Polizei von Baltimore übergibt Bericht zu Gray-Tod

+
Szenen wie aus einem Bürgerkrieg: Die US-Nationalgarde hat Stellung in Baltimore bezogen. Foto: John Taggart

Baltimore (dpa) - Knapp zwei Wochen nach dem Tod des Afroamerikaners Freddie Gray in Polizeigewahrsam in der US-Stadt Baltimore reißen die Proteste nicht ab. In Baltimore und Philadelphia gingen am erneut Hunderte zumeist junge Menschen auf die Straßen.

In Philadelphia kam es zeitweise zu Rangeleien mit der Polizei. In Baltimore bewegten sich auch nach Beginn der nächtlichen Ausgangsperre vereinzelt Menschengruppen in der Stadt.

Die Umstände des Todes des jungen Mannes sind nach wie vor unklar. Gray war am 12. April festgenommen und nach Videobildern offenbar bereits schwer angeschlagen in ein Polizeiauto geschleift worden. Später erlitt er schwere Rückenverletzungen, fiel ins Koma und starb am 19. April im Krankenhaus.

Seit Monaten erschüttern immer wieder gewaltsame Übergriffe zumeist weißer Polizisten auf Schwarze die USA. In Baltimore hatte es zu Wochenbeginn aus Wut über den Tod Grays schwere Ausschreitungen gegeben.

Die Polizei übergab am Donnerstag einen internen Bericht an die Staatsanwaltschaft, der aber nicht veröffentlicht wurde. Staatsanwältin Marilyn Mosby rief die Bevölkerung zur Ruhe und zu Vertrauen in die Justiz auf. Unklar ist, ob und wann es zu einem Prozess kommt.

Washington Post

USA Today

CNN

Kommentare

Meistgelesen

Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen: Die wichtigsten Fragen und Antworten
„Legs-it“: Zeitung analysiert Beine von May und Sturgeon
„Legs-it“: Zeitung analysiert Beine von May und Sturgeon
Trump soll Merkel Milliarden-Rechnung überreicht haben
Trump soll Merkel Milliarden-Rechnung überreicht haben
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert