Aktuelle Visualisierungen

Ukraine-Krieg in Karten und Grafiken: Die aktuelle Lage der Invasion Putins

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erschüttert Europa und die Welt. Mit aktuellen Karten und Visualisierungen begleiten wir hier den Konflikt und seine Auswirkungen fortwährend.

Kiew - Die russische Invasion in der Ukraine hat seit ihrem Beginn Ende Februar 2022 viel Leid und Zerstörung über Land und Bevölkerung gebracht. Ein Ende ist nicht abzusehen. Auch wenn die Lage wie in allen Kriegen höchst unübersichtlich und dynamisch ist, wollen wir vom Datenjournalismus-Team von IPPEN.MEDIA immer wieder bei der Einordnung und neuen Erkenntnissen helfen. Dazu dient dieser Artikel - mit dem Versuch, in Form von Karten und Grafiken einen Blick auf die Situation vor Ort in der Ukraine zu werfen. Dazu stellen wir bis seit Kriegsbeginn vor mehr als 50 Tagen unter anderem täglich morgens eine aktualisierte Datenkarte über den aktuellen Stand russischer Angriffe bereit.

In diesem Artikel „Ukraine-Krieg*: Die russische Invasion in Karten und Grafiken“ wird es aber immer auch wieder über die vielfältigen Auswirkungen von Putins Krieg gehen. Diese können militärischer, aber auch politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Natur sein. Auch hier geht es um den Ansatz, das Unbegreifliche visuell zumindest ein bisschen weniger unbegreiflich zu machen. Hierbei sind wir für generell Anmerkungen und Anregungen sehr dankbar - wir freuen uns über eine Mail an datenteam@zentralredaktion.news.

Karten und Visualisierungen zum Ukraine-Krieg

- KARTE: Aktuelle Lage
- DIAGRAMM: Energie-Politik während des Ukraine-Kriegs
- KARTE: Putins Angriffe rücken näher an die Nato-Grenze
- KARTEN: Chronologie der ersten beiden Kriegswochen
- KARTE: Russisch-kontrollierte Gebiete so groß wie mehrere Bundesländer
- KARTE: Angriffe auf die Hauptstadt Kiew
- KARTE: Flucht aus der Ukraine
- DIAGRAMM: Absturz des Rubelkurses
- KARTE: Russische Eroberungen
- DATENANALYSE: Cyberangriffe
- KARTE: Angriffe in der ersten Welle
- KARTE: Ukraine, Russland und Nato

Karte: Russland attackiert Atomkraftwerke in der Ukraine (18.03.)

Seit dem 24. Februar nehmen russische Streitkräfte immer wieder ukrainische Atomkraftwerke ins Visier. Wie die Übernahmen der AKWs abliefen, haben wir in einer Karte dokumentiert. Was die Eroberung der Kraftwerke Tschernobyl und Saporischschja für die Ukraine und die internationale Politik bedeutet, lesen Sie in der ganzen Geschichte.

Energie-Politik während des Ukraine-Kriegs (16.03.)

Der andauernde Krieg gegen die Ukraine ist auch in Deutschland spürbar: die Energiekosten steigen deutlich. Wie kurzfristig zum Beispiel auf der Autobahn Energie gespart werden kann, haben wir berechnet. Wer die Geschwindigkeit reduziert, verbraucht deutlich weniger Sprit und muss seltener tanken. Weitere Grafiken zu sparsamen Heizen und russischen Energie-Importen finden Sie in der ganzen Geschichte.

Karte: Putins Angriffe rücken näher an die Nato-Grenze (14.03.)

Zu Beginn konzentrierten sich die russischen Attacken im Ukraine-Krieg auf den Norden, Osten und Süden des Landes. Seit dem Wochenende stehen auch Ziele im Westen der Ukraine - nicht weit von der Grenze zu Nato-Mitgliedern - unter Beschuss von Wladimir Putins Militäreinheiten. Besonders nah kamen die russischen Streitkräfte der Nato mit dem Angriff auf den Truppenübungsplatz in Jaworiw - nur 15 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Durch diese Nähe könnte die Situation eskalieren. Zur ganzen Geschichte.

