News-Ticker

Schwere Verluste für Russland: Ukraine schießt russische Kampfflugzeuge und Bomber ab

Russland kämpft im Ukraine-Krieg mit schweren Verlusten. Die Ukraine konnte mehrere Angriffe abwehren. Der News-Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere Neuigkeiten zu russischen Verlusten und Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

+++ 08.44 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium meldet die jüngsten Verluste Russlands im Ukraine-Krieg.

Soldaten: 88.380 (+480 zum Vortag)

Flugzeuge: 278

Hubschrauber: 261

Panzer: 2911 (+3)

Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5866 (+5)

Artilleriesysteme: 1902 (+3)

Luftabwehrsysteme: 209

Mehrfachraketenwerfer: 395

Autos und andere Fahrzeuge: 4423 (+7)

Schiffe: 16

Unbemannte Kampfdrohnen: 1555

(Stand: Dienstag, 29. November)

Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Kampfflugzeug zerstört

+++ 06.54 Uhr: Russland leidet weiter unter Verlusten im Ukraine-Krieg. Kiew hat ein russisches Kampfflugzeug und russische Kampfbomber abgeschossen. Außerdem hat die Ukraine laut des Generalstabs militärische Geräte beschädigt und russische Soldaten angegriffen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Russland in der Defensive

Update vom Dienstag, 29. November, 06.23 Uhr: Nach Angaben des Generalstabs befindet sich Russland im Ukraine-Krieg in vier weiteren Regionen n der Defensive: Kupiansk im Nordosten der Oblast Charkiw, Kryvyi Rih in der Zentralukraine, Saporischschja im Südosten und Cherson im Süden.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Verluste für Russland: Ukraine beschädigt Brücke

+++ 19.00 Uhr: Russland erleidet erneut Verluste im Ukraine-Krieg. Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Generalstabs eine Eisenbahnbrücke in der Nähe der Siedlung Starobohdanivka (Region Saporischschja) beschädigt. Die Brücke diente als strategisch wichtige Transportroute des russischen Militärs.

„Russische Invasoren sterben weiterhin unrühmlich in der Ukraine“, hieß es seitens des Generalstabs bei Facebook. In der Region Luhansk hätten die russischen Besatzer bis zu 70 Prozent ihrer Soldaten verloren. In der Siedlung Babina in der Oblast Cherson konnte ein Kommandoposten sowie militärische Ausrüstung zerstört werden.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Streitkräfte versetzen russische Soldaten in Panik

+++ 14.10 Uhr: Mit einer gezielten Aktion haben die Streitkräfte der Ukraine die russischen Truppen in Panik versetzt. Das teilte der Abgeordnete des Oblast Cherson, Serhij Chlan, mit.

Bei der Aktion sollen mehrere „Grad“- Mehrfachraketenwerfern der russischen Armee zerstört worden sein. Ob beziehungsweise wie viele Soldaten bei dem Angriff verwundet oder getötet wurden, ist bisher noch unklar. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 13.15 Uhr: In der Nähe der Stadt Bachmut in der Region Donezk haben Fallschirmjäger der Ukraine eine Stellung russischer Soldaten eingenommen, wie ein Video belegt. Über die Anzahl der getöteten Soldaten teilten die Fallschirmspringer der Ukraine keine näheren Informationen.

Ukraine-Krieg: Mehrere „Grad“-Mehrfachraketenwerfer durch gezielten Schlag der Ukraine zerstört. (Archivbild)

In dem Video sind jedoch mindestens vier tote Soldaten aus Russland zu erkennen. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

Video: Ukraine wirft Sprengsatz mit Drohne in russischen Panzer

+++ 12.00 Uhr: In der Region Donezk haben die Streitkräfte der Ukraine insgesamt zehn Angriffe der pro-russischen Truppen abgewehrt, wie der Generalstab der Ukraine mitteilt. In der Region Enerhodar sollen die russischen Truppen eine Niederlage erlitten haben.

Bei Artillerieangriffen am Samstag (26. November) sollen 30 russische Soldaten verwundet worden sein. Zudem sollen sechs Angriffe auf militärische Ausrüstung verschiedener Art erfolgreich gewesen sein, wie der Generalstab mitteilt. In den vergangenen 24 Stunden sollen Artillerieschläge vier Stellungen mit Militärgerät und Soldaten getroffen haben. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

Video: Ukraine wirft Sprengsatz mit Drohne in russischen Panzer

+++ 11.45 Uhr: Im Süden der Ukraine haben Soldaten einen Panzer der putintreuen Truppen zerstört. Mit einer kleinen Drohne warfen die ukrainischen Soldaten einen Sprengsatz direkt in die offene Luke des gepanzerten Raketenwerfers, wie ein Video der Grenzschutztruppen der Ukraine zeigt.

Insgesamt haben die Streitkräfte der Ukraine seit Kriegsbeginn 5861 gepanzerte Fahrzeuge zerstört, Artilleriesysteme und Kampfpanzer nicht eingeschlossen. (s. Update v. 11.10 Uhr)

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland verliert 600 Soldaten binnen 24 Stunden

+++ 11.10 Uhr: Der Generalstab der Ukraine hat Zahlen zum Verlust der russischen Truppen angepasst. Demnach sind seit Sonntag (27. November) 87.900 Soldaten aus Russland gefallen.

Der Generalstab hat zudem aktuelle Daten zu zerstörten Panzern, Fahrzeugen und anderem Militärgerät bekannt gegeben – die Verluste Russlands im Überblick:

  • Soldaten: 87.900 (+590 zum Vortag)
  • Flugzeuge: 278
  • Hubschrauber: 261
  • Panzer: 2908 (+3)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5861 (+5)
  • Artilleriesysteme: 1899 (+2)
  • Luftabwehrsysteme: 209
  • Mehrfachraketenwerfer: 395
  • Autos und andere Fahrzeuge: 4416 (+4)
  • Schiffe: 16
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 1555

(Stand: Montag, 28. November)

Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Kollaborateure verlassen nächste Stadt

+++ 9.25 Uhr: Mehr als neun Monate hält der russische Angriff auf die Ukraine nun an. Seit der Ukraine-Krieg am 24. Februar begonnen hat, haben mindesten 9311 Soldaten aus Russland dort ihre Leben gelassen. Das geht aus einer unabhängigen Untersuchung hervor, die BBC Russia und der unabhängige russische Nachrichtensender MediaZone durchgeführt haben.

Die Zahlen wurden bereits am Freitag (25. November) veröffentlicht und beziehen nur die bestätigten Todesfälle ein, wie BBC schreibt. Die Dunkelziffer könnte gut doppelt so hoch liegen. Wenn irreversible Verletzungen und Vermisste hinzugezählt würden, könnte es bis sich um bis zu 100.000 Soldaten handeln, wie der britische Sender schreibt.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Kollaborateure verlassen nächste Stadt

+++ 8.33 Uhr: Eigenen Angaben nach haben die Raketen- und Artillerieeinheiten der Ukraine am vergangenen Tag vier Stützpunkte der russischen Truppen getroffen. Dabei seien feindliche Soldaten getötet sowie Munition und militärische Ausrüstung zerstört worden. Dies teilte der ukrainische Generalstab auf Facebook mit.

Die russischen Streitkräfte konzentrierten sich demnach darauf, die Aktionen der ukrainischen Soldaten einzudämmen. Um schwere Verluste auszugleichen, werde feindliches Personal und militärische Ausrüstung verlegt. „Es wird erwartet, dass einzelne Einheiten aus dem Gebiet von Belarus verlegt werden, sobald sie Kampffähigkeiten erlangt haben“, hieß es in dem Bericht.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Kollaborateure verlassen nächste Stadt

Update vom Montag, 28. November, 6.39 Uhr: Ukrainischen Angaben zufolge haben alle russischen Kollaborateure haben die Stadt Nowa Kachowka in der Region Cherson verlassen. Dies meldet das Nachrichtenportal Kyiv Independent unter Berufung auf das nationale Widerstandszentrum der Ukraine. Dieses gehe demnach davon aus, dass die Kollaborateure die Stadt aus Angst vor einer baldigen Befreiung von den russischen Besatzungstruppen verlassen hätten.

Ukraine-Krieg: Russischer Stützpunkt schwer getroffen – Krankenhaus ist „überfordert“

+++ 23.30 Uhr: Russland plant als Reaktion auf die schweren Verluste im Ukraine-Krieg nun eine neue Mobilisierung. Präsident Putin soll Berichten zufolge eine „Welle der Mobilisierung“ planen. Ein erstes konkretes Startdatum kursiert bereits.

+++ 20.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die Zerschlagung eines russischen Lagers in der Nähe von Svatove in Luhansk bestätigt. Die Einrichtung wurde am Freitag (25. November) durch Artilleriebeschuss getroffen worden. Nach Angaben der Behörden sollen sich dort etwa 70 Personen aufgehalten haben. Wie viele davon getötet oder verletzt wurden, sei unbekannt.

