Drahtzieher der Anschläge in Paris

Abdeslams Vater hofft auf gerechte Verurteilung seines Sohns

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Salah Abdeslam wurde im März in Brüssel gefasst.

Brüssel - Der Vater des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam hofft, dass sich sein Sohn vor Gericht äußert und für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird.

Er sei "traurig" und verstehe nicht, "was in den Köpfen der Kinder vorgeht", sagte der 67-jährige Mann dem französischen Radiosender Europe 1 in einem am Sonntagmorgen ausgestrahlten Interview. Er hoffe, dass sich sein Sohn "vor der Justiz äußern" werde.

"Ich hoffe, dass alle sprechen werden." Sein Sohn werde für das, was er getan habe, verurteilt werden, sagte Abdeslams Vater nach einem Besuch im Gefängnis im belgischen Brügge, wo Abdeslam einsitzt. Er war am 18. März festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, an der Attentatsserie im November in Paris mit 130 Toten beteiligt gewesen zu sein. Sein Bruder Brahim hatte sich in Paris in die Luft gesprengt.

Abdeslams Vater sagte nun, er fühle sich "krank" und gehe derzeit fast gar nicht mehr aus dem Haus. Er sei seit 40 Jahren in Belgien, sagte der 67-Jährige Europe 1. "Wir waren glücklich, uns ging es gut, wir sind ausgegangen, wir haben gelacht. Jetzt können wir nicht einmal mehr vor die Tür gehen."

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