Neue Zahlen von Forsa

Kramp-Karrenbauer legt stark an Beliebtheit zu - auch Merkel kann sich freuen

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Annegret Kramp-Karrenbauer (r) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem CDU-Bundesparteitag.

Alles richtig gemacht? Die Machtübergabe beim CDU-Vorsitz ist Angela Merkel offenbar geglückt - zumindest wenn man einer Umfrage trauen darf. Friedrich Merz steht bei den Anhängern einer bestimmten Partei hoch im Kurs.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer haben im Politiker-Ranking des „Trendbarometers“ von RTL und n-tv deutlich dazugewonnen. Merkel steht damit nach dem Abschied vom CDU-Vorsitz weiterhin an der Spitze der Rangliste. In der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa kommt sie bei der Frage, bei wem das Land in guten Händen ist, auf 60 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100. Das sind zehn Punkte mehr als im September, wie die Mediengruppe RTL am Mittwoch mitteilte. Damals hatte Merkel noch gleichauf mit Grünen-Chef Robert Habeck an der Spitze des Rankings gestanden.

„Zur Jahreswende 2018/19 ist entgegen vielen Mutmaßungen in der öffentlichen Diskussion bei den allermeisten Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland von einer Kanzler-Dämmerung wenig zu spüren“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL.

Video: Was halten prominente CSU-Vorstände von AKK?

Merz mit hoher Beliebtheit bei AfD-Anhängern

Auf Platz zwei liegt nun die neue CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die sich um elf Punkte verbessert und auf 55 Punkte kommt. Sie war Anfang Dezember zu Merkels Nachfolgerin an der Parteispitze gewählt worden. Kramp-Karrenbauers unterlegener Konkurrent Friedrich Merz habe dagegen außer bei AfD-Anhängern keine sonderlich großen Sympathien, sagte Güllner. Merz, für dessen Einbindung in Bundesregierung und Parteiführung sich der CDU-Wirtschaftsflügel stark macht, kommt auf 37 Punkte und damit auf Rang 11 der 17 abgefragten Politiker.

Grünen-Chef Habeck liegt mit unveränderten 50 Punkten auf Platz drei des Rankings, gefolgt von SPD-Vizekanzler Olaf Scholz (47 Punkte).

Stark an Vertrauen eingebüßt haben im vergangenen Jahr die CSU-Politiker Horst Seehofer und Markus Söder. Ihre Werte liegen jeweils 11 Punkte niedriger als im Januar 2018 - Bundesinnenminister Seehofer kommt auf 25 Punkte, Bayerns Ministerpräsident Söder auf 31. Dabei hat Söder am Jahresende schon wieder deutlich Boden gutgemacht. Er soll Seehofer am 19. Januar als CSU-Chef ablösen.

Schock-Umfrage für die SPD in Brandenburg

Schlechte Zahlen gibt es für die SPD in Brandenburg. Dort verlieren die Sozieldemokraten weiter an Zustimmung: Laut einer Forsa-Umfrage für die "Märkische Allgemeine Zeitung" von Mittwoch kommt die SPD nur noch auf 20 Prozent - das sind zwölf Prozentpunkte weniger als bei der Landtagswahl 2014. Die AfD liegt mit 20 Prozent gleichauf, dicht gefolgt von der CDU mit 19 Prozent und den Linken mit 17 Prozent.

Die Grünen kommen der Umfrage zufolge auf zwölf Prozent und würden damit ihr Ergebnis von 2014 verdoppeln. Die FDP liegt bei fünf Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen.

Damit dürfte die Regierungsbildung nach der Landtagswahl am 1. September schwierig werden. Laut dem ersten "Brandenburg-Barometer" des Jahres kommt das rot-rote Regierungsbündnis aus SPD und Linkspartei unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) derzeit nur auf 37 Prozent. Für eine Regierungsmehrheit bräuchte es also einen dritten Koalitionspartner. Denkbar wäre ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen, aber auch eine Koalition aus CDU, Linkspartei und Grünen.

Lesen Sie auch: Merkel greift in Neujahrs-Ansprache zur Selbstkritik - SPD wirft Kanzlerin Mutlosigkeit vor

dpa

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