Karten: Chronologie der ersten beiden Kriegswochen (09.03.)

Viel Zerstörung und Leid haben die ersten beiden Kriegswochen über die Ukraine gebracht. Die Menschheit erlebte eine Invasion, die militärisch völlig anders verlief als von Russland geplant. Die zu immer heftigeren und skrupelloseren Attacken, massiven Truppenbewegungen und einem Vormarsch auf die Hauptstadt Kiews geführt hat. Wir zeichnen die ersten beiden Kriegswochen in einem Artikel einmal nach - ab dem Zeitpunkt, als der Krieg noch gar nicht als solcher genannt wurde. Bis zu Tag 14, wo sich Zerstörung und Leid potenziert haben und kein Ende in Sicht ist. Zur Chronologie des Ukraine-Krieges in Karten.

Karte: Russisch-kontrollierte Gebiete im Verhältnis zur Fläche Deutschlands (03.03.)

Täglich verschieben sich die Grenzen der russisch-kontrollierten Gebiete im Ukraine-Krieg. Am Donnerstag (03.03.) hat Präsident Wladimir Putin mit seinen militärischen Einheiten bereits eine Fläche von rund 130.000 Quadratkilometern unter seine Kontrolle gebracht. Das ergibt sich aus den Analysen des Institute for the Study of War. Übertragen auf Deutschland wird diese Dimension deutlich: die Gebiete entsprechen einer Fläche so groß wie Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland zusammen. Dies ist ungefähr ein Drittel der Größe der Bundesrepublik. Zur ganzen Geschichte.

Karte: Angriffe auf die Hauptstadt Kiew (03.03.)

Seit dem 24. Februar hat die russische Armee zahlreiche Orte in der Ukraine attackiert. Mit dem Angriff auf den Flughafen Kiew-Hostomel nordwestlich der Stadt hatte Russlands Präsident und Befehlshaber Wladimir Putin gleich zu Beginn gezeigt, dass er auch Kiew im Fokus hat. In den nächsten Tagen des Ukraine-Kriegs folgten dann Angriffe auf zwei Wohnhäuser und den Fernsehturm der Stadt. Klicken Sie auf die Orte der interaktiven Karte für weitere Informationen und Fotos, die die Zerstörung zeigen. Und wie jüngste Satellitenbilder einer Militärkolonne nahelegen, die sich von Nordwesten auf Kiew zubewegt: die Hauptstadt könnte absehbar ein massiver Angriff bevorstehen. Zur ganzen Geschichte.

Karte: Flucht aus der Ukraine (01.03.)

Mehr als 660.000 Menschen haben bereits die Ukraine verlassen. Das berichtet die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR. Mit einer ukrainischen Bevölkerung von 44 Millionen hat damit kurz nach Beginn der russischen Invasion bereits mehr als jeder hundertste Einwohner seine Heimat verlassen. Unsere Karte zeigt, dass die Menschen vor allem in den ukrainischen Nachbarstaaten wie Polen, Ungarn und Moldau Zuflucht suchen. Deutschland registrierte laut Bundesinnenministerium bisher über 3.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge. Der Städte- und Gemeindebund geht laut Handelsblatt davon aus, dass noch bis zu 100.000 Menschen nach Deutschland fliehen werden.

Auch in anderen europäischen Ländern wie Italien und Schweden sind schon ukrainische Flüchtlinge angekommen. Außerdem berichtet das UNHCR, dass darüber hinaus seit dem 18. Februar rund 120.000 Personen aus der Donbass-Region aus dem Osten des Landes die Grenze zu Russland überquert haben. Die Zahlen der Fluchtbewegungen sind Näherungen und nur als Momentaufnahme zu verstehen. Sie ergeben sich durch Meldungen des UNHCR und von Nachrichtenagenturen. Der Krieg könnte in den nächsten Tagen noch weitere Menschen in die Flucht treiben.

Diagramm: Entwicklung des Rubels (28.02.)

Man kann es nicht anders als einen Absturz nennen: Ein aktueller Blick auf den Wechselkurs der russischen Währung Rubel zeigt, wie gewaltig die Kurse am Montag ins Taumeln geraten sind. Bereits in den Vortagen des Krieges gab es einen deutlichen Rückgang, doch aus diesem wurde am 28. Februar ein regelrechter Absturz. Die Kurse fielen auf ein Rekordtief. Ein Blick auf die vergangenen fünf Jahre zeigt: Ein Rubel war immer zwischen 0,11 und 0,17 Euro-Cent wert. Hintergrund für den aktuellen Einbruch sind unter anderem die am Wochenende massiv verschärften Sanktionen, die etwa den Ausschluss zahlreicher russischer Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift beinhalteten.

Karte: Russische Eroberungen (25.02. bis 28.02)

Unsere neue Karte zeigt den ersten verfügbaren Datenstand der russischen Invasion. Es zeigt sich, dass die nennenswerten Geländegewinne am Anfang passierten, während die russisch kontrollierten Gebiete danach bislang nur langsam zunahmen. Dennoch hat der Krieg inzwischen weite Teile des Landes in irgendeiner Form erfasst.

Angriffe von Luft und See auf das gesamte Landesgebiet haben die erste Welle des Krieges ausgemacht. Karten zeigten am ersten Tag von der enormen Anzahl der Attacken Russlands, die auf die Ukraine niedergingen. Am Tag darauf hat die zweite Welle des Ukraine-Krieges eingesetzt - und mit ihr beginnt der eigentliche Bodenkrieg. Wie neueste analysierte Daten zeigen, kann Russland immer mehr ukrainisches Territorium unter seine Kontrolle bringen - und scheint dabei immer weiter auf Kiew vorzurücken. Zur ganzen Geschichte.

Datenanalyse: Cyberangriffe auf Ministerien (24.02.)

Im Browser erscheint nur noch eine schlichte Fehlermeldung. Wer am späten Donnerstagabend die offiziellen Websites ukrainischer Ministerien aufrief, landete meist in einer Sackgasse. „Seite nicht erreichbar“ hieß es da oder auch „Zugriff verboten“. Eine technische Analyse von IPPEN.MEDIA im Ukraine-Krieg zeigt nun: Knapp die Hälfte der Ministerien-Seiten ist technisch nicht oder nur noch extrem eingeschränkt verfügbar. Los ging es spätestens am Mittwoch, und nun werden es immer mehr. Das betrifft beispielsweise das Jugend- und Sportministerium der Ukraine genauso wie das Ministerium für Inneres. Dies geht einher mit zahlreichen Berichten über Cyber-Attacken von staatlichen oder staatlich unterstützter russischer Gruppen. Zur ganzen Geschichte.

Karte: Angriffe in der ersten Welle (24.02.)

Nun ist also Krieg im Osten Europas. Dass er kommen würde, haben viele erwartet. Doch schon wenige Stunden nach Beginn zeigte sich im aktuellen Russland-Ukraine-Konflikt*, dass die russischen Angriffe sich keineswegs nur auf die Regionen Luhansk und Donezk konzentrieren. Vielmehr werden aus allen Teilen des Landes Berichte von Explosionen, Militärbewegungen und Raketeneinschlägen laut. Unsere Datenkarte zeigt dazu die am Donnerstag, 24. Februar 2022, durch mehrere Quellen bestätigten Angriffe. Zur ganzen Geschichte

Karte: Ukraine, Russland und Nato (22.02.)

Die Ukraine ist weder Nato- noch EU-Mitglied. Das Land ist aber zugleich auch räumlich näher als Europa, als vielen bewusst ist: Von Berlin bis Kiew sind es nur wenige Autostunden. Zugleich zeigt unsere Karte auch, wie neben Belarus vor allem die Ukraine als Länder-Block zwischen Russland und der Nato liegt. Belarus war eine von vier Republiken, aus denen im Jahr 1922 die Sowjetunion gegründet wurde. Deren Verlauf haben wir rot eingezeichnet - sie macht auch einen Ausgangspunkt für den heutigen Konflikt und Krieg deutlich. Von Philipp David Pries und Luisa Billmayer. *FR.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © N. Bruckmann/M. Litzka/Hannes P. Albert/dpa (Montage)

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