Landtagswahl

Umfrage: SPD ist stärkste Kraft im Saarland

Landesdelegiertenkonferenz der SPD im Saarland
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Anke Rehlinger (SPD), Wirtschaftsministerin im Saarland, wurde von den Delegierten auf Listenplatz 1 für die saarländische Landtagswahl gewählt.

Das kleinste Flächenland Deutschlands wird seit fast zehn Jahren von der CDU regiert. Seit über 20 Jahren stellen die Christdemokraten den Ministerpräsidenten. Das könnte sich nun bald ändern.

Saarbrücken - Vier Monate vor der Landtagswahl im Saarland ist die SPD nach einer Umfrage klar die stärkste politische Kraft im Land.

Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten auf 33 Prozent der Stimmen. Das geht aus dem „Saarlandtrend“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) hervor. Während die SPD im Vergleich zu der Erhebung vom November 2020 um 11 Prozentpunkte zulegte, stürzte die CDU um 12 Punkte auf 28 Prozent ab. Bei der Umfrage wurden vom 16. bis 20. November 1165 Wahlberechtigte befragt.

Im Saarland wird am 27. März 2022 ein neuer Landtag gewählt. Das kleinste Flächenland Deutschlands wird seit 2012 von einer großen Koalition unter Führung der CDU regiert. Im Land stellt die CDU seit 1999 den Ministerpräsidenten.

Die Wirtschaftsministerin und SPD-Landesvorsitzende Anke Rehlinger würde bei einer Direktwahl für das Amt des Ministerpräsidenten beziehungsweise der Ministerpräsidentin laut Umfrage auf 42 Prozent Zustimmung kommen - 10 Punkte mehr als vor einem Jahr. Dagegen läge der im Vorjahr noch deutlich führende Regierungschef Tobias Hans (CDU) bei 39 Prozent, was einem Verlust von 13 Prozentpunkten entspricht.

Die Grünen zögen laut „Saarlandtrend“ mit 8 Prozent wieder in den Landtag ein. Im Vergleich zur Umfrage vor einem Jahr verloren sie jedoch in der Gunst der Wähler 4 Punkte. Im Umfrageplus dagegen rangiert die FDP, die ebenfalls auf 8 Prozent käme: Das sind 5 Punkte mehr als noch im November 2020. Bei der Landtagswahl im März 2017 hatten Grüne (4,0) und FDP (3,3) den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde verpasst. Die Zustimmung zur Linkspartei halbierte sich unterdessen fast - sie käme nur noch auf 6 Prozent, was einem Minus von 5 Punkten entspricht. Die AfD blieb nahezu stabil bei 9 Prozent (plus ein Punkt). dpa

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