Nach Unruhen am Wochenende

Mali: UN-Blauhelme richten Sicherheitszone ein

Jüngst gab es wieder Unruhen in Mali. Jetzt greifen Blauhelme der UN ein
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Jüngst gab es wieder Unruhen in Mali. Jetzt greifen Blauhelme der UN ein

Kidal - Gefechte zwischen Rebellen und regierungstreuen Truppen gefährden das kürzlich geschlossene Friedensabkommen. Jetzt greifen Blauhelme ein.

Nach tagelangen blutigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen um Kidal im Norden Malis hat die UN-Blauhelmmission eine Sicherheitszone um die Stadt eingerichtet.

Die UN-Truppen würden mit der Einrichtung der Sicherheitszone im Umkreis von 20 Kilometern um Kidal beginnen, sagte ein UN-Vertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Augenzeugen berichteten, dass Blauhelme aus Bangladesch und Guinea am Rand der Stadt in Stellung gingen. Die Maßnahme soll ein Übergreifen der Kämpfe zwischen regierungstreuen Milizen und Tuareg-Rebellen auf die Stadt verhindern.

Friedensabkommen gebrochen

In die Gefechte ist die Tuareg-Rebellengruppe CMA und die regierungstreue Allianz Gatia verwickelt. Ein Gatia-Vertreter sprach von 15 Toten, ein UN-Vertreter von zehn Opfern, die Rebellen machten dazu keine Angaben. Die UN-Mission bezeichnete die Kämpfe als "flagrante Verletzung" eines kürzlich geschlossenen Friedensabkommens. Beide Seiten machten sich gegenseitig für den Ausbruch der Kämpfe am Wochenende verantwortlich. Ein ausländischer Militärvertreter sagte, Grund der Kämpfe sei vermutlich Streit um die Kontrolle von für Schmuggel benutzten Straßen.

Die Tuareg-Rebellen und islamistische Milizen hatten im Frühjahr 2012 das durch einen Militärputsch in Bamako entstandene Machtvakuum genutzt, um den Norden Malis in ihre Gewalt zu bringen. Später vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen aus den größeren Städten. Als die Islamisten im Januar 2013 weiter nach Süden vorzudringen suchten, griff die frühere französische Kolonialmacht ein und verdrängte die Milizen binnen weniger Wochen aus den Städten. Diverse Milizen unterschiedlicher Orientierung bleiben aber in der weitläufigen Wüstenregion am Rande der Sahara aktiv.

AFP

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