Nach UN-Ozeankonferenz

Umweltministerin Lemke vor Naturschutz-Tagungen optimistisch

Bundesumweltministerin Lemke
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Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei einem Termin in Wilhelmshaven.

Im Angesicht zahlreicher globalen Herausforderungen dürfe die Umwelt nicht vergessen werden, sagt Lemke - und nimmt auch die Zivilgesellschaft in die Verantwortung.

Lissabon - Nach der zweiten Ozeankonferenz der Vereinten Nationen in Lissabon ist Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) vor den nächsten großen Herausforderungen optimistisch. „Ich blicke auf die drei internationalen Konferenzen im Bereich Natur- und Meeresschutz in diesem Jahr, die Beschlüsse fassen sollen, sehr zuversichtlich“, sagte Lemke der Deutschen Presse-Agentur zum Abschluss der UN-Tagung.

Im August soll zunächst in New York das globale Abkommen zum Schutz der Biodiversität auf Hoher See (BBNJ) abschließend verhandelt werden. Anfang November empfängt Ägypten dann im Küstenort Scharm el Scheich die Teilnehmer der Weltklimakonferenz COP27. Und im Dezember findet in Montreal in Kanada der zweite Teil der COP15-Tagung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt statt.

Umwelt- und Naturschutz werde „auch in den nächsten Jahren kein Selbstläufer werden, trotz aller Bekenntnisse dazu“, betonte die Ministerin. Sie teile auch die „absolut berechtigte Befürchtung“ vieler, die komplizierte aktuelle Lage mit Ukraine-Konflikt, Inflation, Energie- und Ernährungskrise könne zur Vernachlässigung des Umweltschutzes führen. Daher brauche es „die stetige Unterstützung und den Druck aus der Zivilgesellschaft“. Lemke sagte: „Die Tatsache, dass die Klimakrise uns in Europa hautnah bedroht, wird sehr stark wahrgenommen.“

Die Ministerin stammt aus Sachsen-Anhalt, das in diesem Frühsommer wie auch Brandenburg von Dürre, Trockenheit und zahlreichen Waldbränden heimgesucht wurde. Sie sagte: „Wenn ich nach Hause fahre, sind das die Hauptthemen in meiner Heimat.“ An der Supermarktkasse bei ihr zuhause sei die Sommerhitze „das Gesprächsthema“. dpa

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