Nach Eklat um Schlesinger

Lindner sieht „erhebliches Einsparpotenzial“ beim Rundfunkbeitrag: Queen-Berichterstattung als Anlass

Christian Lindner
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Finanzminister Christian Lindner (FDP) will den Rundfunkbeitrag gedeckelt sehen.

Christian Lindner waren die Übertragungen des Begräbnisses von Elizabeth II. offenbar zu viel. Der FDP-Finanzminister fordert jetzt Konsequenzen.

Berlin - Nach den Gehältern der Intendanten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks hat sich Finanzminister Christian Lindner nun zum Rundfunkbeitrag geäußert. Der FDP-Chef hält eine Deckelung der Gebühren für gefordert.

„Dass ARD, ZDF und Phoenix live und parallel vom Begräbnis der Queen aus London senden und mit jeweils eigenem Personal in London sind, belegt anschaulich, dass es erhebliches Einsparpotenzial gibt“, sagte Lindner der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 20. September.

Rundfunkbeitrag, Queen-Berichterstattung und FDP-Chef: Kritik von Lindner

Eine Aussetzung der Gebührenerhöhungen würde die Menschen „in einer Zeit rapide steigender Preise“ entlasten. Zugleich würde sie als Anreiz für die öffentlich-rechtlichen Sender dienen, sich zu verschlanken und auf ihren Kernauftrag zu konzentrieren, fügte Lindner hinzu.

„Ich bin mir sicher, dass durch Kooperation hohe Summen gespart werden können, ohne dass sich dies am Programm negativ bemerkbar macht.“ Lindner hatte kürzlich bereits einen Gehaltsdeckel für das Spitzenpersonal beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert.

Vorwürfe an Ex-Intendantin Schlesinger: Staatsanwaltschaft ermittelt

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk war wegen der Vorgänge beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) in die Kritik geraten. Die frühere Intendantin Patricia Schlesinger war im August zurückgetreten und wurde fristlos entlassen, nachdem zahlreiche Vorwürfe unter anderem wegen Vetternwirtschaft gegen sie erhoben worden waren. Inzwischen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.

Münchner-Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis erinnerte in einem Kommentar zum Fall Schlesinger daran, dass die Rundfunkanstalten Garanten für hochwertigen Journalismus bleiben müssten. (AFP/frs)

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