Ukraine-Krieg

Schwere Verluste für Russland: Ukraine schießt Jet ab und tötet 370 Soldaten

Im Ukraine-Krieg erleidet Russland massive Verluste. Ein Kampfjet wird abgeschossen. Der News-Ticker.

  • Ukraine erobert Gebiete zurück: Geheimdienste gehen nach Lyman-Niederlage von hohen russischen Verlusten aus.
  • Niederlage in Lyman: Nach der Einkesslung mehrere Tausend russischer Soldaten in der Stadt Lyman orderte Russland den Rückzug aller dortigen Truppen an.
  • Hinweis der Redaktion: Neuigkeiten zu den russischen Verlusten im Ukraine-Konflikt lesen Sie in diesem News-Ticker. Die Informationen stammen teilweise von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg und lassen sich nicht unmittelbar unabhängig prüfen.

Dieser Ticker ist beendet. Lesen Sie Aktuelles zu den russischen Verlusten im Krieg gegen die Ukraine im neuen News-Ticker.

Update vom Dienstag, 4. Oktober, 10.59 Uhr: Das Verteidigungsministerium in Kiew hat die aktuellen Zahlen zu den russischen Verlusten bekannt gegeben. Innerhalb eines Tages seien 370 weitere Kämpfer aus Russland getötet worden. Neben zwei zerstörten Drohnen, einem Kampfjet und 27 gepanzerten Kampffahrzeugen wurden zahlreiche Panzer vernichtet, hieß es.

In 24 Stunden zerstörte die Ukraine 44 russische Panzer, teilte das Verteidigungsministerium mit. „VIERUNDVIERZIG PANZER“, schrieben die Kiewer Verantwortlichen auf Twitter. Die größten Verluste mussten die russischen Truppen in den Regionen Kramatorsk und Krywyj Rih hinnehmen.

  • Soldaten: 60.800
  • Flugzeuge: 266
  • Hubschrauber: 228
  • Panzer: 2424
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5018
  • Artilleriesysteme: 1407
  • Luftabwehrsysteme: 177
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 340
  • Autos und andere Fahrzeuge: 3823
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 1028
  • Stand: Dienstag, 4. Oktober 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.
Verluste für Russland: Ukraine setzt Putins-Truppen im Donbass zu. (Archivbild)

Schwere Verluste für Russland: 320 Soldaten getötet – Tausende Rekruten zurückbeordert

+++ 12.44 Uhr: Immer mehr russische Reservisten kehren offiziellen Angaben zufolge zu ihren Familien zurück. Grund seien „Fehler“ bei der Teilmobilmachung für den Ukraine-Krieg. In der Region Chabarowsk im äußersten Osten Russlands sagte Gouverneur Michail Degtjarjow am Montag (3. Oktober), dass von „einigen Tausend“ Einberufenen inzwischen die Hälfte zurückgekehrt sei. Sie waren demnach eingezogen worden, obwohl sie nicht den Kriterien entsprachen. Der verantwortliche Leiter des Kreiswehrersatzamtes sei entlassen worden, schrieb Degtjarjow im Nachrichtenkanal Telegram.

Wie es zu den Fehlern kommen konnte, erklärte der Gouverneur nicht. Eingezogen werden sollen im ganzen Land mindestens 300.000 Reservisten, um in den besetzten ukrainischen Gebieten nach zahlreichen Niederlagen der russischen Armee die Stellung zu halten.

Schwere Verluste für Russland: Ukraine tötet 320 russische Soldaten

Update vom Montag, 3. Oktober, 8.58 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die aktuellen Zahlen zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg bekannt gegeben. Demnach wurden innerhalb eines Tages 320 weitere Soldaten aus Russland getötet. Zudem hätten die Verteidiger ein Kampfflugzeug sowie einen Militärhubschrauber abgeschossen. Am heftigsten waren die Verluste den Angaben zufolge in Kramatorsk und Bachmut.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Nach Russlands Niederlage von Lyman: Ukraine meldet neuen Landgewinn

+++ 23.15 Uhr: Es scheinen sich im Ukraine-Krieg weitere Verluste für Russland abzuzeichnen. „Unsere Einheiten haben bereits das Dorf Torske auf dem Weg nach Kreminna eingenommen“, erklärt ein Truppensprecher im TV, wie das ukrainische Portal Pravda schreibt. Aktuell würden die ukrainischen Soldatinnen und Soldaten sich im Kampf mit russischen Truppen in Kreminna in der Region Luhansk befinden, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Ukraine-Krieg: Verluste für Russland - Ukraine meldet weiteren Erfolg

+++ 21.17 Uhr: Die Luftwaffe der Ukraine hat ein Video veröffentlicht, das den Abschuss von zwei russischen Hubschraubern zeigt. Nach den Angaben der Joint Forces Task Force, die das Video auf Facebook veröffentlichte, sollen die beiden Hubschrauber im Osten der Ukraine zerstört worden sein. Den Angaben zufolge soll sich der Angriff am Samstag (1. Oktober) ereignet haben. Es soll sich um zwei Hubschrauber des Typs Ka-52 gehandelt haben. An dem Tag sollen zudem drei Drohnen des Typs „Orlan-10“, sowie eine „Shahed-136“-Kamikaze-Dohne zerstört worden sein. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 19.25 Uhr: Die Truppen aus Russland mussten auch am Sonntag (2. Oktober) weitere Verluste und Rückschläge hinnehmen, wie der Generalstab der ukrainischen Armee am Sonntagabend (2. Oktober) mitteilt. Insgesamt sieben Angriffe der moskautreuen Truppen soll die Armee der Ukraine im Laufe des Tages demnach abgewehrt haben. Den Angaben zufolge wurde Putins Armee in den Regionen Zaytseve, Bakhmutske, Bakhmut, Odradivka, Pervomaiske, Spirne und Vyimka zurückgeschlagen. Wie hoch die Verluste auf der Seite von Russland dabei waren, ist bisher noch nicht bekannt.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Ukraine meldet Zerstörung von zwei Waffendepots

Von der ukrainischen Luftwaffe heißt es, dass sie am Sonntag (2. Oktober) zwei Waffendepots, sowie zwei Flugabwehr-Raketensystemen zerstört hätten. Zudem sollen acht iranische Drohnen vom Typ „Shahed“ zerstört worden sein. Von den Artillerieeinheiten wurde verlautbart, dass sie fünf Kommandoposten und eine Vielzahl verschiedener Lager zerstört hätten. Die Angaben waren bisher nicht unabhängig überprüfbar und stammen vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte.

Nach Niederlage und Räumung von Lyman: Geheimdienste rechnen mit hohen Verlusten für Russland

+++ 16.10 Uhr: Die Niederlage in Lyman hat Russland im Ukraine-Krieg einen schweren Schlag versetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat inzwischen die vollständige Kontrolle über die Schlüsselstadt verkündet. Seit 12.30 Uhr (13.30 Uhr MESZ) sei die Stadt „vollständig geräumt“, sagte der Präsident am Sonntagmittag in einem nur zehn Sekunden langen Video. Laut britischen Geheimdiensten wird von hohen Verlusten für Russland ausgegangen (siehe Update 10.52 Uhr). Rund 5000 Soldaten sollten sich vor ihrem Rückzug in der Stadt Lyman aufgehalten haben. Laut dem Portal Pravda teilen ukrainische Militärkräfte bereits Fotos mit zurückgelassenen russischen Panzern.

+++ 12.47 Uhr: Bei einer kleinen Explosion in der Nähe der Stadt Ochtyrka in der Region Sumy ist ein Mensch offenbar ums Leben gekommen. Wie die ukrainische Zeitung Kyiv Independent mit Verweis auf den Gouverneur der Region, Dmytro Zhyvytskyi, berichtet, ist ein Auto der Telefongesellschaft Ukrtelecom über eine Landmine gefahren und dabei in die Luft gesprengt worden. Es sollen eine Person getötet und drei weitere Menschen verletzt worden sein.

Ukraine-Krieg: Geheimdienste gehen nach Lyman-Niederlage von hohen russischen Verlusten aus

+++ 10.52 Uhr: Für Russland bedeutet der Rückzug aus der strategisch wichtigen ostukrainischen Stadt Lyman eine militärische Niederlage. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste hat die russische Armee dabei hohe Verluste erlitten. Die Stadt im östlichen Gebiet Donezk sei zuvor mutmaßlich von unterbesetzten russischen Einheiten sowie Reservisten verteidigt worden, hieß es am Sonntag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Beim Rückzug über die einzige Straße aus der Stadt, die noch unter russischer Kontrolle sei, seien wohl viele Soldaten gefallen.

Russland hatte am Samstag – einen Tag nach der völkerrechtswidrigen Annexion mehrerer ukrainischer Gebiete – in einer herben Niederlage gegen die ukrainische Armee die Stadt Lyman aufgegeben. Die Streitkräfte sind nach Angaben des russischen Militärs wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden. Zuvor hatten ukrainische Behörden von rund 5000 eingekesselten russischen Soldaten gesprochen. Über die Anzahl der Gefallenen und Gefangenen gab es jedoch bislang keine konkreten Angaben.

Massive Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Rückzug aus Lyman sorgt für Welle der Kritik

Der Rückzug habe in russischen Regierungskreisen eine Welle an öffentlicher Kritik an der Militärführung ausgelöst, hieß es von den Briten. Weitere Niederlagen in den Regionen der annektierten Gebiete dürften dies weiter verstärken und den Druck auf hochrangige Kommandeure erhöhen.

News im Ukraine-Krieg: Die Verluste Russlands im Überblick

+++ 8.45 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat seine Statistik zu Russlands Verlusten aktualisiert. Weitere 500 russische Soldaten sollen bei den Kämpfen in der Ukraine gefallen sein. Außerdem haben die ukrainischen Streitkräfte zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge zerstört – eines davon wurde laut dem Einsatzkommando Süd als Trophäe mitgenommen. Zudem sollen sechs weitere russische Drohnen abgeschossen worden sein, darunter drei Aufklärungsdrohnen in den Bezirken Mykolajiw und Baschtanka.

Schwere Verluste für Russland: „Wo sind die Panzer? Wo ist alles?“

Update vom Sonntag, 2. Oktober, 7.06 Uhr: Für Russland ist die Zurückeroberung der strategisch wichtigen Stadt Lyman durch die Ukraine ein herber Verlust. Die Streitkräfte seien wegen der Gefahr einer Einkesselung abgezogen worden, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Samstag in Moskau. Über die Anzahl der Gefallenen und Gefangenen gibt es bislang keine Angaben.

Auf russischer Seite sorgt die erneute Niederlage für erbitterte Kommentare: Die einflussreiche Bloggerin und ehemalige PR-Chefin des Duma-Vorsitzenden Wjatscheslaw Wolodin, Anastassija Kaschewarowa, forderte Antworten von Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow: „Weiß der Präsident von den Vorfällen? Wer berichtet ihm? Wo ist die Ausrüstung? Wo sind die (Panzer) Armata? Wo ist alles? Wie konnte das passieren? Eingesackt? Verkauft? Wo ist es hin? Gab es das überhaupt?“

Die Ukraine plant unterdessen eine weitere Offensive in der Ostukraine. Die Städte Kreminna und Swatowe im Gebiet Luhansk gelten als wichtige Verkehrsknotenpunkte. Für den Kreml wäre ihre Zurückeroberung ein verheerendes Signal. Anfang des Sommers hatte die russische Armee das Gebiet Luhansk für „befreit“ und am Freitag als annektiert erklärt.

