News-Ticker

Selenskyj mit flehendem Appell an Bürger – 52.000 Kinder in Gefahr

Die ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes läuft. Präsident Selenskyj appelliert eindringlich an Bürger des Gebiets Donezk. News-Ticker zum militärischen Geschehen im Ukraine-Krieg.

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.++++++

Update vom 31. Juli, 6.40 Uhr: Die schweren Angriffe der russischen Armee auf den Osten der Ukraine halten an. Präsident Selenskyj hat nun die Menschen zum Verlassen des Gebiets Donezk aufgerufen. „Im Donbass sind Hunderttausende Menschen, Zehntausende Kinder, viele lehnen es ab, zu gehen“, so der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache am Samstag, 30. Juli. Eindringlich appellierte er an die Bewohner des Donbass, diese Entscheidung zu treffen. „Glauben Sie mir“, so Selenskyj in flehendem Ton. „Je mehr Menschen aus dem Donezker Gebiet gehen, desto weniger Leute kann die russische Armee töten.“

Ukraine-Krieg: Selenskyj appelliert zum Verlassen des Gebiets Dinezk

Zuvor hatte die ukrainische Regierung eine verpflichtende Evakuierung angeordnet mit der Begründung, dass die Bürger sich vor Beginn der Heizsaison rechtzeitig in Sicherheit bringen müssten, da die Gasleitungen durch den Krieg im Gebiet Donezk zerstört seien. Selenskyj betonte nun, dass alles organisiert werde für die Flucht der Menschen aus den von der Ukraine noch kontrollierten Gebieten.

Der ukrainische Präsident Selenskyj fleht die Bürger aus dem Gebiet Donezk an zu fliehen.

Der Präsident beklagte: Viele Bürger seien noch immer nicht einsichtig. „Brechen Sie auf, wir helfen“, appellierte er. „Wir sind nicht Russland – eben weil für uns jedes Leben wichtig ist.“ Nach Angaben der ukrainischen Regierung sind 52.000 Kinder in der Region, die dringend in Sicherheit gebracht werden müssten.

Derweil können Zivilisten sich mit Spenden am Ukraine-Krieg beteiligen: „Wohltätige“ Organisationen sammeln Geld, um an Russland gerichtete Geschosse zu präparieren.

Update vom 30. Juli, 16 Uhr: Die russische Armee hat nach ukrainischen Angaben im Süden und Osten der Ukraine mehrere Städte unter heftigen Beschuss genommen. Im südlichen Mykolajiw wurden nach Angaben von Bürgermeister Oleksander Senkewitsch in der Nacht auf Samstag beim Beschuss zweier Wohngebiete durch Raketen ein Zivilist getötet und sechs weitere verletzt. In der im Osten gelegenen zweitgrößten Stadt des Landes Charkiw wurde ukrainischen Angaben zufolge eine Schule zerstört.

In der nordöstlichen Großstadt Charkiw gingen nach Angaben örtlicher Behörden am frühen Samstagmorgen drei S-300-Raketen auf einer Schule nieder. Die Feuerwehr löschte laut Bürgermeister Igor Terechow den durch den Raketenbeschuss entstandenen Brand. Zu möglichen Toten oder Verletzten machte er zunächst keine Angaben. Laut dem Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Sinegubow, schlugen in der Nacht zum Samstag insgesamt mindestens fünf Raketen in der Stadt ein.

In der von Russland besetzten südlichen Region Cherson beschossen ukrainische Kräfte nach Angaben des Präsidentschaftsbüros in Kiew Lager und Stellungen des russischen Militärs unter anderem in den Ortschaften Tschornobajiwka, Nowa Kachowka und Bryliwka. Die ukrainische Armee hatte rund um Cherson zuletzt eine Gegenoffensive gestartet.

Ukraine-News: Gefängnis in Donezk beschossen - Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig Angriff vor

Update vom 30. Juli, 14 Uhr: Gegenseitige Vorwürfe zwischen Moskau und Kiew hinsichtlich des Angriffs auf ein Gefängnis im Osten der Ukraine dauern an. Einen Tag nach dem Angriff auf das Lager mit ukrainischen Kriegsgefangenen hat Russlands Verteidigungsministerium eine Liste mit Namen von 50 Toten und 73 Verletzten veröffentlicht. Bei dem Angriff mit einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars sei der Großteil der 193 Kriegsgefangenen in Oleniwka im Gebiet Donezk getötet oder verletzt worden, teilte das Ministerium mit. Zuvor war von mehr als 50 Toten die Rede.

