Personenkult in Nordkorea

Kim Jong Un erklimmt höchsten Berg des Landes

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Kim Jong Un auf dem Gipfel.

Pjöngjang - Neuer Höhepunkt im Personenkult um die Herrscher-Familie: Nordkorea hat Bilder von Machthaber Kim Jong Un vor dem Hintergrund des höchsten Gipfels des Landes veröffentlicht.

Kim habe den Paktu-Berg (2750 Meter) am Samstagfrüh zusammen mit Kampfpiloten der Volksarmee erklommen, wie die staatlichen Medien am Sonntag berichteten. Die koreanische Revolution, die am Paektu begonnen habe, sei noch nicht beendet, wurde Kim zitiert. „Den Paektu zu besteigen, liefert kostbare Geistesnahrung, die kräftiger ist als alle Atomwaffen.“

Die Kim-Dynastie ist bereits seit über 60 Jahren in dem verarmten, aber hochgerüsteten Staat an der Macht. Als Kim Jong Un Ende 2011 an die Macht gekommen war, hatte er dabei auch den Personenkult um seinen Großvater Kim Il Sung und dessen Sohn Kim Jong Il übernommen. Die Leichname der beider früheren Diktatoren liegen einbalsamiert in einem Mausoleum in Pjöngjang. Der Paektu wird von Süd- wie Nordkoreanern als heiliger Berg verehrt. Im stalinistisch geprägten Nordkorea gilt er darüber hinaus auch als Symbol der Herrscherfamilie.

dpa

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