Bei Razzia in Franken ausgehoben

Staatsanwalt: Rechtsextreme wollten Sprengsätze werfen

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Bei der Razzia wurden drei Rechtsextreme verhaftet, gegen weitere Beteiligte wurden Haftbefehle beantragt.

Bamberg - Die von der Polizei in Franken hochgenommene rechtsextreme Gruppe hatte Anschläge auf Asylbewerberheime und Linke geplant. Die Rechten hatten dazu auch Kugelbomben aus Osteuropa geordert.

Die Beschuldigten hätten in zwei Bamberger Unterkünften für Flüchtlinge unter anderem Sprengsätze werfen wollen, um Angst und Schrecken zu verbreiten, sagte Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager am Donnerstag in Bamberg. Eines der möglichen Ziele: Das sogenannte Balkan-Zentrum in Bamberg.

"Von Monat zu Monat radikaler geworden"

Für die geplanten Taten hatten mehrere der 13 Beschuldigten kiloweise pyrotechnisches Material - darunter sogenannte Kugelbomben - aus Osteuropa bestellt. Dieses besitzt eine hohe Sprengkraft und sei ein „höchst gefährliches Explosionsmittel“, das Menschen schwer verletzen oder sogar töten könne. Die Gruppe wurde von der Polizei seit längerem beobachtet, die Rechtsextremen seien "von Monat zu Monat radikaler geworden und gewaltbereiter geworden", sagte der Bamberger Polizeivizepräsident Werner Mikulasch. Bei den Verdächtigen bestehen zum Teil Verbindungen zu Ablegern der Pegida-Bewegung und zu der rechtsextremen Partei "Die Rechte".

Bei den Beschuldigten handelt es sich um elf Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 21 und 36 Jahren. Drei von ihnen wurden bereits verhaftet, gegen andere Beteiligte beantragte die Anklagebehörde weitere Haftbefehle. Bei den Durchsuchungen von zwölf Wohnungen in Ober- und Mittelfranken am Mittwoch stellten die Ermittler mehrere Schusswaffen mit Munition, verbotene Pyrotechnik, Baseballschläger, Stichwaffen und rechtes Propagandamaterial sicher. Ermittelt wird unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung, Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und gefährlicher Körperverletzung.

Bilder: Das fand die Polizei bei der Razzia

Das fand die Polizei bei den Rechtsextremen

dpa/AFP

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