Während Russland das ukrainische Militär dafür verantwortlich macht, betont Kiew, dass das Kriegsverbrechen auf das Konto Moskaus gehe. Die Vorwürfe und Angaben der beiden Kriegsparteien konnten bislang nicht von unabhängiger Seite überprüft werden. Mit Stand Samstagmorgen seien 48 ukrainische Gefangene tot geborgen worden, zwei weitere seien auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, hieß es von Moskau. Den Verletzten werde medizinische Hilfe zuteil.

Ukraine-News: Briten liefern neue Einschätzung - Russland arbeitet wohl an Sicherstellung des Nachschubs

Update vom 30. Juli, 10 Uhr: Mit Pontonbrücken und einem Fährensystem versuchen russische Kräfte nahe der südukrainischen Stadt Cherson nach britischen Angaben, ihren Nachschub sicherzustellen. Damit solle ausgeglichen werden, dass nahe gelegene und strategisch wichtige Brücken seit ukrainischen Raketenangriffen unpassierbar seien, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit.

Wegen der Brückenschäden drohten die russischen Truppen in Cherson, vom Nachschub abgeschnitten zu werden, hatte es am Vortag aus London geheißen. Zur Lage in der Ostukraine teilte das britische Ministerium mit, dass ukrainische Truppen offensichtlich erfolgreich kleinere Vorstöße russischer Kräfte entlang der Front nahe der Stadt Donezk abgewehrt hätten.

Russische Angriffe in der Ostukraine - ukrainische Truppen leisten Widerstand und wehren ab

Update vom 30. Juli, 8.30 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben offenbar russische Angriffe in mehrere Richtungen abgewehrt. Das berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Independent am Samstagmorgen und bezieht sich dabei auf Angaben des Generalstabs der Ukraine. Demnach habe das ukrainische Militär russische Angriffe auf die Städte Slowjansk, Bachmut, Awdijiwka und Novopavlivka in Donezk im Osten der Ukraine zurückgeschlagen. Die Art der Angriffe der russischen Streitkräfte sei unverändert, hieß es weiter, da sie weiterhin zivile und militärische Objekte mit Luft- und Raketenangriffen angreifen würden.

Am Samstagmorgen teilte der ukrainische Generalstab zudem mit, dass seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar insgesamt 40.670 russische Soldaten getötet und 1.759 Panzer, 3.995 gepanzerte Fahrzeuge, 906 Artilleriesysteme und 117 Flugabwehrsysteme von ukrainischen Streitkräften ausgeschaltet wurden. Diese Angaben konnten nicht unabhängig verifiziert werden. Zu den Verlusten auf ukrainischer Seite machte der Generalstab indes keine Angaben.

Ukraine-News: Nordmazedonien überlässt der Ukraine mehrere Kampfpanzer aus sowjetischer Produktion

Update vom 29. Juli, 19.40 Uhr: Das Balkanland Nordmazedonien überlässt der Ukraine mehrere Kampfpanzer aus sowjetischer Produktion. Das jüngste Nato-Mitgliedsland plane, seine Streitkräfte zu modernisieren und ihre Ausrüstung den Standards der Allianz anzupassen, teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Skopje mit. Aus diesem Grunde gebe man an die Ukraine eine nicht näher genannte Anzahl von Kampfpanzern ab. Nordmazedonien hätte sie ansonsten ausrangiert, die von Russland angegriffene Ukraine habe aber dafür Bedarf, hieß es in der Stellungnahme.

Ukraine-News: Kiew weist Anschuldigungen über Gefängnisbeschuss zurück

Update vom 29. Juli, 13.39 Uhr: Das ukrainische Militär hat russische Anschuldigungen, ein Gefängnis bei Donezk angegriffen zu haben, von sich gewiesen. Kiew beschuldigte wiederum die russische Seite, „gezielte Raketenangriffe auf ein Gefängnis“ in dem sich auch ukrainische Insassen befanden, durchgeführt zu haben. Laut dem US-amerikanischen Fernsehsender CNN teilte das ukrainische Militär weiter mit: „Die angeblichen Raketenangriffe auf zivile Infrastruktur und auf die Bevölkerung durch ukrainische Einheiten sind schlicht Lügen und Provokationen. Die Verantwortung trägt Russland.“

Ukraine-News: Tote bei Angriffen auf eine Bushaltestelle in der Südukraine

Update vom 29. Juli, 11.28 Uhr: Russischer Beschuss im Süden der Ukraine hat nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschenleben gefordert. In der Region Mykolajiw seien Menschen nahe einer Bushaltestelle getroffen worden, teilte der Gouverneur Vitaly Kim auf Telegram mit. Sieben Menschen seien verletzt worden. In der Stadt nahe dem Schwarzen Meer lebten vor dem Krieg etwa 500.000 Menschen. Kim warf der russischen Armee vor, die Stadt „am hellichten Tag zu bombardieren, wenn die Menschen ihren Besorgungen nachgehen“.

Ukraine-News: Ukrainische Raketen haben angeblich eigene Kriegsgefangene getroffen

Update vom 29. Juli, 10.26 Uhr: Nach Angaben der prorussischen Separatisten im Gebiet Donezk sind mindestens 40 ukrainische Kriegsgefangene durch Artilleriefeuer der Kiewer Truppen ums Leben gekommen. 130 seien angeblich verletzt worden. „Volltreffer in einer Baracke mit Kriegsgefangenen“, teilte am Freitag ein Vertreter der Separatistenführung in Donezk der Agentur Interfax zufolge mit. Aus Kiew gibt es keine Bestätigung für den Beschuss. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.

Der Separatistenvertreter warnte, dass sich die Opferzahlen noch erhöhen könnten. Unter den Trümmern werde noch nach weiteren Menschen gesucht. Seinen Angaben nach wurde die Haftanstalt Oleniwka, in der die moskautreuen Truppen ukrainische Kriegsgefangene halten, durch Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars beschossen.

Ukraine-News: Söldner-Guppe Wagner operiert angeblich als reguläre Einheit

Update vom 29. Juli, 9.37 Uhr: Russische Söldner der sogenannten Wagner-Gruppe kämpfen in der Ukraine nach Einschätzung Großbritanniens in enger Abstimmung mit regulären russischen Einheiten. Den Kämpfern sei vermutlich die Verantwortung für eigene Frontabschnitte übergeben worden, wie sie sonst normale Armeeeinheiten übernehmen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit.

„Dies stellt eine bedeutende Änderung im Vergleich zu vorherigen Einsätzen der Gruppe seit 2015 dar, bei denen sie typischerweise Missionen durchführte, die sich von offenen, großangelegten regulären russischen Militäraktivitäten unterschieden“, hieß es. Die Rolle habe sich vermutlich deshalb verändert, weil die russischen Streitkräfte einen eklatanten Mangel an Infanterieeinheiten auszugleichen versuchten, hieß es vom Verteidigungsministerium in London. Allerdings sei es den Angaben zufolge „höchst unwahrscheinlich“, dass die Wagner-Kräfte ausreichten, um den Verlauf des Krieges wesentlich zu verändern.

Das Logo des russischen paramilitärischen Organisation Wagner Gruppe.

Wolodymyr Selenskyj: Russland solle als „staatlicher Sponsor des Terrorismus“ gebrandmarkt werden

Update vom 29. Juli, 6.22 Uhr: Klare Forderung vom ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj: Er möchte, dass die internationale Gemeinschaft Russland klar als staatlichen Unterstützer von Terrorismus anprangert. Niemand auf der Welt investiere mehr in Terrorismus als die Führung in Moskau, sagte er in einer Videobotschaft in der Nacht zu Freitag, 29. Juli. Aus diesem Grund solle Russland als „staatlicher Sponsor des Terrorismus“ anerkannt werden.

Eine entsprechende Resolution haben in den USA mehrere Senatoren bereits auf den Weg gebracht. Die Entscheidung darüber liegt aber beim US-Außenministerium, das auch die offizielle Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten führt. Diese umfasst derzeit die Länder Syrien, Iran, Kuba und Nordkorea, die von den USA mit strikten Sanktionen belegt worden sind.