Schwere Verluste für Russland: Weitere Angriffe zurückgeschlagen – Putin droht nächste Niederlage

+++ 21.35 Uhr: Die ukrainische Armee hat mehrere Angriffe der russischen Streitkräfte zurückgeschlagen. Das teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem Lagebericht am 1. Oktober auf Facebook mit. Verteidigt wurde unter anderem die Ortschaften Kosatscha Lopan, Bachmut, Wesela Dolyna, Saizewe und Perwomajske.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verübte Russland außerdem drei Raketenangriffe, fünf Luftangriffe und eröffneten mehr als 16 Mal das Feuer mit Mehrfachraketenwerfern. Dabei wurden mehr als elf Siedlungen getroffen. Das ukrainische Nachrichtenportal ukrinform.net weist zudem darauf hin, dass die russischen Besatzungsbehörden in den vorübergehend eroberten Gebieten der Ukraine die Zwangsmobilisierung der männlichen Bevölkerung im wehrpflichtigen Alter verstärkt.

Schwere Verluste für Russland: Nach Rückzug in Lyman – Putin droht weitere Niederlage

+++ 19.24 Uhr: Nach der Niederlage in Lyman steht offenbar der nächste Rückzug der russischen Streitkräfte bevor. Wie das ukrainische Nachrichtenportal Pravda berichtet, rechnet Serhij Haidai, Gouverneur der Region Luhansk, mit weiterer Abzügen in Donezk. „Nachdem die Besatzer Lyman verlassen haben [...], wird die Räumung der Region Luhansk nach Lyman beginnen. Darauf haben wir alle gewartet, wir sind vorbereitet“, zitiert Pravda den Gouverneur. Haidai wies gleichzeitig darauf hin, dass es noch unklar sei, in welche Richtung die russischen Soldaten abgezogen werden.

Angesichts der prekären Lage der russischen Streitkräfte im Osten der Ukraine fordert der tschetschenische Diktator Ramsan Kadyrow den Einsatz russischer Atomwaffen.

Schwere Verluste für Russland: Russland gibt eingekesselte Stadt Lyman auf – Tausende Soldaten abgezogen

+++ 16.12 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben seine Truppen aus der strategisch wichtigen Stadt Lyman in der Ostukraine abgezogen. „Wegen der drohenden Einkesslung wurden die verbündeten Truppen aus Lyman in bessere Stellungen zurückgezogen“, zitiert der Nachrichtensender BBC die Meldung einer staatlichen russischen Nachrichtenagentur.

Der ukrainische Verwaltungschef für Luhansk, Serhij Hajdaj, stellte die eingekesselten russischen Soldaten bereits am Samstagvormittag vor die Wahl. Er sprach laut Deutscher Presseagentur von „drei Handlungsmöglichkeiten: Entweder können sie versuchen auszubrechen oder sie ergeben sich. Oder sie sterben alle zusammen.“ Insgesamt sollen mehr als 5000 russische Streitkräfte in der ostukranischen Stadt stationiert sein. Serhii Cherevatyi, Sprecher der ukrainischen Streitkräfte im Osten des Landes, sprach beim Fernsehsender Telethon von „heftigen Kämpfen“ in der Stadt Lyman.

Schwere Verluste für Russland: Ukrainische Truppen in Schlüsselstadt Lyman eingedrungen

+++ 15.00 Uhr: Im Ukraine-Krieg bahnt sich ein weiterer Verlust für Russland an. Nun sind ukrainische Truppen in die wichtige Schlüsselstadt Lyman eingedrungen. Das soll Serhiy Cherevaty, der Sprecher der Ostgruppe der Streitkräfte der Ukraine im nationalen Fernsehen berichtet haben, berichtet das ukrainische Nachrichtenportal Pravda. Demzufolge kursierten außerdem Videos, die fliehende russische Soldaten zeigen sollen.

