News-Ticker

Luftalarm in der gesamten Ukraine – 15 Explosionen nach russischem Raketenbeschuss

Russland greift mit Raketen mehrere ukrainische Großstädte an. Präsident Putin spricht von Vergeltung. Das Entsetzen ist groß. Der News-Ticker am Dienstag, 11. Oktober.

  • Die EU warnt vor einem Atomwaffeneinsatz durch Russland.
  • Der Kreml spricht eine Drohung an die USA aus, sollte das Land weitere Mehrfachraketenwerfer liefern.
  • Hinweis der Redaktion: Neuigkeiten zu den militärischen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt lesen Sie in diesem News-Ticker. Die Informationen stammen teilweise von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg und lassen sich nicht unmittelbar unabhängig prüfen.

Dieser News-Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Die weiteren Neuigkeiten und Entwicklungen im Ukraine-Konflikt finden Sie in unserem neuen Ticker zum Ukraine-Krieg. Vielen Dank für Ihr Interesse.

+++ 08.45 Uhr: In der gesamten Ukraine gibt es offenbar Luftalarm. Das gaben mehrere Notfalldienste laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstagmorgen bekannt. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar. Derweil werden neue Details zu Russlands Bombardierungen in der Nacht bekannt: In der Region Saporischschja gab es laut Angaben der stellvertretenden Außenministerin der Ukraine, Emine Dzheppar, 15 Explosionen. Mehrere Wohngebäude und eine medizinische Einrichtung wurden demnach getroffen.

Massive russische Raketenangriffe haben am Montag Kiew getroffen: Schwarzer Rauch über der ukrainischen Hauptstadt.

+++ 08.15 Uhr: Wegen der Eskalation des russischen Krieges gegen die Ukraine rechnet das UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mit neuen Vertriebenen. Wenn Menschen durch die Zerstörungen keine Bleibe, keine Heizung und Versorgung mehr hätten, werde die Zahl derer steigen, die andernorts Zuflucht suchen, sagte UNHCR-Chef Filippo Grandi in Genf. Allerdings sei die Ukraine mit internationaler Unterstützung heute besser vorbereitet als zu Kriegsbeginn im Februar, Landsleute in den vom Krieg weniger betroffenen Landesteilen aufzunehmen. Deswegen könnte eine neue Welle von Flüchtlingen in den Nachbarländern ausbleiben. Laut Grandi seien derzeit sechs bis sieben Millionen Menschen in der Ukraine vertrieben. Rund vier Millionen Menschen hätten in anderen Ländern Schutzstatus beantragt.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

+++ 07.15 Uhr: CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter stimmt die Menschen in Deutschland auf einen längeren Ukraine-Krieg ein. „Auch unsere Bevölkerung muss darauf eingestellt werden, dass dieser Krieg womöglich noch zwei Jahre gehen kann und dass er sich ausweitet“, sagte er dem Sender Welt. Auch Parteikollege und Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht die Zukunft düster. Die Menschen müssten sich angesichts der Energiekrise auf Entbehrungen im Winter einstellen. „Darüber muss man nicht jammern, sondern man muss erkennen: Vieles ist nicht selbstverständlich“, sagte Schäuble dem Sender Bild-TV. Auch sollte man ein paar Kerzen, Streichhölzer und eine Taschenlampe zu Hause haben - für den Fall eines Stromausfalls, riet der CDU-Politiker.

News zum Ukraine-Krieg: Präsident Selenskyj betont Widerstandswillen seines Landes

Update vom Dienstag, 11. Oktober, 06.35 Uhr: Nach den schweren russischen Raketenangriffen auf viele Großstädte der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj den Widerstandswillen seines Landes betont. „Die Ukraine lässt sich nicht einschüchtern, sie lässt sich nur noch mehr vereinen“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache am Montag in Kiew. Die Siebenergruppe führender westlicher Industriestaaten (G7) will im Laufe des Tages in einer Videokonferenz über die verschärften russischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine beraten. Putin nannte den Raketenbeschuss, bei dem landesweit 14 Menschen getötet und fast 100 verletzt wurden, eine Reaktion auf angebliche ukrainische Angriffe gegen russisches Gebiet.

