NSU-Prozess

Wohlleben soll in Untersuchungshaft bleiben

+
Ralf Wohlleben soll in U-Haft bleiben.

München - Die Bundesanwaltschaft hat sich gegen eine Entlassung des mutmaßlichen NSU-Unterstützers Ralf Wohlleben aus der Untersuchungshaft gewandt.

In einer Stellungnahme, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, macht die Anklagebehörde Fluchtgefahr und eine zu erwartende hohe Gefängnisstrafe geltend. Außerdem habe sich der „dringende Tatverdacht“ gegen ihn mit der bisherigen Beweisaufnahme im NSU-Prozess „weiter verdichtet“.

Wohlleben muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht München wegen Beihilfe verantworten. Er hat nach Überzeugung der Anklage die Beschaffung der Mordwaffe vom Typ „Ceska“ in Auftrag gegeben und soll die Unterstützung für das NSU-Trio maßgeblich gesteuert haben. Mit der „Ceska“ soll der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) neun seiner zehn Mordopfer erschossen haben. Die Verteidigung Wohllebens hatte dessen Freilassung verlangt.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Umfrage zur Bundestagswahl: Merkel weiter unangefochten
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten
Steinmeier mit Geheimreise nach Kabul - Dank an Soldaten