Silvester-Fiasko: Innenstaatssekretär kritisiert Polizei

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In der Kölner Silvesternacht waren Hunderte Frauen Opfer von Raub, sexueller Belästigung und in einigen Fällen auch von Vergewaltigung geworden.

Düsseldorf - Nach dem Einsatzdebakel in der Kölner Silvesternacht hat auch der nordrhein-westfälische Innenstaatssekretär Bernhard Nebe die damalige Polizeiführung der Stadt kritisiert.

Es sei falsch gewesen, keine Einsatzkräfte nachzuordern, vor allem aber habe die Polizei schwere Fehler bei der Informationspolitik gemacht, sagte Nebe als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Zu lange habe die Polizei Hinweise auf nordafrikanische Männer am Tatort und den oftmals festgestellten Flüchtlings- oder Asylbewerberstatus unterschlagen. Er habe beim damaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Albers mehrfach auf Korrektur gedrängt, sagte der SPD-Politiker. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte Albers am 8. Januar in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

An Silvester waren in Köln Hunderte Frauen Opfer von Raub, sexueller Belästigung und in einigen Fällen auch von Vergewaltigung geworden. 

dpa

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