"Zeitnah" ausstehende Anträge stellen

NSU-Prozess: Ist ein Ende in Sicht?

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München - Im NSU-Prozess deutet sich das Ende an: Richter Manfred Götzl hat die Prozessparteien am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht München aufgefordert, „zeitnah“ noch ausstehende Anträge zu stellen.

Ob auch das Beweisprogramm seitens des Senats beendet ist, ließ er offen. Allerdings forderte Götzl auch die Hauptangeklagte Beate Zschäpe auf, nunmehr bald auf alle Fragen zu reagieren, die das Gericht ihr in den letzten Wochen gestellt hatte und die teilweise noch unbeantwortet sind. Zschäpes Mit-Verteidiger Mathias Grasel kündigte Antworten für die kommende Woche an.

Der psychiatrische Gutachter Henning Saß, der Zschäpes Persönlichkeit beurteilen soll, sagte auf Aufforderung Götzls zu, eine vorläufige schriftliche Fassung seines Gutachtens in der dritten Oktoberwoche zu liefern. Das psychiatrische Gutachten gilt in Strafprozessen in der Regel als Schlusspunkt der Beweisaufnahme.

Zschäpe steht seit dem 6. Mai 2013 vor Gericht. Sie ist für die Mittäterschaft an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden angeklagt, die ihre beiden mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübt haben sollen.

dpa

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