Typ "Heron 1"

Verteidigungsexperten wollen israelische Drohne

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Eine Drohne des Typs Heron 1 nahe Schönefeld in Brandenburg.

Berlin - Die Auswahl bewaffnungsfähiger Drohnen auf dem Weltmarkt ist klein: Ein israelisches und ein amerikanisches Modell kommen für die Bundeswehr infrage - der Bundestag tendiert zur ersten.

Die Verteidigungsexperten der Koalition im Bundestag setzen sich für die Anmietung einer bewaffnungsfähigen Drohne aus Israel ein. „Ich bin sehr für eine Fortführung der Vertragsbeziehung mit Israeli Aerospace Industries“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Von dem Unternehmen hat die Bundeswehr seit 2010 drei Drohnen vom Typ „Heron 1“ für den Afghanistan-Einsatz gemietet. Der Mietvertrag läuft in neun Monaten aus. Das größere Nachfolgemodell „Heron TP“ könnte auch Waffen tragen.

„Der Heron hat sich in Afghanistan bewährt, Ausbildung und Einsatz sind eingeübt“, sagte Arnold. Ähnlich äußerte sich sein CDU-Kollege Henning Otte: „Wir haben mit der Heron-Drohne gute Erfahrungen in Afghanistan gemacht und sind als Kunde gut behandelt worden. Im Einsatz kommt es auf Zuverlässigkeit an. Warum sollten wir jetzt die Pferde wechseln?“

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, bei Bedarf mit Zustimmung des Bundestags bewaffnungsfähige Drohnen anzumieten. Einziger Konkurrent der „Heron“ ist die US-Drohne „Reaper“ (auch „Predator B“ genannt), die von den USA für gezielte Angriffe auf mutmaßliche Terroristen in Pakistan, im Jemen oder in Somalia eingesetzt wird.

Die SPD ist in der Drohnen-Debatte weiterhin uneins. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach sich im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag) für eine „breite gesellschaftliche, ethische und verteidigungspolitische Debatte“ aus, ohne sich klar zu positionieren. Zuvor hatte sich SPD- Generalsekretärin Yasmin Fahimi gegen Kampfdrohnen positioniert, während die SPD-Verteidigungsexperten die unbemannten Flieger für den Schutz der eigenen Soldaten bei gefährlichen Einsätzen haben wollen.

dpa

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