NSU-Prozess kann weitergehen: Befangenheitsanträge abgelehnt

+
Die Angeklagte Beate Zschäpe im Gerichtssaal im Oberlandesgericht in München. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München (dpa) - Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und der Mitangeklagte Ralf Wohlleben sind erneut mit einem Befangenheitsantrag gegen die Richter im Münchner NSU-Prozess gescheitert.

Ein Senat des Oberlandesgerichts München lehnte einen Antrag ab, den die beiden Angeklagten in der vergangenen Woche gestellt hatten. Der Beschluss wurde heute vor Beginn der Verhandlung an die Prozessbeteiligten verteilt. 

Damit kann der Prozess fortgesetzt werden. Es war geplant, dass es am Mittwoch um das Waffenarsenal des NSU geht. Dazu soll ein Sachverständiger des Bundeskriminalamtes aussagen.

Zschäpe muss sich als mutmaßliche Mittäterin aller Verbrechen des NSU verantworten. Dazu gehören vor allem die neun rassistisch motivierten Morde der Gruppe. Wohlleben soll die Tatwaffe vom Typ "Ceska" beschafft haben, die bei diesen Morden verwendet wurde.

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

Terminliste NSU-Prozess für das Jahr 2016

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Meistgelesen

Nordkorea droht mit „umfassendem Krieg“
Nordkorea droht mit „umfassendem Krieg“
Neuer PISA-Report: Was klappt an unseren Schulen und was nicht?
Neuer PISA-Report: Was klappt an unseren Schulen und was nicht?
Wo die Türken in Deutschland wie abgestimmt haben
Wo die Türken in Deutschland wie abgestimmt haben
Trump droht Nordkorea - und schickt Flugzeugträger dann in die Irre
Trump droht Nordkorea - und schickt Flugzeugträger dann in die Irre
Rente steigt bis 2030 um jährlich zwei Prozent
Rente steigt bis 2030 um jährlich zwei Prozent