Bundestagswahl

Özdemir will Grünen-Spitzenkandidat 2017 werden

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Will seine Partei in die Bundestagswahl 2017 führen: Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir.

Berlin - Drei Bewerber für den männlichen Spitzenkandidaten der Grünen 2017 und eine Bewerberin für den weiblichen Part. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für die Qualität der Bewerber?

Grünen-Chef Cem Özdemir will seine Partei als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2017 führen. Damit gibt es nun drei offizielle Bewerber für den Posten des männlichen Spitzenkandidaten. Zuvor hatten bereits der schleswig-holsteinische Vize-Ministerpräsident Robert Habeck und der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, ihre Kandidatur angekündigt.

Um den Posten der weiblichen Spitzenkandidatin bewirbt sich bisher nur Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Der Parteilinke Robert Zion hat ebenfalls schon signalisiert, sich um die Spitzenkandidatur bewerben zu wollen.

Özdemir sagte in einem Interview des ARD-Hauptstadtstudios: „Ich habe mich entschieden: Ich will Spitzenkandidat meiner Partei Bündnis 90/Die Grünen werden.“ Und er fügte hinzu: „Die Umstände müssen passen. Die Themen müssen passen. In der Familie muss es passen. Das tut es jetzt.“

Bei der Bundestagswahl werde es um die Themen Umwelt, Gerechtigkeit und Integration/Weltoffenheit gehen. „Von allen drei Themen verstehe ich was“, sagte der gebürtige Schwabe mit türkischen Wurzeln. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er am Samstag: „Bin am Start! - Urwahl“.

Auch Habeck meldete sich via Twitter zu Wort: „Willkommen. Freue mich auf die Auseinandersetzung über den richtigen Weg“, schrieb er.

Hofreiter sagte der Deutschen Presse-Agentur zur Kandidatur Özdemirs: „Cem vertritt uns in einigen Themen sehr, sehr gut. Ich freu mich total auf den Wahlkampf. Jetzt haben die Parteimitglieder eine Auswahl zwischen unterschiedlichen Personen und unterschiedlichen Konzepten. Ich bin mir sicher, dass es ein fairer, anständiger und an den Inhalten orientierter Wahlkampf sein wird.“

Und Özdemirs Co-Vorsitzende Simone Peter twitterte am Samstag: „Bei uns wird's schon vor der Wahl spannend.“

Die Grünen wollen ihre Top-Kandidaten für 2017 per Urwahl bestimmen. Dazu soll der Länderrat im September die Urwahl einleiten. Bis zum 17. Oktober gibt es dann eine Bewerberphase, während der sich noch weitere Kandidaten melden könnten. Allerdings braucht man für die Funktion des Spitzenkandidaten ein Votum eines Kreis- oder Landesverbandes und man muss für den Bundestag kandidieren. Vor Weihnachten sollen die Wahlunterlagen verschickt und in der dritten Januarwoche dann das Ergebnis bekannt gegeben werden.

dpa

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