Selenskyj zufolge setzten die russischen Streitkräfte auch am Donnerstag, 28. Juli, „eine Reihe strategisch sinnloser und brutaler Angriffe“ auf den Donbass im Osten der Ukraine fort. Ukrainische Quellen berichteten von mehreren getöteten Zivilisten in verschiedenen Teilen des Landes. Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich in der Regel kaum unabhängig überprüfen. Seit inzwischen mehr als fünf Monaten erwehrt sich die Ukraine einer russischen Invasion.

Präsident Selenskyj sieht Russland als „staatlichen Sponsor des Terrorismus“. Auch international möchte er das so eingestuft.

Update vom 28. Juli, 20.25 Uhr: Russische Angriffe haben in der Ukraine laut Medienberichten mehrere Menschenleben gefordert. Die Online-Zeitung Ukrajinska Prawda berichtet von mindestens 15 Verletzten bei weiteren Raketenangriffen in der Region Kiew. Auch Zivilisten seien betroffen. Bei dem Angriff auf die zentralukrainische Stadt Kropywnyzskyj, wo fünf Todesopfer zu beklagen sind, (siehe auch Update von 16.35 Uhr) ist die Zahl der Verletzten derweil auf 26 gestiegen, wie ukrainische Medien unter Berufung auf den Leiter der dortigen Militäradministration, Andrij Rajkowitsch, berichten.

In der Region Donezk wurden laut Medienberichten mindestens vier Menschen durch russischen Beschuss getötet. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs nähern sich die Kämpfe zwischen den Truppen Kiews und Moskaus im östlichen Kriegsgebiet Donezk weiter den Städten Bachmut und Soledar. Bei Werschyna, südöstlich von Bachmut, habe der Gegner Teilerfolge erzielt, teilte der ukrainische Generalstab mit. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Update vom 28. Juli, 16.35 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Kropywnyzskyj im Zentrum der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Bei dem Angriff seien zudem 25 Menschen verletzt worden, unter ihnen zwölf Soldaten, berichtete der Regionalgouverneur Andrij Raikowitsch in einem auf Telegram veröffentlichten Video.

Die Angriffe hätten zwei Lagerhallen eines Flughafens getroffen. Dabei seien mehrere Flugzeuge und Gebäude zerstört worden. Die Stadt war bereits am Samstag Ziel russischer Angriffe gewesen. Dabei waren drei Menschen getötet worden, unter ihnen ein Soldat. Die Angriffe trafen die Eisenbahn und einen Militärflughafen.

Ex-US-Kommandeur erwartet Wende im Krieg - „Situation ändert sich zugunsten der Ukraine“

Update vom 28. Juli, 15.25 Uhr: Der ehemalige Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, sieht eine Wende der Situation im Ukraine-Krieg zugunsten der ukrainischen Truppen. „Die Situation ändert sich bereits deutlich zugunsten der Ukraine“, sagte er gegenüber der ukrainischen Nachrichtenagentur RBC-Ukraine. Unter der Voraussetzung, dass Waffenlieferungen andauern, erwartet Hodges große ukrainische Erfolge bis zum Winter: „Ich glaube, wenn der Westen/die USA weiterhin schneller alles liefern, was versprochen wurde, dann werden die ukrainischen Streitkräfte in der Lage sein, die russischen Truppen bis Ende dieses Jahres auf die Linie vom 23. Februar zurückzudrängen.“

Laut Hodges sind russische Truppen, aber besonders das russische Logistiksystem „erschöpft“. Die Ukraine müsse den Druck weiter aufrechterhalten. Für die ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes und die Rückeroberung von Cherson machte er ebenfalls Hoffnung. Auch hier unterstrich er aber, dass Waffenlieferungen andauern müssten. Eine neue russische Offensive von Belarus aus hält Hodges für „sehr unwahrscheinlich“. Aktuell habe Russland weder die nötige Logistik, noch Truppen dafür. Außerdem werde der Westen dies schon lange vor dem Beginn des Angriffs realisieren.

Eine Art Abgesang auf die russischen Pläne und Kreml-Chef Wladimir Putin gab es zuletzt auch von einem Militär-Experten und einem Historiker.

Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow hat sich zum Stand der Turbine für Nord Stream 1 geäußert.