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Lyman kurz vor Befreiung? 5000 Soldaten eingekesselt

+++ 12.11 Uhr: Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge russische Truppen im Osten der Ukraine umzingelt. In der strategisch wichtigen Stadt Lyman im Gebiet Donezk seien demnach rund 5000 russische Soldaten eingekesselt. Das sei der Stand am Samstagmorgen, teilte der ukrainische Verwaltungschef für Luhansk, Serhij Hajdaj, mit. „Die Okkupanten haben ihre Führung gebeten, nach Möglichkeit herauszukommen, woraufhin sie eine Abfuhr erhielten“, sagte er. „Sie haben jetzt drei Handlungsmöglichkeiten: Entweder können sie versuchen auszubrechen oder sie ergeben sich. Oder sie sterben alle zusammen. Da sind von ihnen etwa 5000, eine genaue Zahl gibt es nicht.“

Eine solche Zahl an eingekesselten Russen habe es überhaupt noch nicht gegeben in dem Krieg, sagte Hajdaj. Es seien fast alle Zugänge blockiert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete „erhebliche Erfolge“ der ukrainischen Gegenoffensive im Osten des Landes. Westliche Militärexperten gehen davon aus, dass Lyman in den nächsten Tagen komplett befreit wird. Für die Armee des russischen Präsidenten Wladimir Putin wäre das eine neue massive Niederlage in der seit mehr als sieben Monaten andauernden Invasion.

Verluste für Russland: Hunderte Soldaten gefallen – Militärfahrzeuge zerstört

Update vom Samstag, 1. Oktober, 09.42 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat seine Angaben zu Russlands Verlusten aktualisiert. Demnach sollen 530 weitere russische Soldaten gefallen sein. Laut dem ukrainischen Einsatzkommando „Süd“ schossen Luftverteidigungseinheiten zudem einen russischen Hubschrauber sowie eine Kampfdrohne über der Oblast Cherson ab. Außerdem habe das ukrainische Militär mehrere Panzer, Artilleriesysteme und weitere Militärfahrzeuge zerstört.

Schwere Verluste für Russland in Donezk - Ukraine in Schlüsselregion „in der Endphase“

+++ 22.37 Uhr: „Jeder hat gehört, was in Lyman passiert“, sagte Selenskyj in einer Videoansprache in der Nacht zum Samstag mit Blick auf die strategisch wichtige Kleinstadt im Ukraine-Krieg, die im gerade erst von Moskau einverleibten Gebiet Donezk liegt. Zuvor hatte bereits der Donezker Besatzungschef Denis Puschilin die fast komplette Einschließung russischer Truppen in Lyman durch ukrainische Soldaten eingestanden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Zuvor hatte ein Sprecher der ukrainischen Truppen bereits davon gesprochen, in Lyman in de „Endphase“ zu sein.

Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland in Donezk - Ukraine in Lyman „in Endphase“

+++ 18.35 Uhr: In der Region Donezk bringen die Truppen der Ukraine die Einkesselung der strategischen Schlüsselstadt Lyman „in die Endphase“, wie Serhii Cherevatyi, der Sprecher der östlichen Truppen mitteilt. Ein Video der Streitkräfte der Ukraine zeigt flüchtende russische Soldaten, es soll in der Nähe der Stadt aufgenommen worden sein, wie die ukrainische Online-Zeitung pravda.ua schreibt.

„Unsere Truppen versuchen, die Einkreisung einer Gruppe russischer Truppen in Richtung Lyman abzuschließen. Die Russen wollen da raus. Wir schlagen sie mit allen Waffen“, sagte Cherevatyi laut dem US-amerikanischen TV-Sender CNN. Wie hoch die Verluste auf Seiten von Russland sind, ist derzeit noch nicht bekannt.

News im Ukraine-Krieg: Verluste für Russland nehmen zu

+++ 17.50 Uhr: Am Tag der Annexion der vier ukrainischen Gebiete durch Russland, kam es in den USA zu einem mutmaßlichen Farbanschlag auf das russische Konsulat in New York, wie CNN schreibt. Großflächig wurde die Fassade des Gebäudes mit roter Farbe besprüht, wie Fotoaufnahmen zeigen, die CNN veröffentlichte.

