News-Ticker

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört Munitionsdepots – 200 Soldaten „verwundet“

Moskau sucht offenbar nach neuen Wegen, um die Verluste bei den Truppen in der Ukraine auszugleichen. Der News-Ticker.

  • Luhansk: Russland muss territoriale Verluste hinnehmen
  • Gegenoffensive: Die Ukraine hat seit Kriegsbeginn rund 63 Prozent der besetzten Gebiete zurückerobert.
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unseren News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

+++ 12.17 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie im neuen Live-Ticker nachlesen.

Update vom Freitag, 16. Dezember, 8.30 Uhr: Ukrainische Truppen haben in der Region Saporischschja offenbar zwei russische Munitionsdepots zerstört. „Der Feind erleidet weiterhin Verluste“, teilte der ukrainische Generalstab des Militärs mit. Zudem seien 200 Soldaten der russischen Armee „verwundet“ worden, hieß es. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Soldaten der Ukraine feuern mit einem Geschütz. (Archivfoto)

+++ 20.50 Uhr: In der von Russland besetzten Stadt Melitopol scheint nach einem aktuellen Bericht des ukrainischen Generalstabs über die Social-Media-Plattform Facebook der Platz in Militärkrankenhäusern und Leichenhallen auszugehen. Demnach brächte das russische Militär seine Toten und Verletzten inzwischen auf die seit 2014 besetzte, knapp 250 Kilometer entfernte Halbinsel Krim.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Zudem berichtet der Generalstab, dass das russische Militär seine Verluste inzwischen damit ausgleichen müsse, dass Offiziere aus der Rente oder Reserve geholt würden und auch Personen, die das Militär auf eigenen Wunsch verlassen hätten, wieder zum Einsatz gebracht würden.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Knapp 96.500 Soldaten verloren

+++ 15.15 Uhr: Der ukrainische Generalstab veröffentlicht jeden Tag neue Zahlen zu den russischen Verlusten im Ukraine-Krieg. Demnach soll Russland seit dem Einmarsch am 24. Februar knapp 96.500 Soldaten verloren haben (s. Update v. 10.15 Uhr). Nun sucht der Kreml laut ukrainischen Angaben nach neuen Möglichkeiten, um die Personalverluste bei den Truppen in der Ukraine auszugleichen.

Im November habe die russische Staatsführung eine Reihe von Gesetzen beschlossen, die erlaubten, auch weitere Bevölkerungsschichten an der Waffe einzuziehen, erklärte Brigadegeneral Olexij Hromow in einer Pressekonferenz am Donnerstag. In diesem Zusammenhang erwähnte Hromow auch eine neue Welle der zwanghaften Mobilmachung in der besetzten Region Luhansk.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland muss territoriale Verluste in Luhansk hinnehmen

+++ 13.27 Uhr: Der Ukraine zufolge hat Russland neue territoriale Verluste in der Region Luhansk hinnehmen müssen. Dies habe der stellvertretende Militärführer in Kiew mitgeteilt, wie das ukrainische Nachrichtenportal Pravda Ukrainska berichtet. Demzufolge seien die Truppen der Ukraine 1,5 Kilometer in der Nähe des Dorfs Dibrowa vorgerückt. Seit der Rückeroberung von Cherson hatte es keine großen Verschiebungen der Front gegeben.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Russland kämpft mit „Durcheinander“

+++ 12.15 Uhr: Durch ukrainische Gegenangriffe wurden seit dem 24. Februar 2022 rund 63 Prozent der von den russischen Angreifern besetzten Gebiete befreit. Jetzt bereiten Artillerie und Spezialeinheiten den Boden für die nächste Großoffensive vor.

„Ich denke, die Ukrainer sind in einer großartigen Position, um weiter voranzukommen“, sagte Mark Voyger, ein ehemaliger Sonderberater für russische und eurasische Angelegenheiten des kommandierenden Generals der US-Armee in Europa, gegenüber Newsweek. Die Russen hingegen befinden sich in einem „Durcheinander“, fügte er hinzu.

Der Kreml, so Voyger, werde wahrscheinlich den Winter damit verbringen, seine Frontlinien „mit militärischen Mitteln, mit diplomatischen Mitteln, durch Angriffe auf die Infrastruktur, durch die Verlegung zusätzlicher Verstärkungen“ zu stabilisieren. Außerdem werde man Kräfte entlang der ukrainisch-weißrussischen Grenze bündeln, um Kiew abzulenken und die dortigen Verteidigungstruppen zu stärken. Aber: „Ich glaube nicht, dass sie Erfolg haben werden“, sagte Voyger.

Russische Verluste: Moskau verliert 590 Soldaten an einem Tag

+++ 10.15 Uhr: Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook mitteilte, seien seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 bis zum gestrigen Tag (14. Dezember 2022) 96.590 russische Soldaten in der Ukraine gestorben. Allein am Vortag sollen mindestens 590 Soldaten getötet worden sein. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

  • Soldaten: 96.590 (+590 zum Vortag)
  • Flugzeuge: 281 (+0)
  • Hubschrauber: 264 (+0)
  • Panzer: 2975 (+5)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5946 (+9)
  • Artilleriesysteme: 1943 (+12)
  • Luftabwehrsysteme: 211 (+0)
  • Mehrfachraketenwerfer: 406 (+2)
  • Autos und andere Fahrzeuge: 4563 (+1)
  • Schiffe: 16 (+0)
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 1644 (+27)

Die offiziellen Angaben zu den Zahlen von russischer Seite liegen deutlich unter den Angaben der ukrainischen Seite.

Weitere Verluste für Russland

+++ 9.20 Uhr: Laut dem aktuellen Bericht der ukrainischen Militärführung hat Russland im Ukraine-Krieg weitere Verluste hinnehmen müssen. So sollen die Luftstreitkräfte der Ukraine am vergangenen Tag 18 Angriffe auf russische Stellungen durchgeführt haben. Mit Raketen und Artillerie seien außerdem elf weitere Positionen getroffen worden, darunter zwei Kontrollpunkte der russischen Armee.

Update vom Donnerstag, 15. Dezember, 8.06 Uhr: Das Institute for the Study of War aus den USA schreibt Wladimir Putin einen Verlust in der Fähigkeit zu, den Informationsraum in Russland zu kontrollieren. Als Hintergrund nennt die neokonservative Denkfabrik Berichte darüber, dass der Präsident seine jährliche Staatsrede erneut ausfallen lassen will. Bereits im vergangenen Jahr hatte Putin die Rede ausgesetzt, nachdem Russland im Ukraine-Krieg schwere Verluste hingenommen hatte. Die US-Denkfabrik schlussfolgert, dass der Rückzug aus Kiew Putins Pläne vereitelt hatte, während der Versammlung einen Sieg in der Ukraine zu verkünden.

Russische Verluste: 13 Drohnen abgeschossen – Ukraine baut Luftverteidigung aus

+++ 21.55 Uhr: 13 russische Drohnen wurden am Mittwochmorgen über Kiew abgeschossen, berichtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. „Das bedeutet 13 verschonte Infrastruktur-Objekte, das sind gerettete Leben.“ Die neuen russischen Drohnenangriffe sind Grund für das Staatsoberhaupt, auf modernere und effektivere Flugabwehrsysteme aus dem Westen zu setzen.

Die Ukraine baue ihre Luftverteidigung weiter aus. „Und wir tun alles, um mehr moderne und effektivere Systeme für die Ukraine zu bekommen“, so Selenskyj. Ohne Details zu nennen, sagte der Präsident, dass an Vereinbarungen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes gearbeitet werde.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Umspannwerk in Berdjansk gesprengt

+++ 18.00 Uhr: Die Ukraine hat nach russischen Angaben ein Umspannwerk in Berdjansk gesprengt. Die Stadt wird von russischen Truppen besetzt und liegt im Süden der Oblast Saporischschja am Ufer des Asowschen Meeres. 10.000 Menschen seien ohne Strom, berichtete Alexander Saulenko, der von Russland ernannte Gouverneur der Stadt.

Ukrainische „Saboteure“ hätte am Dienstagabend (13. Dezember) einen Sprengsatz am Werk platziert und gezündet, sagte Saulenko nach Angaben von CNN. Kiew äußerte sich bislang nicht dazu. Dem US-Sender zufolge haben die ukrainischen Angriffe in der besetzten Region Saporischschja zugenommen. Auch das US-amerikanische Institute for the Study of War informierte über vermehrte Angriffe auf russische Militäreinrichtungen in der Nähe von Melitopol.

Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainische Armee zerstört wichtige Versorgungsbrücke

+++ 15.02 Uhr: Die Ukraine hat eine wichtige Versorgungsbrücke im russisch besetzten Gebiet zerstört. Die Brücke über den Fluss Molotschna nahe der Stadt Melitopol wurde in der Nacht angegriffen, wie die englische Zeitung Guardian berichtet. Zwei Stützen seien beschädigt und die Brücke teilweise zerstört worden. Berichten zufolge sei die Brücke so für schwere Militärfahrzeuge unpassierbar.

Der Beschuss der Versorgungslinie könnte Teil der aktuellen Strategie der ukrainischen Armee der letzten Zeit sein. Ben Hodges, Generalleutnant a.D. der US-Streitkräfte, geht davon aus, dass der Beschuss russischer Hauptquartiere und Logistik als Vorbereitung großer Offensiven im Süden des Landes dient. Melitopol gilt als strategisch wichtiges Ziel in der Oblast Saporischschja.

Russland schickt nach hohen Verlusten im Ukraine-Krieg Schauspieler an die Front

+++ 12.58 Uhr: Russlands Verteidigungsministerium hat im Ukraine-Krieg die Bildung zweier „kreativer Brigaden“ angekündigt. Die Einheiten würden aus Schauspielern und Musikern bestehen, die die Truppen an der Front „moralisch und psychologisch zu unterstützen“ sollen. Das meldete die kreml-nahe Nachrichtenagentur RBK. Laut Informationen des Nachrichtenportals Ukrainska Pravda sollen auch Angestellte der Neuen Oper aus Moskau Teil der Einheit sein.

+++ 10.35 Uhr: Nach Explosionen am Mittwochmorgen (14. Dezember) im Zentrum von Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Abschuss aller angreifenden Drohnen verkündet. „Nach vorläufigen Informationen wurden alle 13 Drohnen von unserem Luftabwehrsystem abgeschossen“, sagte der ukrainische Präsident in einer Videobotschaft. Bei den russischen Angriffen mit iranischen Drohnen gab es nach ukrainischen Angaben keine Verletzten oder Toten.

Hohe Verluste im Ukraine-Krieg: 740 russische Soldaten sterben an einem Tag

Wie die Militärverwaltung von Kiew mitteilte, beschädigten die Trümmerteile von Drohnen ein Verwaltungsgebäude im zentral gelegenen Stadtteil Schewtschenkiwskyj. AFP-Journalisten vor Ort berichteten von einem teilweise abgerissenem Dach. Auch vier Wohngebäude wurden demnach leicht beschädigt.

Verluste für Russland: Ukraine wehrt weitere Angriffe ab

+++ 8.25 Uhr: Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mitteilt, haben ukrainische Soldaten russische Angriffe in der Nähe von 14 Siedlungen in den Oblasten Charkiw, Luhansk und Donezk abgewehrt. Das ukrainische Militär traf auch zwei russische Kontrollpunkte und vier russische Lager mit militärischer Ausrüstung.

Erstmeldung vom 8. Dezember: Kiew – In den vergangenen Wochen hat die russische Armee im Ukraine-Krieg keine größeren Gebietsgewinne gemeldet. Stattdessen verzeichnet Russland immer wieder herbe Verluste. Gleichzeitig bereiten sich die Streitkräfte der Ukraine auf eine Gegenoffensive vor.

Als Reaktion auf den nächtlichen Beschuss von Mittwoch auf Donnerstag planen die ukrainischen Verteidiger eine Reihe von Gegenmaßnahmen. Russland soll nach ukrainischen Angaben die Stadt Mykolajiw im Süden des Landes beschossen haben, berichtete Ukrinform.

Verluste für Russland: Ukrainische Armee wehrt Luftangriffe ab

Die Angreifer „haben Mykolajiw erneut angegriffen“, teilte Vitalii Kim, Gouverneur der gleichnamigen Oblast, über Telegram mit. „Es gab fast einen Monat lang keinen Beschuss“, hieß es weiter. Die Stadt soll von mehreren S-300-Raketen getroffen worden sein.

In anderen Regionen konnte Kiew am Mittwoch (8. Dezember) mehrere russische Angriffe abwehren. Russland soll sieben Raketen- und 16 Luftangriffe sowie 40 Beschüsse mit Mehrfachraketenwerfern verübt haben, hieß es nach Angaben des ukrainischen Generalstabs – allerdings ohne Erfolg. Die Angriffe in den Regionen Charkiw, Luhansk und Donezk konnten abgewehrt werden. (red mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Libkos/dpa

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