Das unweit entfernte Krankenhaus in der Stadt Schtschastja sei zudem „überfordert“, weswegen die Verwundeten nun weiter nach Luhansk gebracht werden müssten:  Die örtlichen Krankenhäuser im Bezirk Schtschastja [...] sind aufgrund der großen Zahl Verwundeter überfordert. Der Feind ist gezwungen, verwundete Soldaten medizinisch nach Luhansk zu evakuieren“, heißt es von seiten des Generalstabs.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Mehrere russische Stützpunkte getroffen

+++ 18.30 Uhr: Wie der Generalstab der ukrainischen Armee mitteilt, konnten die Streitkräfte am Sonntag an mehreren Fronten im Donbass Erfolge feiern. Demzufolge wehrten die ukrainischen Soldaten in den Gebieten der Siedlungen Stelmachiwka in der Oblast Luhansk und Bilogoriwka, Mariinka, Werchnyokamianske und Spirne in der Oblast Donezk mehrere russische Angriffe ab.

Außerdem traf die ukrainische Armee unter Einsatz von Raketenwerfern und Artillerie zwei Stützpunkte des russischen Militärs. Im Laufe des Sonntags sollen neben zahlreichen russischen Soldaten auch Waffen und militärische Ausrüstung zu Schaden gekommen sein. Die Angaben sind nicht unabhängig verifizierbar.

+++ 15:30 Uhr: Es gibt Anzeichen dafür, dass Russland bereit sein könnte, das AKW Saporischschja aufzugeben. Das erklärte Petro Kotin, Präsident des nationalen Kernenergieunternehmens Energoatom, im ukrainischen Fernsehen. „In den vergangenen Wochen haben wir Informationen erhalten, dass sie sich möglicherweise darauf vorbereiten, das Kernkraftwerk Saporischschja zu verlassen.“

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert weitere Soldaten und Drohnen

+++ 13.30 Uhr: Ukrainische Marinesoldaten haben am Samstag (26. November) 33 russische Soldaten verletzt oder getötet und zwei russische Drohnen zerstört. Dies teilte die ukrainische Marine am Sonntag (27. November) auf Facebook mit. Weitere russische Verluste würde man zurzeit ermitteln. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland in der Region Donezk

+++ 11.30 Uhr: Russland hat nach Einschätzung britischer Geheimdienste in der schwer umkämpften Region Donezk viele Gefallene zu beklagen. Rund um die Städte Pawliwka und Wuhledar im Süden der Region habe es in den vergangenen zwei Wochen intensive Kämpfe mit schweren Verlusten für die russische Marineinfanterie gegeben, heißt es in einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums. London wertet die Kämpfe auch als Zeichen dafür, dass Russland die Region als möglichen Startpunkt einer Offensive Richtung Norden sieht.

Verluste für Russland: Putin trifft sich mit Müttern getöteter Soldaten

Update vom Sonntag, 27. November, 6.20 Uhr: Präsident Wladimir Putin hat sich mit den Müttern getöteter und derzeit kämpfender Soldaten getroffen. Grund ist, dass am Sonntag (27. November) in Russland Muttertag gefeiert wird. Die Männer seien einen Heldentod gestorben, sagte er laut Spiegel.

Verluste für Russland: Außenpolitiker räumt Probleme ein

+++ 21.32 Uhr: Der russische Außenpolitiker Leonid Sluzki hat Probleme beim russischen Militär eingeräumt. Bei einem Treffen des Außenausschusses der russischen Staatsduma in St. Petersburg sprach Sluzki Mängel in der gesundheitlichen Versorgung an. Darüber berichtete die Tagesschau. „Es gibt nicht genügend Ärzte in den Militäreinheiten; jeder sagt das. Ich kann nicht sagen, dass es sie überhaupt nicht gibt. Aber sie sind dort praktisch nicht zu sehen“, wird der Außenpolitiker zitiert.

In der Vergangenheit wurde außerdem die schlechte Ausrüstung der russischen Armee von den eigenen Soldaten kritisiert. Sluzki, ein Verfechter des russischen Kurses in der Ukraine, versprach, die Probleme mit dem Verteidigungsministerium zu besprechen. „Wir müssen uns im Klaren sein, dass die ganze Welt uns beobachtet.“ Wenn Dinge wie Socken oder Ärzte fehlten, führe das zu Fragen, die nur schwer zu beantworten seien, sagte Sluzki.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Moskau unter Druck – Bevölkerung immer unzufriedener

+++ 20.44 Uhr: Zwischen Russland und der Ukraine wurden bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, auf seinem Telegram-Kanal mitteilte, sei es gelungen „zwölf unserer Leute zu befreien“ zu befreien. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt den Austausch von zwölf Gefangenen mit russischer Staatsangehörigkeit.