+++ 15.00 Uhr: Die Probleme für Russland im Ukraine-Krieg halten weiter an. Während die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman im Gebiet Donezk komplett eingeschlossen ist (s. Update v. 11.00 Uhr), nehmen auch die Verluste immer weiter zu. Nach ukrainischen Angaben sind inzwischen mehr als 59.000 russischen Soldaten im Kampf gefallen. (s. Update v. 08.45 Uhr) Zum Vergleich: Im zehn Jahre dauernden Afghanistan-Krieg sind nach offiziellen Angaben 14.453 sowjetische Soldaten gefallen.

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Truppen geraten in Donezk zunehmend unter Druck

+++ 11.00 Uhr: Die russischen Truppen stehen im Gebiet Donezk schwer unter Druck. Im Kampf um die strategisch wichtige Kleinstadt Lyman haben ukrainische Truppen nach russischen Angaben mehrere Orte östlich der Stadt eingenommen. „Gegen Mitternacht ist es der ukrainischen Truppen gelungen, Lyman faktisch einzukesseln“, teilte der nationalistische Militärblog Rybar mit. Sollte der Ukraine die Eroberung von Lyman gelingen, öffnet sich für das ukrainische Militär der Weg nach Swatowe und Kreminna und damit tief in das Gebiet Luhansk hinein, das Moskau seit dem Sommer weitgehend unter eigene Kontrolle gebracht hatte.

Update vom Freitag, 30. September, 07.35 Uhr: Über der südukrainische Region Mykolajiw wurden nach Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“ zwei russische Kampfflugzeuge des Typs SU-25 abgeschossen. Daneben meldete das Einsatzkommando laut der Kyiv Independent einen erfolgreichen Angriff auf einen russischen Kommando-Posten bei Beryslaw und die Zerstörung eines Drohnen-Kontrollzentrums in Dawydiw Brid in der Region Cherson. Dabei kamen nach ukrainischen Angaben 43 russische Soldaten ums Leben. Weiterhin wurden demnach vier Panzer, zwei Haubitzen vom Typ Msta-B und Msta-S, zwei Grad-Mehrfachraketenwerfersystem sowie zwei Selbstfahrlafetten vom Typ Giazint-S zerstört.

Verluste für Russland: 200.000 Menschen fliehen vor Teilmobilisierung

+++ 21.09 Uhr: Die Teilmobilisierung Putins läuft nicht nach Plan. Seit der Ankündigung des russischen Präsidenten am vergangenen Mittwoch (21. September) sind mehr als 200.000 russische Staatsbürgerinnen und -bürger aus Russland geflohen. Allein nach Kasachstan seien rund 100.000 Russinnen und Russen gereist, sagte Marat Kozheyev, stellvertretender kasachischer Innenminister, am Mittwoch (28. September) der Nachrichtenagentur Kazinform.

Mindestens 53.000 Menschen haben zwischen dem 21. und 26. September die Föderation über die georgisch-russische Grenze verlassen, zeigten Daten des georgischen Innenministeriums am Dienstag (27. September). Knapp 66.000 russische Bürgerinnen und Bürger sind dagegen in die EU eingereist, meldete die Grenzschutzbehörde Frontex. Das seien 30 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Verluste für Russland: Wende für Putin? Zustimmungswerte sinken erstmals seit Kriegsbeginn

Die Teilmobilisierung zeigte sich nun auch an Putins Zustimmungswerten, wie eine Umfrage des russischen, unabhängigen Meinungsforschungsinstituts Levada-Center andeutete. Die Zufriedenheit mit der Arbeit des Kreml-Chefs ging um sechs Prozentpunkte zurück, damit sanken die Werte erstmals seit März und dem Kriegsbeginn. 34 Prozent der Befragten lehnen die Aktivitäten des Kremls ab.

Schwere Verluste im Ukraine-Krieg: Steht Russland vor Kollaps in Donezk?

