Hilfslieferung eingetroffen

Donezk unter Beschuss: Wieder Tote

Donezk - Weiterhin keine Besserung im Ukraine-Konflikt: In der Nacht auf Donnerstag wurde die Stadt Donezk erneut unter Beschuss genommen.

Mit schwerer Artillerie hat die ukrainische Armee erneut Stellungen in der Separatistenhochburg Donezk beschossen. Die Granaten trafen am Donnerstag laut Stadtverwaltung auch Wohnhäuser. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor. Ein Geschoss sei im Heimatmuseum von Donezk eingeschlagen und habe mehrere Ausstellungsräume beschädigt, sagte ein Behördensprecher. Die Aufständischen feuerten mit Mörsern und aus großkalibrigen Maschinengewehren zurück auf die Armee. In der Nähe des Fußballstadions Schachtar schlugen mehrere Geschosse ein, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Auch aus der benachbarten Großstadt Lugansk wurden erneut Kämpfe gemeldet.

In Makejewka bei Donezk wurde ein Gefängnis von Granaten getroffen. Vier Häftlinge seien ums Leben gekommen, teilten die Justizbehörden in Kiew mit. Acht weitere Männer wurden verletzt. Aufständische und Armee machten sich gegenseitig für den Beschuss verantwortlich.

In der Westukraine traf eine Hilfslieferung aus Polen ein, wie die prowestliche Führung in Kiew mitteilte. Kleidung, Heizgeräte sowie Schulbedarf für Kinder sei an Flüchtlinge aus dem umkämpften Osten und der von Russland annektierten Halbinsel Krim verteilt worden. In der Kampfzone warten hingegen Zehntausende noch immer auf humanitäre Hilfe. Ein russischer Konvoi steckte wegen Sicherheitsfragen weiter an der Grenze fest.

dpa/AFP

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