Bundeskanzlerin hatte Russlands Rolle im Syrien-Konflikt kritisiert 

Russland verärgert über Merkels Äußerungen zu Syrien

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Begeisterung sieht anders aus: 

Berlin - Auf ihrem Türkei Besuch kritisierte Angela Merkel die russische Luft-Offensive in Syrien scharf. Die verärgerte Reaktion aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. 

Einen Tag nach den kritischen Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu den russischen Luftangriffe in Syrien hat sich der Kreml verärgert über die Einlassungen gezeigt. Jeder Politiker solle "in der Wortwahl sehr genau und verantwortungsvoll sein", sagte Dmitri Peskow, Sprecher von Staatschef Wladimir Putin, am Dienstag in Moskau. Die "heikle Lage" in Syrien erfordere dies. 

Bei einem Besuch Merkels in der Türkei hatten die Kanzlerin und der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu Russlands Luftangriffe in Syrien am Montag scharf verurteilt. Die Zivilbevölkerung leide unter den Bombardements, sagte Davutoglu mit Blick auf die von der russischen Luftwaffe unterstützte Offensive in der Region um Aleppo. Merkel rief Moskau auf, die Luftangriffe einzustellen. 

Moskau: "Keine glaubwürdigen Beweise" 

Peskow sagte am Dienstag, dem Kreml lägen keine glaubwürdigen Beweise für zivile Opfer der Angriffe in Syrien vor, obwohl der Westen und die syrische Opposition den Vorwurf immer wieder erhöben. Der Sprecher kritisierte zudem, in der Vergangenheit habe sich zum "barbarischen Vorgehen von Terroristen" gegen syrische Soldaten "niemand geäußert". 

Verhandlungen für eine Friedenslösung unter UN-Schirmherrschaft waren zuletzt im schweizerischen Genf ohne Ergebnis vertagt worden. Angestrebt werden eine Feuerpause, die Bildung einer Übergangsregierung und die Organisation von Wahlen. Russland unterstützt den Plan offiziell, fliegt aber Luftangriffe auf Seiten der Regierungstruppen gegen Rebelleneinheiten. Moskau gibt dabei an, ebenso wie eine US-geführte Militärallianz die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat zu bekämpfen.

afp

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