Ukraine-News: Russische „Fake“-Vorwürfe an die USA wegen Behauptungen zu russischen Verlusten

Update vom 28. Juli, 15.10 Uhr: Der Kreml in Moskau hat die in den USA genannten Zahlen zu russischen Toten und Verletzten in dem Angriffskrieg auf die Ukraine als „Fake“ bezeichnet. „Das sind ja keine Angaben der US-Administration, sondern Veröffentlichungen in Zeitungen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

„In unserer Zeit scheuen sich nicht einmal die solidesten Zeitungen davor, alle möglichen Fakes zu verbreiten. Das ist leider eine Praxis, die wir immer häufiger erleben“, so Peskow. Er reagierte damit nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax auf einen Bericht der New York Times zur hohen Zahl von Verlusten Russlands in dem Krieg. „Wir wurden darüber informiert, dass mehr als 75.000 Russen entweder getötet oder verletzt wurden, was enorm ist“, zitierte der Sender CNN die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin, die zuvor an einem geheimen Briefing der US-Regierung teilgenommen hatte.

Ukraine-News: Konzern von Erdogans Schwiegersohn spendet der Ukraine erneut Drohne

Update vom 28. Juli, 13.45 Uhr: Der türkische Rüstungskonzern „Baykar“ will der Ukraine erneut eine bewaffnete Bayraktar-TB2-Drohne spenden. Das ukrainische Militär hat besonders zu Beginn des Ukraine-Krieges die Drohne gegen russische Bodeneinheiten eingesetzt. Der polnische Journalist Slawomir Sierakovskiy startete nach dem Vorbild Litauens eine Crowdfunding-Kampagne, um Kiew mit einer weiteren TB2 zu versorgen. Bei der Kampagne kamen rund fünf Millionen Dollar für den Kauf einer Drohne zusammen.

Sierakovskiy teilte nun auf Facebook mit, „Baykar“ wolle die Drohne spenden. Das gesammelte Geld soll stattdessen in Hilfsorganisationen fließen und für anderweitige Bedürfnisse der ukrainischen Bevölkerung genutzt werden. Der polnische Journalist veröffentlichte dazu einen Brief, den er von „Baykar“ bekommen habe. Darin heißt es: „Wir werden die ukrainische Bevölkerung mit einer Bayraktar TB2 versorgen, damit sie ihr Heimatland besser schützen können.“ Zuvor hatte „Baykar“ nach Crowdfunding-Kampagnen in Litauen und der Ukraine insgesamt vier Drohnen gespendet.

Ukraine-News: Russische Truppen greifen Kiew-Region an - offenbar ukrainische Verluste in Tschernihiw

Update vom 28. Juli, 12.00 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat Russland eine ukrainische Militäreinheit in Ljustisch nördlich von Kiew mit Kalibr-Marschflugkörpern ins Visier genommen. Dabei seien ein Gebäude zerstört und zwei weitere beschädigt worden, zitierte die Staatsagentur Ukrinform den militärischen Beamten Oleksiy Gromow. Ein Marschflugkörper sei in der Luft abgeschossen worden. Beim russischen Raketenangriff auf die Region Tschernihiw gebe es Verluste im ukrainischen Militär, erklärte Gromow.

Ukraine-News: Kämpfe nähern sich Bachmut und Soledar - offenbar russische Teilerfolge

Update vom 28. Juli, 11.45 Uhr: Im Kriegsgebiet Donezk im Osten der Ukraine nähern sich die Kämpfe zwischen den Truppen Kiews und Moskau weiter den Städten Bachmut und Soledar. Bei Werschyna, etwa zehn Kilometer südöstlich von Bachmut, habe der Gegner Teilerfolge erzielt, teilte der ukrainische Generalstab bei Facebook mit. Andere Angriffe im Raum Bachmut und auch beim benachbarten Soledar seien hingegen abgewehrt worden.

Auch nördlich von Slowjansk seien russische Attacken gescheitert. Im Donezker und im angrenzenden Gebiet Charkiw seien erneut ukrainische Stellungen in mehreren Dutzend Orten durch Artillerie beschossen worden. Zudem habe es mehrere Luftangriffe gegeben. Im Gebiet Cherson gibt es demnach Positionskämpfe, und russische Truppen seien zu Gegenangriffen an der Grenze zum Gebiet Dnipropetrowsk übergegangen.

Ukraine-News: Ukraine meldet neue Zahlen zu russischen Verlusten - etwa 40.230 Soldaten

Update vom 28. Juli, 10.05 Uhr: Der ukrainische Generalstab meldet auf seiner Facebook-Seite neue Zahlen zu Verlusten des russischen Militärs. Die Angaben lassen sich jedoch nicht unabhängig bestätigen.

