Generalsekretär spricht offen

Stoltenberg über Differenzen unter Nato-Partnern: „Wir müssen ehrlich sein“

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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der Nato, hat offen über Differenzen innerhalb der Nato gesprochen. Als Beispiel nannte er dabei die US-Handelspolitik. 

Brüssel - Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Alliierten aufgerufen, die zunehmenden Differenzen untereinander nicht ins Verteidigungsbündnis zu tragen. Es müsse sichergestellt werden, dass sich die Nato-Partner weiter unterstützen und im Fall eines Angriffs gegenseitig Hilfe leisteten, sagte er dem „Spiegel“. „Die Stärke der Nato war und ist, dass wir vereint stehen, trotz dieser unterschiedlichen Sichtweisen.“

„Die Sicherheit Europas ist abhängig von den USA“

Als Beispiele für Konfliktthemen nannte Stoltenberg die US-Handelspolitik sowie den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen und dem Atomdeal mit dem Iran. „Wir müssen ehrlich sein: Es gibt derzeit Differenzen bei vielen wichtigen politischen Fragen“, sagte er.

Die Nato beschrieb Stoltenberg als Bündnis, in dem alle von allen profitieren. „Die Sicherheit Europas ist abhängig von den USA“, sagte er. Für die USA hingegen sei es ein großer Vorteil, so viele Freunde zu haben wie in der Nato. „Keine andere Großmacht genießt international vergleichbaren Rückhalt“, sagte er.

dpa

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