+++ 15.25 Uhr: Im ostukrainischen Gebiet Donezk sind die russischen Truppen offenbar weiter in der Defensive. Seit Mittwoch droht ihnen im Norden von Donezk eine Einschließung durch die ukrainische Armee. Russische Kriegsreporter berichteten von erfolgreichen ukrainischen Vorstößen nordöstlich und östlich der Kleinstadt Lyman. Der Kollaps scheint nun nur noch eine Frage der Zeit.

News zum Ukraine-Krieg: Die russischen Verluste in Zahlen

+++ 05.15 Uhr: Neben dem Einsatzkommando „Ost“ (s. Update v. 04.00 Uhr) hat auch das Kommando „Süd“ militärische Erfolge vermeldet. Die ukrainischen Truppen zerstörten laut eigenen Angaben russische Ausrüstung und töteten Soldaten am Mittwoch (28. September). Einem Lagebericht zufolge fielen 18 russische Streitkräfte. Zudem wurden zwei Panzer, drei Drohnen sowie sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Die Angaben sind nicht auf unabhängige Weise verifizierbar.

Update vom Donnerstag, 29. September, 04.00 Uhr: Die ukrainische Armee hat offenbar vier russische Raketen in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk abgeschossen. Wie das Einsatzkommando „Ost“ laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent erklärte, handelte es sich dabei um „KH-59“-Luft-Boden-Raketen gehandelt habe, welche von „SU-35“-Kampfjets abgefeuert wurden. Das Abwehrsystem habe die Geschosse zerstört, hieß es. Die Informationen sind nicht unabhängig verifizierbar.

+++ 19.20 Uhr: Die Ukraine wehrte nach Angaben des Generalstabs am Mittwoch russische Angriffe auf insgesamt elf Siedlungen ab. Ukrainische Streitkräfte hätten russische Versuche abgewehrt, im Osten der Oblast Donezk in mehrere Dörfer vorzudringen, hieß es.

Zugleich wurde die Befreiung der Siedlung Novoselivka in der Region Donezk gemeldet. Das ukrainische Militär habe das Dorf gemeinsam mit der Luftwaffe befreit, berichtete das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Infolgedessen konnte ein russisches, gepanzertes Fahrzeug sichergestellt werden.

Schwere Verluste für Russland: Militär meldet neue Zahlen

+++ 11.25 Uhr: Aufnahmen einer ukrainischen Drohneneinheit zeigen offenbar Angriffe auf russische Ausrüstung im Osten. Der Twitteraccount Ukraine Weapons Tracker berichtet, dass eine Trägerrakete, mehrere Transportlastwagen, ein Panzer und vier Raketenwerfer dabei zerstört wurden.

+++ 08.30 Uhr: Laut Angaben des Generalstabs des ukrainischen Militärs sind mittlerweile mehr als 58.000 russische Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen.

Update vom Mittwoch, 28. September, 05.45 Uhr: Das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ hat vermeldet, dass am Dienstag Soldaten getötet und Ausrüstung der russischen Armee zerstört worden sei. Wie das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet, sollen 58 Streitkräfte gefallen sein. Zudem wurden demnach ein Panzer, sieben Militärfahrzeuge, eine „Orlan-10“-Drohne und ein „SU-35“-Kampfjet zerstört. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News im Ukraine-Krieg: Verluste für Russland – Ukrainisches Militär mit weiteren Offensivaktionen

+++ 19.00 Uhr: Insgesamt 454 Siedlungen in der Region Charkiw sollen vom ukrainischen Militär befreit worden sein. Dort wurde inzwischen mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Arbeit der Polizei sowie Banken, Geschäfte und Schulen sollen wieder aufgenommen werden.

„Dank der Offensivaktionen des ukrainischen Militärs in der Region wurden 454 Siedlungen befreit. Bis heute haben 14 Polizeidienststellen ihre Arbeit in den befreiten Gebieten wieder aufgenommen, 90 Bildungseinrichtungen wurden eingerichtet“, wurde Kyrylo Timoschenko, stellvertretender Leiter des Präsidialamtes, vom Nachrichtenportal prava.com zitiert.

