Truppen bleiben in Alarmbereitschaft

Südkorea stellt Propagandabeschallung ein

+
Seoul setzte die Propagandabeschallung des Nordens als Vergeltungsmaßnahme ein. 

Seoul - Nach den erfolgreichen Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea zu einer Entschärfung der aktuellen Krise hat der Süden die Propagandabeschallung des Nachbarstaates eingestellt.

Die Lautsprecher wurden am Dienstag gegen Mittag (Ortszeit) abgestellt, nachdem Pjöngjang "Bedauern" über die Explosion von Landminen im Grenzgebiet gezeigt hatte. Allerdings bleiben die südkoreanischen Truppen vorerst in Alarmbereitschaft.

"Unsere Seite hat die Lautsprecherdurchsagen eingestellt, aber wir bleiben in Alarmbereitschaft, während wir die Bewegungen der nordkoreanischen Truppen beobachten", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Es werde dauern, diese zurückzuziehen.

Bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion waren in der vergangenen Woche zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden. Südkorea machte Nordkorea für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine "klare Entschuldigung". Nordkorea wiederum hatte dem Süden eine Frist bis Samstag vergangener Woche gesetzt, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul als Vergeltung nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten schließlich eine militärische Konfrontation ab.

afp

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten