Ukraine-Krieg

Schwere Verluste für Russland: 56.000 Soldaten tot – 18 Panzer zerstört

Die blutigen Kämpfe im Ukraine-Krieg dauern an. Russland muss schwere Verluste bei Soldaten und Material hinnehmen. Der News-Ticker.

  • Hinweis der Redaktion: Neuigkeiten zu den russischen Verlusten im Ukraine-Konflikt lesen Sie in diesem News-Ticker. Die Informationen stammen teilweise von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg und lassen sich nicht unmittelbar unabhängig prüfen.

Dieser News-Ticker ist beendet: Alle aktuellen Entwicklungen zu Verlusten im Ukraine-Krieg lesen Sie im neuen Ticker.

+++ 14.30 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben 18 Panzer aus Russland zerstört. Dies teilte das Verteidigungsministerium am Freitag (23.09.2022) in Kiew mit. Das russische Militär, das seit Beginn des Angriffskriegs unter schweren Verlusten leidet, musste zudem die Vernichtung von acht Mehrfachraketenwerfern hinnehmen.

Mehrfachraketenwerfer der ukrainischen Armee im Einsatz.

Schwere Verluste für Russland: Mehr als 56.000 Soldaten laut Ukraine tot

+++ 10.12 Uhr: Wie jeden Tag hat das ukrainische Verteidigungsministerium die Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind innerhalb eines Tages 550 russische Soldaten getötet worden – 56.060 sollen den Angaben zufolge seit Beginn der Kampfhandlungen gefallen sein. Der Überblick zu den Angaben des Ministeriums:

  • Soldaten: 56.060
  • Flugzeuge: 254
  • Hubschrauber: 219
  • Panzer: 2254
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 4796
  • Artilleriesysteme: 1355
  • Luftabwehrsysteme: 170
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 326
  • Autos und andere Fahrzeuge: 3659
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 950
  • Stand: Donnerstag, 23. September 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

+++ 6.49 Uhr: Die Ukraine hat 25 russische Militärbasen attackiert. Unter anderem habe das Land neun Drohnen zerstört, berichtet der Generalstab Kiews. Darüber hatte unter anderem der Kyiv Independent berichtet.

Der Osten der Ukraine ist im Krieg gegen Russland umkämpft.

Schwere Verluste für Russland im Ukraine-Krieg

+++ 17.55 Uhr: Ein Nationalgardist der Ukraine hat einen russischen Mi-8-Hubschrauber mit einem tragbaren Igla-Luftverteidigungssystem (MANPADS) an der Front von Saporischschja abgeschossen. Das teilte die ukrainische Online-Zeitung Ukrajinska Prawda mit Verweis auf das Pressezentrum der ukrainischen Nationalgarde mit.

+++ 14.50 Uhr: Fünf Briten konnten nach Monaten in der Kriegsgefangenschaft kremltreuer Separatisten in der Ostukraine in ihre Heimat zurückkehren. Wie der Nachrichtensender BBC berichtet, seien die Männer am Donnerstag auf dem Flughafen London-Heathrow gelandet. „Nach dieser schrecklichen Tortur“ freuten sie sich nun auf die Normalität mit ihren Familien, sagte Dominik Byrne von der Organisation „Presidium Network“, die die Angehörigen unterstützt.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

Verluste von Russland: Soldaten bei inszeniertem „Terroranschlag“ getötet – Referenden der Grund?

+++ 12.55 Uhr: Ukrainischen Angaben zufolge sind bei einer russischen Militäraktion mehrere Soldaten aus Russland ums Leben gekommen. Wie Kyiv Independent unter Berufung auf den Bürgermeister der Stadt Melitopol, Ivan Fedorov, berichtet, hätten die russischen Truppen einen „Terroranschlag“ im Zentrum der Stadt inszeniert.

Das Ziel: Die Ukraine für den Angriff verantwortlich machen, um die Gegenseite vor den geplanten Referenden zu diskreditieren. Auch in der Region Saporischschja, in der Melitopol liegt, ist eine Abstimmung geplant. Bei der Explosion seien drei russische Soldaten getötet worden, so der Bürgermeister. Angaben zu zivilen Opfern machte er nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht russische Verluste

+++ 09.40 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Statistik zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg aktualisiert. Demnach sind 55.510 Soldaten gefallen.

News zum Ukraine-Krieg: Gefangenenaustausch mit Russland

Update vom Donnerstag, 22. September, 06.40 Uhr: Die Ukraine und Russland haben in der Nacht auf Donnerstag (22. September) einen der größten Gefangenenaustausche in dem fast sieben Monate dauernden Krieg vollzogen. 205 gefangene Ukrainer wurden freigelassen, wie der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, mitteilte. Dazu zählten auch Verteidiger von Mariupol, die verschanzt im Stahlwerk Azovstal bis Mitte Mai Widerstand gegen die russischen Eroberer geleistet hatten.

Bei dem Gefangenenaustausch ließ die Ukraine nach Jermaks Angaben 55 russische Soldaten frei, die bei der Offensive im Gebiet Charkiw Anfang September gefangen genommen worden waren. Auch durfte der festgenommene prorussische Politiker Viktor Medwedtschuk, ein Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, ausreisen.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Luftwaffe zerstört Munitionsdepots, Stützpunkte und Brücken

+++ 22.05 Uhr: Am 210. Tag des Ukraine-Kriegs haben ukrainische Truppen laut einer Mitteilung des Generalstabs Angriffe auf fünf Siedlungen im Osten der Ukraine abgewehrt. Zudem berichtet die ukrainische Luftwaffe von 32 Angriffen, bei denen 17 Militärstützpunkte, ein Munitionsdepot und zehn Standorte von Luftabwehrsystemen zerstört werden konnten. Außerdem seien mehrere Kontrollpunkte und Ponton-Brücken getroffen worden.

Teilmobilmachung in Russland führt zu Massenflucht: Flüge tagelang ausgebucht

+++ 18.50 Uhr: Nach der Ankündigung einer Teilmobilmachung in Russland, versuchen immer mehr Wehrpflichtige das Land zu verlassen, um nicht in der Ukraine kämpfen zu müssen. Wie das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda unter Berufung auf eine russische Nachrichtenagentur berichtet, seien auf den Websites russischer Airlines in den nächsten Tagen alle Flüge in visafreie Staaten ausverkauft, darunter die Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Usbekistan.

Dem Bericht der Nachrichtenagentur RBK zufolge seien erst wieder am Freitag (23. September) Direktflüge von Moskau nach Istanbul buchbar, das günstigste Ticket koste rund 76.000 Rubel (ca. 1255 Euro). Nach Recherchen von Ukrainska Pravda kosteten Flüge auf der Website der russischen Airline Aeroflot am Mittwochnachmittag mindestens 930 Euro und waren erst wieder am Sonntag (25. September) verfügbar. Auf der Turkish Airlines-Seite waren erst für Samstag Flugtickets zu bekommen: für umgerechnet über 1340 Euro.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Kiew führt Teilmobilmachung auf Personalmangel zurück

+++ 13.40 Uhr: Wladimir Putin hat eine sofortige Teilmobilmachung in Russland befohlen. Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch interpretierte den Schritt dahingehend, dass die hohen Verluste Russland zu dieser Maßnahme zwingen. „Es sind mehr als 100.000 an Getöteten und Verwundeten, eher knapp 150.000“, schrieb Arestowytsch. Dabei seien bereits jetzt die nächsten 150.000 mental abgeschrieben. „Wie gut es doch ist, Russe unter Putin zu sein“, schrieb er ironisch.

Moskau hatte zuvor zum ersten Mal seit Ende März wieder Zahlen zu den Verlusten der eigenen Armee im Ukraine-Krieg vorgelegt. Demnach hat Russland bisher 5937 tote Militärangehörige zu beklagen. Unabhängige Beobachter halten die realen Verluste aber für ein Vielfaches höher als genannt. Der ukrainische Generalstab spricht von mehr als 55.000 gefallenen russischen Soldaten (s. Update v. 09.05 Uhr).

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine besiegt 151 russische Truppen

Update vom Mittwoch, 21. September, 07.40 Uhr: Das ukrainische Militär will am 20. September 151 russische Truppen im Süden der Ukraine besiegt haben. Das berichtet The Kyiv Independent.

Nach Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“ zerstörten die ukrainischen Streitkräfte außerdem sieben Panzer, 19 gepanzerte und militärische Fahrzeuge, vier Msta-S- und Msta-B-Haubitzen sowie andere Ausrüstung.

News zum Ukraine-Krieg: Militärjet und Kamikaze-Drohne abgeschossen

+++ 20.50 Uhr: Am frühen Dienstagabend haben Soldaten der ukrainischen Luftwaffe in der Region Cherson einen Angriff durch ein russisches Flugzeug abgewehrt und stattdessen den Angriffsjet vom Typ Su-25 abgeschossen. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda, das sich auf Informationen beruft, die die Militärführung der ukrainischen Luftwaffe auf Facebook geteilt hatte. Kurz zuvor hätten Soldaten in der Region Mykolajiw eine im Iran gefertigte Kamikaze-Drohne abgeschossen.

+++ 15.45 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg immens hohe Verluste. Deshalb leert Moskau offenbar wichtige Luftverteidigungsstützpunkte, um die Streitkräfte in der Ukraine mit Waffen zu versorgen. Dies geht aus Satellitenbildern hervor, wie die finnische Nachrichtenagentur Yleisradio Oy meldet. Demnach verlegt Russland Flugabwehrraketen von St. Petersburg in Richtung Ukraine.

News zum Ukraine-Krieg: Russlands Militär greift auf alte Waffen zurück – Militärschiff versenkt

Bei der Ausrüstung handelt es sich demnach größtenteils um das Luftabwehrsystem S-300. Die Lenkraketen stammen aus den 70er-Jahren und haben eine geringere Reichweite als neuere Flugkörper. Berichten zufolge hat Russland die Ausrüstung aus der Sowjetzeit aber mit GPS-Technologie aktualisiert, die es ihnen ermöglicht, spezifischere Ziele anzugreifen.

Update vom Dienstag, 20. September, 07.05 Uhr: Ukrainische Streitkräfte sollen ein russisches Militärschiff auf dem Fluss Dnipro in der Oblast Cherson versenkt haben. Das berichtet das südliche Operationskommando der Ukraine am 19. September auf Facebook. Das ukrainische Militär habe demzufolge einen mit Militärpersonal, Ausrüstung und Waffen beladenen russischen Lastkahn versenkt, als dieser versuchte, den Dnipro in der Nähe von Nova Kakhovka und Kozatske zu überqueren.

Wie das Institute for the Study of War (ISW) mitteilt, untergrabe die Gegenoffensive des ukrainischen Militärs die ohnehin schon niedrige Moral unter den russischen Truppen. Das löse Panik bei Stellvertretern und Entscheidungsträgern des Kremls aus, heißt es in einem Bericht der Ukrajinska Prawda.

News zum Ukraine-Krieg: Besetzte Siedlung in Luhansk befreit – Heftige Kämpfe erwartet

+++ 21.30 Uhr: Die Befreiung von Russland besetzten Regionen in der Ukraine schreitet voran. Ukrainischen Angaben zufolge soll die Ortschaft Bilohoriwka im Osten des Landes zurückerobert worden sein. Die Befreiung im Gebiet Luhansk sei aber aufgrund des hohen Aufgebots russischer Streitkräfte schwieriger als etwa in Charkiw, erklärte der Gouverneur der Region, Serhij Hajdaj.

„Dieser Überraschungseffekt wird nicht mehr da sein“, sagte Hajdaj im Interview mit dem ukrainischen Radiosender NV. „Diejenigen, die aus Richtung Charkiw geflohen sind, befinden sich in den Regionen Luhansk und Donezk.“ Jetzt würden dort heftige Kämpfe stattfinden.

Verluste für Russland: Russische Truppen eingekesselt

Erstmeldung vom Montag, 19. September: Russische Truppen sind im Süden der Ukraine zwischen der ukrainischen Armee und dem Ufer des Flusses Dnipro eingekesselt. „Die Feuerkontrolle, die wir über die Übergänge und Transportwege über den Fluss Dnipro aufrechterhalten, lässt sie erkennen, dass sie zwischen den ukrainischen Streitkräften und dem rechten Flussufer – nämlich den in diesem Teil des Gebiets Cherson stationierten Einheiten – gefangen sind“, sagte Nataliia Humeniuk, Sprecherin des südlichen Einsatzkommandos, in einer ukrainischen Nachrichtensendung.

Den Besatzern sei angeboten worden, ihre Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. „Daher wurde ihnen übergangsweise ein Ausweg unter der Schirmherrschaft des humanitären Völkerrechts oder einer Rückkehr in ihre Heimat angeboten“, so Humeniuk. Der Sprecherin zufolge sei der Ukraine bewusst, dass es bei einigen russischen Soldaten an Moral mangelt und sie keinen Sinn in ihren Einsatz an der Front sehen. „Sie sehen das Beispiel der Ostfront und das ist für sie sehr entmutigend, weil sie verstehen, dass ein solcher Verlauf auch möglich ist“, informierte Humeniuk.

In den letzten Wochen und Monaten wurde die Antoniwkabrücke, die die Flussufer miteinander verbindet, wiederholt von der russischen Armee beschossen. Russland nutzte die Brücke, um wichtige Güter wie Munition, Treibstoff und Lebensmittel zu transportieren. (mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Anatolii Stepanov / AFP

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