten.

Waldbrände in Deutschland: Gefahr im Osten und Norden derzeit sehr hoch

Manchmal scheitere der Einsatz daran, dass die Hubschrauber gerade nicht verfügbar seien, ergänzte Ziebs. Wegen anhaltender Trockenheit ist die Waldbrandgefahr in Teilen Ost- und Norddeutschlands derzeit sehr hoch, seit Tagen kommt es vermehrt zu Wald- und Flächenbränden. Besonders betroffen sind Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine anhaltende Dürre zu größeren Wald- und Moorbränden in diversen Regionen geführt. Auch im Frühsommer 2019 soll es laut Vorhersagen wieder richtig heiß werden.

Außer den großen Bundeswehr-Transporthubschraubern CH-53 stehen in Deutschland auch kleinere Maschinen von Polizei, Bundespolizei oder Streitkräften für potenzielle Löscheinsätze zur Verfügung. Diese können aber nur kleinere Löschwasserbehälter heben. Löschflugzeuge, wie sie etwa in Nordamerika oder Südeuropa bereitstehen, hält der Feuerwehrverband nach eigenen Angaben hierzulande unter anderem aufgrund der geografischen Gegebenheiten nicht für sinnvoll.

dpa

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