Polen plant Beobachtungstürme an der Grenze zu Kaliningrad

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Grenzübergang Mamonowo-II/Grzechotki. Polen will an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad Beobachtungstürme errichten. Foto: Thoralf Plath

Warschau/Ketrzyn (dpa) - Polen will angesichts des Ukraine-Konflikts seine rund 200 Kilometer lange Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad verstärken. Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes sollen sechs Beobachtungstürme errichtet werden, um die Grenze rund um die Uhr von dort aus zu überwachen.

Derzeit werde die technische Ausstattung der 35 bis 50 Meter hohen Türme getestet, sagte Miroslawa Aleksandrowicz von der Grenzschutzstelle Masuren in Ketrzyn der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Die Baukosten betragen den Angaben zufolge rund 14 Millionen Zloty (etwa 3,5 Millionen Euro).

Zwischen den Grenzregionen Polens und Kaliningrad besteht ein "kleiner Grenzverkehr", der eine visumfreie Einreise ermöglicht. Im vergangenen Jahr reisten rund 3,2 Millionen Polen und 3,3 Millionen Russen in die Nachbarregion. Der Ukraine-Konflikt hatte darauf wenig Einfluss. Die Warschauer Regierung will aber wegen der Situation im östlichen Nachbarland Militärstandorte in Ostpolen verstärken. 

Grenzschutzbehörde Masuren

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