  • Soldaten: 40.230
  • Panzer: 1.742
  • Gepanzerte Fahrzeuge: 3.979
  • Artillerie: 894
  • Mehrfachraketenwerfer: 258
  • Luftverteidigungssysteme: 117
  • Flugzeuge: 222
  • Helikopter: 190
  • Drohnen: 729
  • Marschflugkörper: 174
  • Schiffe: 15

Ukraine-News: Russland setzt Angriffe fort - Mikolajiw und Tschernihiw-Region getroffen

Update vom 28. Juli, 9.50 Uhr: Die südukrainische Stadt Mikolajiw wurde offenbar Opfer eines russischen Raketenangriffs. Nach Angaben des Bürgermeisters Oleksandr Sjenkewitsch nahmen die Angreifer dabei Bildungseinrichtungen sowie zivile Wohngebiete ins Visier. „Russische Terroristen beschießen zynisch die zivile Infrastruktur von Mikolajiw“, zitierte die britische Zeitung The Guardian den Bürgermeister.

Auch in der Region Tschernihiw kam es nach dem Einschlag von Raketen zu Explosionen. Dabei seien die Geschosse von Belarus aus abgefeuert worden, meldete das ukrainische Militär auf Facebook unter Berufung auf Informationen von belarussischen Quellen. Neun von 20 abgefeuerten Raketen seien eingeschlagen, hieß es. Oleg Sinegubov, der militärische Gouverneur von Charkiw, meldete auf Telegram ebenfalls Angriffe auf die Region. Ersten Informationen zufolge gab es keine Opfer. Aufnahmen in sozialen Medien zeigen das Ausmaß der Zerstörung durch die Raketenangriffe. Die Authentizität der Berichte und Fotos ließ sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Russische Verluste in der Ukraine - 75.000 Soldaten außer Gefecht laut USA

Update vom 28. Juli, 9.40 Uhr: Im Krieg gegen die Ukraine sind auf russischer Seite nach Schätzungen aus den USA mehr als 75.000 Menschen getötet oder verwundet worden. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses. „Wir wurden darüber informiert, dass mehr als 75.000 Russen entweder getötet oder verletzt wurden, was enorm ist“, zitierte der Sender die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin, die zuvor an einem geheimen Briefing der US-Regierung teilgenommen hatte. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hatte zuletzt geschätzt, dass auf russischer Seite bereits 15.000 Menschen ums Leben gekommen seien. Aktuelle Angaben der offiziellen Stellen in Russland zu Totenzahlen gibt es nicht.

Ukrainische Gegenoffensive im Süden - Attacke der ukrainischen Armee nimmt laut London Fahrt auf

Update vom 28. Juli, 8.55 Uhr: Die Gegenoffensive der Ukraine im Süden des Landes scheint an Momentum zu gewinnen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten mit Artilleriebeschuss mindestens drei Brücken entlang des Dnipro beschädigt und so die Versorgungs- und Nachschub-Linien der russischen Truppen in Gefahr gebracht, teilt das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mit.

Russlands 49. Armee westlich des Dnipro wirke damit äußerst verwundbar. Auch die Großstadt Cherson sei weitestgehend von den restlichen besetzten Gebieten abgeschnitten. Die Rückeroberung Chersons als strategisch wichtigen Hafenstadt gilt als erklärtes Ziel der ukrainischen Gegenoffensive und könnte als Niederlage mit großer Symbolwirkung für Russland gewertet werden.

Ukraine-News: Raketenangriff auf die Region Kiew - Infrastruktur als Ziel

Update vom 28. Juli, 6.40 Uhr: Russische Streitkräfte haben am Donnerstagmorgen offenbar weitere Raketenangriffe auf die Region um die ukrainische Hauptstadt Kiew ausgeführt. Das berichtet das Portal Kyiv Independent mit Verweis auf den Gouverneur der Region Kiew. Ziel des Angriffs soll demnach Infrastruktur in Wyschhorod gewesen sein. Die Stadt liegt etwa 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kiew. Informationen über Verletzte gebe es aktuell noch nicht. Die Rettungskräfte befinden sich aktuell im Einsatz. Die Informationen lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russland zieht Truppen offenbar in der Region Cherson zusammen - Ukraine-News

Update vom 27. Juli, 22.01 Uhr: Russland zieht seine Truppen offenbar vermehrt in der Region Cherson zusammen. Das sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Oleksij Danilow, wie die ukrainische Zeitung Kyiv Independent am Mittwoch berichtete.

