Konflikt

Vereinte Nationen starten Vermittlungsprozess im Sudan

Proteste im Sudan
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Demonstranten protestieren Ende Dezember 2021 gegen den Militärputsch vom Oktober.

Seitdem das Militär Ende Oktober im Sudan die Macht übernommen hatte, kommt es in dem nordostafrikanischen Staat nicht zur Ruhe. Jetzt schaltet sich die UN ein.

Khartum - Die Vereinten Nationen starten einen Vermittlungsversuch für eine Lösung der politischen Krise im nordostafrikanischen Sudan.

In einer am Samstag veröffentlichten Erklärung des UN-Sondergesandten im Sudan, Volker Perthes, heißt es, der von den Vereinten Nationen initiierte Prozess ziele auf die Unterstützung der sudanesischen Parteien bei der Suche nach einem nachhaltigen Weg hin zu Frieden und Demokratie. „Es ist an der Zeit, die Gewalt zu beenden und einen konstruktiven Prozess zu beginnen“, erklärte Perthes. Beteiligt an dem Prozess würden alle wichtigen Protagonisten aus Militär und Zivilgesellschaft.

Ende Oktober hatte das Militär in dem Land mit 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. Nach Druck aus dem In- und Ausland wurde der gestürzte Regierungschef Abdullah Hamdok im November zunächst wieder eingesetzt und durfte laut einer Vereinbarung mit dem Militärmachthaber General Abdel Fattah al-Burhan ein Kabinett mit zivilen Vertretern bilden. Al-Burhan stand jedoch als Anführer des Souveränen Rats gemeinsam mit Hamdok an der Spitze der neuen Übergangsregierung. Seither kam es immer wieder zu Protesten gegen die weitere Beteiligung des Militärs an der Regierung. Hamdok, dem Demonstranten Verrat vorwarfen, trat zur Jahreswende zurück. Er habe sein Versprechen, eine politische Katastrophe in dem Land zu verhindern, nicht einhalten können, betonte er. dpa

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