Auch Mobilfunk sei vielerorts wieder möglich, zudem wurde für die Strom- und Gasversorgung wiederhergestellt. Die Reparatur von Dächern und Fassen sei ebenfalls im Gange, informierte Timoschenko. Den Einwohnerinnen und Einwohnern würden Produkte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Babyprodukte zur Verfügung gestellt.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär zerstört Ausrüstung

+++ 12.55 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben drei iranische Shahed-136-Drohnen zerstört, die von Russland genutzt werden. Die Drohnen haben demnach am Morgen das Oblast Mykolajiw angegriffen. Das ukrainische Militär behauptete zudem, es gewinne mehr Erfahrung bei der Zerstörung von Kamikaze-Drohnen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert in einem Hinterhalt drei Panzer

Update vom Dienstag, 27. September, 09.00 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben drei russische „Tiger“-Panzer angegriffen und ein weiteres Fahrzeug in einem Wald in der Region Donezk niedergebrannt. „Soldaten der Spezialeinheiten der Streitkräfte der Ukraine überfielen den Feind in einem Waldmassiv in der Region Donezk“, heißt es in der Bildunterschrift eines Facebook-Videos. „Während der Operation hat die Kampfgruppe ein russisches Kampffahrzeug verbrannt und die Besatzungen von drei Tigern vollständig zerstört.“

+++ 22.48 Uhr: Laut Angaben der Ukraine hat Russland schwere Verluste erlitten. 260 Flugzeuge und 224 Hubschrauber seien seit Beginn des Krieges zerstört worden. Präsident Selenskyj sagte, dass Putin die Niederlage des Kremls mit der Teilmobilisierung nur hinauszögern könne.

+++ 20.12 Uhr: Außerdem habe Russland 57.200 Soldaten im Verlaufe des Krieges verloren. 4857 gepanzerte Kampffahrzeuge und 1369 Artilleriesysteme seien zerstört worden.

+++ 15.00 Uhr: Ukrainische Truppen haben offenbar im Gebiet Donezk eine Angriffsformation russischer Fahrzeuge zerstört. Zwei Schützenpanzer MT-LB, ein Schützenpanzer BMP-1, ein Panzer und ein Kettenfahrzeug IMR-2 fielen Panzerabwehrminen zum Opfer. Im Internet wurde dazu ein Video verbreitet. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Erstmeldung vom Montag, 26. September: Ukrainische Streitkräfte wollen fünf Munitionsdepots im Süden der Ukraine zerstört haben. Das berichtet The Kyiv Independent. Demnach teilt das ukrainische Einsatzkommando „Süd“ mit, dass ukrainische Streitkräfte am 25. September 43 russische Soldaten getötet und drei Panzer, ein selbstfahrendes Artilleriesystem und neun gepanzerte Fahrzeuge zerstört haben. (red mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Matthew Hatcher/IMAGO-Images

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Russische Artillerie tötet Zivilisten in Cherson
Russische Artillerie tötet Zivilisten in Cherson
Russische Artillerie tötet Zivilisten in Cherson
Heikler Austausch gegen „Händler des Todes“: US-Star Griner kommt aus Russland-Gefängnis frei
Heikler Austausch gegen „Händler des Todes“: US-Star Griner kommt aus Russland-Gefängnis frei
Heikler Austausch gegen „Händler des Todes“: US-Star Griner kommt aus Russland-Gefängnis frei
Putin räumt Angriffe auf ukrainische Infrastruktur ein – „Ja, wir tun es“
Putin räumt Angriffe auf ukrainische Infrastruktur ein – „Ja, wir tun es“
Putin räumt Angriffe auf ukrainische Infrastruktur ein – „Ja, wir tun es“
Nach Mobilisierung russischer Gefängnisinsassen: Rekruten fliehen vor Ukraine-Krieg
Nach Mobilisierung russischer Gefängnisinsassen: Rekruten fliehen vor Ukraine-Krieg
Nach Mobilisierung russischer Gefängnisinsassen: Rekruten fliehen vor Ukraine-Krieg

Kommentare