RWI rechnet mit Rückgang des Haushaltsüberschusses

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"refugeeswelcome - wir helfen" - Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bekennt sich in der Haushaltsdebatte des Bundestages zur massiven Flüchtlingshilfe. Foto: Kay Nietfeld

Essen (dpa) - Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) rechnet vor dem Hintergrund erwarteter Flüchtlingskosten und geplanter Steuerentlastungen im kommenden Jahr mit einem deutlichen Rückgang des Überschusses im Staatshaushalt.

Nach einem für 2015 erwarteten Überschuss von rund 20 Milliarden Euro rechne das RWI für 2016 nun mit einem Überschuss von nur noch 8 Milliarden, sagte RWI-Forscher Roland Döhrn in Essen.

Nach einer Schätzung der Forscher könnten die Gesamtausgaben für Flüchtlinge allein in diesem Jahr bei rund zehn Milliarden Euro liegen. Darin enthalten seien aber auch die Ausgaben für Altfälle, so dass es nicht nur um den Zuzug neuer Flüchtlinge gehe. "Das ist eine Belastung, die man sich als reiches Land leisten kann" , sagte Döhrn. Vor dem Hintergrund der erwarteten demografischen Probleme in Deutschland könne sich der Flüchtlingsandrang sogar als "große Chance" erweisen.

RWI-Prognose

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