Bei den Ukrainern handelt es sich nach Angaben aus Kiew um neun Soldaten und drei Zivilisten, die als vermisst gemeldet worden waren. Bei den „Russen“ soll es sich um Bewohner der „Donezker Volksrepublik“ im Osten der Ukraine handeln. Die Bereitschaft Moskaus zum Gefangenenaustausch erklärt das amerikanische Institute for the Study of the War mit der zunehmenden Unzufriedenheit der eigenen Bevölkerung über die russische Mobilmachung. Große Teile der Bevölkerung fürchten um ihre Angehörigen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Ukraine erzielt schwere Treffer und zerstört „wichtige Objekte“

+++ 18.29 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Armee vermeldet neue Erfolge im Süden des Landes. Laut dessen Abendbericht auf facebook soll es den Streitkräften gelungen sein, mittels Artillerie mehrere schwere Treffer, unter anderem auf der russisch besetzten Krim zu erzielen.

Beim Beschuss eines Kontrollpunkts in der Stadt Dschankoj im Norden der Halbinseln sollen insgesamt neun „wichtige Objekte“ getroffen worden sein. Dabei handle es sich nach Angaben des ukrainischen Generalstabs vor allem um Waffen und militärische Ausrüstung der russischen Armee. Der getroffene Stützpunkt soll erst vor Kurzem durch die russischen Besatzer aufgebaut worden sein.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: BBC sammelt Informationen über getötete Russen

+++ 14.25 Uhr: Der BBC ist es eigenen Angaben zufolge gelungen, Informationen über den Tod von 326 mobilisierten Russen zu bestätigen. Insgesamt seien aus offenen Quellen die Namen von mehr als 9.300 russischen Soldaten bekannt, die im Krieg in der Ukraine gefallen sind.

Seit dem ersten Tag des Krieges führe der russischsprachige Dienst der BBC zusammen mit dem Medienunternehmen Mediazona – das in Russland als „ausländisches Agentenmedium“ gelte – und einem Team von Freiwilligen eine Liste der russischen Verluste in der Ukraine. Bis zum 25. November könne man Informationen über 9.311 getötete Soldaten und Offiziere bestätigen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Arsenal an Langstreckenraketen fast erschöpft

+++ 11.00 Uhr: Russland setzt in der Ukraine nach Einschätzung britischer Geheimdienste veraltete Trägerraketen ein, die eigentlich für nukleare Sprengköpfe ausgelegt sind. Auf öffentlich zugänglichen Aufnahmen seien Trümmer eines mutmaßlich abgeschossenen Raketentyps zu erkennen, der aus den 1980er Jahren stamme und als nukleares Trägersystem entwickelt worden sei, hieß es in einem Bericht des britischen Verteidigungsministeriums. Die Trägerraketen würden jetzt unbewaffnet abgefeuert, ohne die Sprengköpfe.

Obwohl diese Raketen trotzdem Schaden anrichten könnten, sei es unwahrscheinlich, dass Moskau damit ernsthafte Erfolge erreiche, hieß es von der britischen Regierung. Vielmehr hoffe der Kreml wohl darauf, die ukrainische Luftabwehr abzulenken. London wertete dies als Zeichen dafür, wie erschöpft Russlands Arsenal an Langstreckenraketen sei.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Kiew meldet die aktuellen Zahlen

Update vom Samstag, 26. November, 08.40 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die Daten zu den Verlusten Russlands aktualisiert. Demnach sind Russland seit Beginn des Ukraine-Kriegs 86.710 russische Soldaten im Kampf gefallen. Der Generalstab nennt auch weitere Daten zu Flugzeugen, Hubschrauber, Panzer und anderem Militärgerät. Die Verluste Russlands im Überblick:

Soldaten: 86.710 (+560 zum Vortag)

Flugzeuge: 278 (+0)

Hubschrauber: 261 (+0)

Panzer: 2901 (+2)

Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5848 (+4)

Artilleriesysteme: 1896 (+1)

Luftabwehrsysteme: 209 (+0)

Mehrfachraketenwerfer: 395 (+0)

Autos und andere Fahrzeuge: 4406 (+2)

Schiffe: 16 (+0)

Unbemannte Kampfdrohnen: 1554 (+1)

(Stand: Samstag, 26. November)

Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Verluste für Russland: Whistleblower wirft Vorgesetzten Verhalten „wie im Zirkus“ vor

+++ 19.06 Uhr: Immer häufiger wenden sich russische Soldaten an russlandkritische Medien, um über die Zustände an der Front zu berichten. Dabei kommt auch immer wieder zur Sprache, wie Russland einen Großteil seiner Gefallenen totschweigen soll. Nun veröffentlichte etwa die von Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Umfeld der Kreml-kritischen Gruppe Pussy Riot gegründete Plattform Mediazona den Bericht eines russischen Soldaten aus der 155. Brigade. Dieser berichtet, wie in den vergangenen Wochen etwa 450 bis 500 Soldaten seiner Einheit in der Umgebung des kleinen ukrainischen Dorfs Pawliwka in der Region Donezk gefallen seien. Etwa genauso viele seien verletzt worden.

