Katholische Kirche

Papst verschiebt Afrika-Reise wegen Knieproblemen

Papst Franziskus
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Das Oberhaupt der katholischen Kirche: Papst Franziskus.

Papst Franziskus hat mit seinem Knie zu kämpfen. Der Heilige Vater wird auf Rat seiner Ärzte seine Reise in die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan nicht antreten. Derweil gibt es Spekulationen über einen möglich Rücktritt des Pontifex.

Rom - Papst Franziskus hat wegen anhaltender Knieprobleme seine geplante Afrika-Reise vorerst abgesagt.

„Auf Anraten seiner Ärzte und um die Ergebnisse seiner Therapie nicht zu beeinträchtigen, der er sich wegen seines Knies unterzieht, sah sich der Heilige Vater mit Bedauern gezwungen, seine Apostolische Reise in die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan, die für den 2. bis 7. Juli geplant war, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Freitag mit.

Das 85 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche sitzt seit einiger Zeit wegen schmerzhafter Beschwerden am rechten Knie im Rollstuhl. Auch eine für den Juni anberaumte Reise in den Libanon wurde wegen gesundheitlicher Probleme des Argentiniers wieder auf Eis gelegt. Weiter im Terminkalender steht indes der Papst-Besuch Ende Juli in Kanada.

Mit den Reisen in die Demokratische Republik Kongo (DRK) und den Südsudan hätte der Pontifex Aufmerksamkeit auf zwei Staaten gelenkt, die von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Flüchtlingselend und andauernden Konflikten geprägt sind. Während in mehreren kongolesischen Provinzen seit Jahren gekämpft wird und auch die Beziehungen zum Nachbarstaat Ruanda gespannt sind, kommt der Südsudan seit seiner Unabhängigkeit vor fast elf Jahren nicht zur Ruhe.

Spekulationen über möglichen Rücktritt

Franziskus' Knieprobleme gepaart mit einer Terminkonstellation Ende August sorgten zuletzt für Medienspekulationen über einen möglichen Rücktritt des Pontifex. Am 27. August will er 21 neue Kardinäle ernennen. Einen Tag später ist ein Besuch Franziskus' in der italienischen Stadt L'Aquila geplant, wo Papst Coelestin V., der erste auf dem Stuhl Petri, der zu Lebzeiten zurücktrat, begraben liegt. In den folgenden zwei Tagen steht auf dem Plan, dass alle Kardinäle in den Vatikan kommen, um - wie der Heilige Stuhl mitteilte - über die neue apostolische Verfassung zu sprechen.

Spekuliert wurde nun, der Papst könnte in diesen Tagen Ende August seinen Rücktritt verkünden und hätte dann für ein Konklave alle Kardinäle schon in der Stadt. Einige Beobachter halten diese Theorie allerdings für unwahrscheinlich und begründen die Wahl dieser Daten schlicht damit, dass Ende August in der Kirche noch wenig Termine sind und ein Treffen der Kirchenmänner daher einfacher und günstiger sei. Außerdem wirke Franziskus nicht amtsmüde. dpa

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