Der Oblast Cherson ist seit Anfang März größtenteils von Russland besetzt. Nun habe eine sehr starke Bewegung von Russlands Truppen in Richtung Cherson begonnen, teilte Oleksij Danilow laut Kyiv Independent am Mittwoch mit. „Sie ziehen zusätzliche Streitkräfte ab.“ Der Politiker erklärte jedoch, die ukrainischen Streitkräfte seien entschlossen, die Gegenoffensive zur Befreiung des Südens der Ukraine fortzusetzen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die ukrainische Armee am Mittwoch eine strategisch wichtige Brücke in Cherson bombardiert hatte, die der russischen Armee als Nachschubroute diente.

Soldaten vor einem zerstörten Schulgebäude im Dorf Oleksandrivka in der Region Cherson. Die Ukraine berichtet von russischen Truppenbewegungen in Richtung Cherson (Archivbild, 23. Juli 22).

Russischer Angriff auf Wohnhaus und Hotel in Bachmut fordert Tote im Ukraine-Krieg

Update vom 27. Juli, 15.36 Uhr: Am Dienstag haben russische Streitkräfte offenbar ein Hotel und ein Wohnhaus in der Stadt Bachmut im Oblast Donezk angegriffen. Das berichtet die Zeitung Kyiv Independent am Dienstagnachmittag und beruft sich dabei auf den staatlichen Notfalldienst. Demnach seien mindestens zwei Menschen bei dem Angriff gestorben und es habe vier Verletzte gegeben. Die Angaben konnten nicht unabhängig verifiziert werden.

Ukraine-News: Bundesregierung kündigt Lieferung des Flugabwehrsystems Iris-T noch vor Jahresende an

Die deutsche Bundesregierung bekräftigte indes am Mittwoch, dass das zugesagte Flugabwehrsystem Iris-T noch in diesem Jahr an die Ukraine geliefert wird. „Wir gehen davon aus, dass das System bis Ende des Jahres in der Ukraine sein kann“, versicherte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin.

Das ukrainische Militär startet offenbar Gegenoffensive im besetzten Cherson

Update vom 27. Juli, 12.03 Uhr: Gegenoffensive im besetzten Cherson (Südukraine): Das ukrainische Militär hat eine strategisch wichtige Brücke bombardiert. Als Beleg veröffentlichte es ein entsprechendes Video.

Kirill Stremussow, von Russland eingesetzter Vize-Leiter der Chersoner Regionalverwaltung, bestätigte den Angriff. Die Attacke werde den Ausgang der Kämpfe aber „in keiner Weise“ beeinflussen, sagte er in einer Videobotschaft.

Die russische Armee hatte die Antoniwka-Brücke als wichtige Nachschubroute nach Cherson genutzt. „Die Besatzer sollten lernen, wie man über den Fluss Dnipro schwimmt“, twitterte der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak zu den jüngsten Entwicklungen.

Aufnahme vom 19. Juli: der Hafen von Cherson, Hauptstadt der Region Cherson

Ukraine-News: Wagner-Gruppe soll Kraftwerk in Ostukraine ins Visier nehmen

Update vom 27. Juli, 11.41 Uhr: Söldnern der moskautreuen „Wagner-Gruppe“ sind vermutlich „taktische Fortschritte“ rund um das Kraftwerk Wuhlehirsk im Donbass gelungen. Das berichtete das britische Verteidigungsministerium in seinem regelmäßigen Ukraine-Krieg-Update.

Die Wagner-Gruppe ist nach offiziell unbestätigten Berichten mit der Regierung um Kremlchef Putin verstrickt. Sie soll auch schon in Syrien, der Zentralafrikanischen Republik und auch früher in der Ukraine gekämpft haben.

Generalstab im Ukraine-Krieg: Putin-Truppen schießen offenbar eigenen Helikopter ab

Update vom 27. Juli, 9.51 Uhr: „Eigentor“ für die russischen Truppen: Sie haben aus Versehen einen ihrer eigenen Helikopter abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich laut dem ukrainischen Generalstab in der Region Cherson. Das berichtet der Kyiv Independent. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Das russische Militär hat im Ukraine-Krieg angeblich einen ihrer eigenen Helikopter abgeschossen (Symbolbild).

Ukraine meldet Gebietsgewinne: Ortschaft angeblich „von russischen Okkupationstruppen gesäubert“

Update vom 27. Juli, 8.23 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Gebietserfolge in der Region Cherson erzielen können. Den Truppen sei es gelungen, die Ortschaften Andrijwka und Losowe zurückzuerobern. „Andrijiwka ist befreit und endgültig von den russischen Okkupationstruppen gesäubert“, sagte ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte am Dienstagabend. Die Eroberungen sind Teil der ukrainischen Gegenoffensive im Süden des Landes. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Das erklärte Ziel Kiews ist es, strategisch wichtige Punkte entlang des Schwarzen Meers zurückzuerobern.

Russische Truppen nehmen größtes Kohlekraftwerk der Ukraine ein

Update vom 26. Juli, 20.11 Uhr: Im Gebiet Donezk (Ostukraine) haben russische Truppen nach eigenen Angaben bei Switlodarsk das größte Kohlekraftwerk der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Medien der Donezker Separatisten meldeten bereits die Eroberung. Bilder sollten die Präsenz russischer Söldner der sogenannten Wagner-Gruppe vor dem Verwaltungsgebäude belegen. Anderen Berichten nach dauern jedoch die seit Ende Mai währenden Kämpfe um das Kraftwerksgelände weiter an. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Der ukrainische Generalstab erwähnte das Kraftwerk in seinem abendlichen Lagebericht vom 26. Juli nicht mehr. Stattdessen berichtete die Militärführung nur noch von Kämpfen um das westlicher gelegene Semyhirja. Im Morgenbericht war noch von Luftangriffen auf ukrainische Positionen auf dem Kraftwerksgelände die Rede.

Getötete Zivilisten im Ukraine-Krieg: Militärgouverneur meldet sich auf Telegram

Update vom 26. Juli, 16.03 Uhr: Russland hat eine Basis der „Internationalen Legion“ mit ausländischen Kämpfern mit Raketen angegriffen. Es seien dabei bei Kostjantyniwka (Gebiet Donezk) mehrere Dutzend Ausländer getötet worden, der Großteil von ihnen Polen. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Überprüfbar sind die Angaben nicht von unabhängiger Seite.

Die in der ukrainischen Armee kämpfende Internationale Legion macht nur vereinzelt Angaben zu eigenen Verlusten und gibt keine Auskunft zur Zusammensetzung der Freiwilligeneinheit, zu der auch Deutsche gehören.

Erstmeldung vom 26. Juli: Kramatorsk/Donezk - Mehr als 5200 getötete Zivilisten haben die UN ukraineweit seit der russischen Invasion in die Ukraine offiziell registriert. Die Zahl steigt ständig. In der Region Donezk sind nun weitere Zivilisten im Zuge der Kämpfe ums Leben gekommen.

Getötete Zivilisten im Ukraine-Krieg: Militärgouverneur meldet sich auf Telegram

Im von der Ukraine kontrollierten Teil des Gebiets Donezk wurden drei Menschen getötet und acht verletzt, so Militärgouverneur Pawlo Kyrylenko auf Telegram. Die Toten habe es in den folgenden Ortschaften gegeben:

  • Krasnohoriwka
  • Marjinka
  • Soledar

„Es gibt keine Siedlung im Donezker Gebiet, die nicht beschossen wird und die sicher oder relativ sicher ist“, sagte Kyrylenko später im TV.

Wladimir Putin: Die politische Karriere des russischen Staatschefs in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht in Genf.
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa

UN-Erfassung zu zivilen Opfern: Höhere Zahl in Separatisten-Gebieten

Dabei unterscheiden sich die Zahlen ziviler Opfern in den zwei Teilen von Donezk stark. Im von der Ukraine kontrollierten Teil geben die Behörden sie mit 642 an. Hinzu kämen 1600 Verletzte.

Im Separatistenteil seien dagegen knapp 760 Zivilisten getötet und mehr als 2400 verletzt worden. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig prüfen. (dpa/AFP/frs)

Rubriklistenbild: © Ukrainian Presidential Office/Planet Pix via ZUMA Press Wire/dpa

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