Wir feiern ihr Leben

Das sind die Opfer der Paris-Attentate

Marie Lausch (23) kam bei den Anschlägen ums Leben.

München - Die Opfer der Terroranschläge von Paris am 13. November haben mit Freunden gefeiert, das Leben genossen und ihre Liebsten getroffen. So sollen sie in Erinnerung bleiben.

129 Opfer mindestens, mehr als 352 zum Teil schwer Verletzte - das ist die traurige Bilanz der Terroranschläge von Paris am vergangenen Freitag. Doch hinter der abstrakten Summe von menschlichen Opfern stehen einzelne Menschenleben und eine immense Zahl an Betroffenen, die nun mit dem Verlust fertig werden müssen.

Unseren aktuellen News-Ticker zu den Entwicklungen in Paris finden Sie hier. Lesen Sie die Nachrichten vom Mittwoch nach den Terror-Anschlägen von Paris in unserem Ticker nach.

In den Nachrichten und im Netz kursierten ab dem Bekanntwerden der Identitäten die Fotos der Attentäter und Drahtzieher. Wir haben uns entschieden, die Opfer zu zeigen. Mit diesen Bildern wollen wir das Leben der Opfer feiern, nicht ihren Tod. Die Opfer sollen ein Gesicht bekommen. Nach und nach werden immer mehr Informationen über die Getöteten bekannt, noch gibt es nicht zu jedem Opfer ein Bild. Daher wird dieser Artikel laufend aktualisiert.

Die britische Zeitung The Guardian hat zusammen mit CNN und USA Today eine Auflistung der Opfer nach Herkunftsländern erstellt, angesichts der unübersichtlichen Lage und vielen Unklarheiten ist sie allerdings nur vorläufig. Zudem twittert Mashable auf einer eigens eingerichteten Gedenkseite bei Twitter Bilder und kurze Informationstexte zu den Verstorbenen.

  • Algerien: Zwei Algerier sollen bei den Anschlägen getötet worden sein. Aus diplomatischen Kreisen hieß es, dass eine Frau im Alter von 40 Jahren und ein Mann namens Kheireddine Sahbi, der Violine an der Pariser Sorbonne studierte, tot sind. Das Stück, das er in diesem Video aus dem Jahr 2012 spielt, geht unter die Haut.
  • Belgien: Mindestens drei der Opfer des Terrors in Paris sollen laut dem belgischen Außenministerium aus Belgien kommen. Eines von ihnen hat sowohl die französische als auch die belgische Staatsbürgerschaft. Eine der Toten soll die türkischstämmige Belgierin Elif Doğan sein, wie das Deutsch Türkische Journal berichtet.
  • Brasilien: Zwei Brasilianer wurden bei den Anschlägen verletzt. Die brasilianische Präsidentin selbst schickte über Twitter Genesungswünsche.
  • Großbritannien: Der Brite Nick Alexander war als Crew-Mitglied der Band "Eagles of Death Metal" in dem Pariser Club Bataclan und verkaufte dort Merchandise an die Fans. Seine Freundin startete in derselben Nacht eine Suchaktion auf Twitter - bis die traurige Gewissheit kam.

Bislang gibt es kein weiteres bekanntes Opfer aus dem Vereinten Königreich, das britische Außenministerium befürchtet allerdings einige weitere Opfer.

  • Chile: Luis Felipe Zschoche Valle (33), Musiker in Paris, und zwei Frauen sind Opfer der Anschläge geworden. Elsa Delplace und ihre Mutter Patricia San Martin waren bei dem Konzert im Club Bataclan.
  • Deutschland: Bislang ist der Tod von zwei Deutschen bestätigt worden. Der 51-Jährige Fabian S. und der 28-jährige Architekt Raphael H. aus Oberbayern.
  • Frankreich: Fast alle der französischen Opfer waren auf oder in der Nähe des Konzertes.  

Zwei weitere Französinnen, Aurélie de Peretti und Caroline Prénat, sollen bei den Anschlägen ums Leben gekommen sein. Ein Franzose, Ludovic Boumbas, versuchte noch zwei Tunesierinnen das Leben zu retten - vergeblich. Er selbst verlor dabei ebenfalls sein Leben.

  • Mexiko: Die Mexikanerin Nohemi Gonzalez, die von Kalifornien aus ein Auslandssemester in Paris absolviert hat, und Michelle Gil Jaiméz wurden bei den Anschlägen am 13. November getötet.
  • Marokko: Laut der marokkanischen Botschaft in Paris sind zwei Landsleute von den Anschlägen betroffen: Ein Marokkaner, Amine Ibnolmobarak, soll getötet worden sein. In den sozialen Medien kursiert allerdings noch ein weiterer Name eines Opfers: Mohamed Amine Benmbarek. Dabei könnte es sich um ein und dieselbe Person handeln. Ein weiterer Marokkaner überlebte verletzt.
  • Portugal: Ein 63-Jähriger, Manuel Dias, der im öffentlichen Nahverkehr nahe des Stade de France gearbeitet hat, und ein weiterer Portugiese sind laut der portugiesischen Regierung getötet worden.
  • Rumänien: Bislang ist über die beiden, von der rumänischen Regierung bestätigten Opfer nichts bekannt.
  • Spanien: Der getötete 29-Jährige, Alberto Gonzales Garrido, lebte in Paris.
  • Schweden: Nach Informationen des schwedischen Außenministeriums ist ein/e Staatsangehöriger/e bei den Anschlägen ums Leben gekommen. Ein/e weiterer Schwede/in ist verletzt worden.
  • Schweiz: Angeblich wurden Schweizer bei dem Terroranschlag verletzt. Mehr ist allerdings nicht bekannt.
  • Tunesien: Zwei junge Tunesierinnen, von denen Eine in Paris lebte, feierten gerade den Geburtstag eines Freundes als die Anschläge begannen. Houda Saadi, ihre Schwester Halima Saadi sollen dabei getötet worden sein. Insgesamt starben elf der Geburtstag-Feiernden.
  • Vereinigte Staaten: Es soll mehrere amerikanische Verletzte geben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  

Quellen: Twitter, The Guardian, CNN, Deutsch Türkisches Journal

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