Einige der Soldaten der Einheit hätten die Vorgesetzten daraufhin aufgefordert, die Taktik zu ändern, woraufhin das Kommando zunächst mit rechtlichen Schritten gedroht hätte. Dann seien den Soldaten Auszeichnungen versprochen worden, um sie ruhig zu stellen. „Unsere Kommandanten führen sich auf wie im Zirkus“, wirft der anonyme Soldat seinen Vorgesetzten vor und berichtet, dass zwar einige seiner Kameraden aus Pawliwka abgezogen worden seien – diejenigen, die sich beschwert hätten, seien jedoch aufgefordert worden, ihre Position zu halten.

Seinen Vorgesetzten wirft der Whistleblower vor, mehr Wert in möglichen Auszeichnungen zu sehen als im Leben ihrer Soldaten. Die „wahrscheinlich einzige Möglichkeit am Leben zu bleiben“, schreibt der Soldat, sei zu desertieren.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Etliche Reservisten nach Teilmobilisierung gefallen

Update vom Freitag, 25. November, 14.45 Uhr: Die Verluste im Ukraine-Krieg bereiten Russland große Probleme (s. Erstmeldung). Abhilfe sollte die Teilmobilisierung im September schaffen. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste ist allerdings eine hohe Zahl der eingezogenen Reservisten bereits gefallen. Unter anderem in der Region Donezk, rund um die Stadt Bachmut, seien mobilisierte Reservisten wohl in hoher Zahl ums Leben gekommen, hieß es im Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. 

Das Gleiche gelte auch für Soldaten, die in der Region Luhansk Grabensysteme hätten ausheben müssen, während sie unter schwerem Artilleriefeuer standen. Es müsse dem Kreml Sorgen bereiten, dass eine zunehmende Zahl an Familien der Reservisten bereit sei, gegen die Zustände, unter denen ihre Angehörigen dienen, zu protestieren und sich notfalls deswegen verhaften zu lassen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg sehr hoch

Erstmeldung vom Freitag, 25. November: Moskau/Kiew - Russland hat im Ukraine-Krieg bisher schwere Verluste hinnehmen müssen. Wie hoch die Verluste der russischen Armee tatsächlich sind, ist unklar. Der Kreml selbst schweigt sich weitgehend aus. Zuletzt nannte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu im September offizielle Zahlen. „Die Verluste Russlands belaufen sich auf 5937“, sagte er damals. Eine von Wladimir Putin geplante zweite Mobilisierungswelle spricht allerdings dafür, dass die Verluste erheblich höher sind und nur mit neuen Rekruten kompensiert werden können.

Auch die Aussagen eines ehemaligen Offiziers einer russischen Spezialeinheit und eines aktiven FSB-Offiziers des russischen Geheimdienstes, die das russische Investigativportal Istories im Oktober veröffentlichte, machen deutlich, mit wie vielen Problemen die russischen Streitkräfte im Ukraine-Krieg zu kämpfen haben. Ihren Angaben zufolge belief sich die Zahl der Verluste zu jenem Zeitpunkt auf knapp 90.000. Dazu gehörten gefallene, aber auch vermisste und verwundete Soldaten, die nicht mehr zum Militärdienst zurückkehren können.

Schon im April hatte das kremlnahe Nachrichtenportal Readovka versehentlich Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Damals war von 13.414 gefallenen Soldaten und etwa 7000 Vermissten die Rede. Zum Vergleich: Im zehn Jahre währenden Afghanistan-Krieg von 1979 bis 1989 beliefen sich die Verluste der damaligen Sowjetunion auf 14.523 Tote. Spätere Angaben sprachen von 26.000 gefallenen Soldaten.

Derweil veröffentlicht der ukrainische Generalstab jeden Tag die Zahl der russischen Verluste. Laut Statistiken des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind in den neun Monaten des Ukraine-Kriegs mehr als 86.000 Soldaten im Kampf gefallen. (cs/cas/aa/mse/ska mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © SNA/IMAGO-Images

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