GEW: "Skandalöse Praxis"

Tausende Lehrer sind im Sommer arbeitslos

+
In erster Linie sind Lehrer mit befristeten Verträgen betroffen. 

Berlin - Die Bundesländer haben während der Sommerferienzeit im vergangenen Jahr tausende Lehrer mit befristeten Verträgen in die Arbeitslosigkeit geschickt.

Im August 2015 steig die Zahl der arbeitslosen Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen auf knapp 11.100. Im Jahresschnitt ohne den Hauptferienmonat August wurden nur 5200 arbeitslose Lehrer gezählt. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage von Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über die die "Passauer Neue Presse" zuerst berichtet hatte.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatte bereits im Januar mitgeteilt, dass sich in den Sommerferienmonaten rund 7000 Lehrer mehr arbeitslos gemeldet hatten als in den Nicht-Ferienmonaten. Als Hauptgrund nannte die BA befristete Beschäftigungen. "Erkennbar ist dieses Phänomen insbesondere in den westlichen Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, dem Saarland und Hamburg", so die BA. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte die Praxis als "skandalös". Zahlen über die Lage in den Sommerferien 2016 lagen noch nicht vor.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

US-Chefankläger ordnet Tat von Charlottesville als heimischen Terror ein
US-Chefankläger ordnet Tat von Charlottesville als heimischen Terror ein
12 Menschen sterben bei Terror in Barcelona - Verdächtiger festgenommen
12 Menschen sterben bei Terror in Barcelona - Verdächtiger festgenommen
Klares Zeichen: Dieser Schwimmer bleibt nach Barcelona-Anschlag einfach stehen
Klares Zeichen: Dieser Schwimmer bleibt nach Barcelona-Anschlag einfach stehen
News-Ticker zum Barcelona-Terror: Polizei bittet Bürger bei Fahndung um Mithilfe
News-Ticker zum Barcelona-Terror: Polizei bittet Bürger bei Fahndung um Mithilfe
Pietätloser Tweet: Trump vergreift sich nach Barcelona-Anschlag im Ton
Pietätloser Tweet: Trump vergreift sich nach Barcelona-Anschlag im Ton