+++ 22.35 Uhr: Bei den massiven russischen Raketenangriffen auf viele Großstädte der Ukraine wurden nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums vom Abend landesweit 14 Menschen getötet und 97 verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte in seiner abendlichen Videoansprache den Widerstandswillen seines Landes. „Die Besatzer können uns auf dem Schlachtfeld nicht entgegentreten und deshalb greifen sie zu diesem Terror.“ Kiew ließe sich davon „nicht einschüchtern“. Nicht wie sonst üblich wurde das Video in Selenskyjs gut gesicherten Präsidialamt aufgezeichnet, sondern an einer beschädigten Straßenkreuzung nahe der Universität in Kiew. Bei den Angriffen habe es nur zivile Ziele, wie die Hochschule, einen Kinderspielplatz und Museen, gegeben. Militärische Einrichtungen wurden nach eigenen Angaben nicht getroffen.

Außenminister Dmytro Kuleba bestätigte, dass die Ukraine trotz der jüngsten Angriffe die Gegenoffensive fortsetze. „Was auch immer er (Putin) tut, wir werden unser Territorium weiter befreien“, sagte Kuleba gegenüber dem US-Sender CNN. „Das ist der Krieg um die Existenz der Ukraine. Dies ist der Krieg um die Existenz des Völkerrechts und der regelbasierten Ordnung. Also kann er eskalieren, er kann tun, was er will. Aber wir werden weiter kämpfen und wir werden gewinnen“, fügte er hinzu. Die massiven Angriffe versteht der Minister als Putins Racheakt auf die Explosion der Krim-Brücke.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verübt „wahllose Bombenangriffe auf Zivilisten“

+++ 21.12 Uhr: Der Kreml hat mit seinen jüngsten Angriffen in der Ukraine für Entsetzen gesorgt. „Das ist ein inakzeptabler Angriff auf Zivilisten und ein Verstoß gegen alle Grundsätze des humanitären Völkerrechts“, sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Oslo. „Was jetzt in der Ukraine passiert ist, nun, es sind wahllose Bombenangriffe auf Zivilisten, die auch auf die Infrastruktur abzielen, die für Zivilisten am wichtigsten ist“, erklärte Niinistö.

Eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg und ein Ende der russischen Aggressionen werde es nicht geben, befürchtete Støre. „Das ist leider keine unmittelbare Aussicht.“ Dem finnischen Präsidenten zufolge würde es Kreml-Chef Wladimir Putin schwerfallen, eine Niederlage in der Ukraine einzugestehen. „Ich denke, er ist nicht in der Lage, eine Niederlage hinzunehmen“, sagte Niinistö.

Auch US-Präsident Joe Biden verurteilte die Anschläge „aufs Schärfste“. Sie zeigten einmal mehr „die äußerste Brutalität des illegalen Krieges“ von Kremlchef Wladimir Putin gegen das ukrainische Volk, erklärte Biden am Montag. Die US-Regierung werde dem ukrainischen Volk weiterhin beistehen. „Wir fordern Russland erneut auf, diese unprovozierte Aggression sofort zu beenden und seine Truppen aus der Ukraine abzuziehen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) den Präsidenten.

News zum Ukraine-Krieg: Kiew stoppt Stromexporte

+++ 20.05 Uhr: Angesichts der russischen Raketenangriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine stellt Kiew seine Stromexporte vorerst ein. „Russland verübt weiterhin Energieterror gegen die Ukraine und erhöht auch den Energiedruck auf die Europäische Union“, hieß es in einer Erklärung des ukrainischen Energieministeriums am Montag. „Der ukrainische Strom, den wir exportierten, seit wir Teil des EU-Energiesystems wurden, sowie der Stromexport über separate Leitungen nach Moldawien und Polen halfen Europa, russisches Gas zu ersetzen“, hieß es weiter.

Allerdings würden die jüngsten Angriffe, die unter anderem Umspannwerke trafen, dazu führen, dass ab Dienstag (11. Oktober) kein Strom mehr ins Ausland geliefert wird. Man wolle zunächst das „eigene Energiesystem stabilisieren“. Das dürfte die ohnehin angespannte Energieversorgung in der EU verschärfen. Die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde seit Ende Juni erstmals wieder von russischen Raketen getroffen. Die Angriffe gelten als Reaktion des Kremls auf die Explosion der strategisch wichtigen Krim-Brücke.

Ukraine-Krieg: Russland versucht „kritische Infrastruktur anzugreifen“

+++ 18.55 Uhr: In der Ukraine wurden erneut Raketenangriffe gemeldet. In der Stadt Krywyj Rih in der Region Dnipropetrowsk gab es eine weitere Explosion, informierte Oleksandr Wilkul, Leiter der Militärverwaltung bei Telegram. Diese wurden „vermutlich von Shahid-Kamikaze-Drohnen verursacht“, schrieb Wilkul.

Zwei Drohnen seien aber von der ukrainischen Luftverteidigung zerstört worden, sagte Valentyn Reznichenko, Gouverneur der Region. „Sie wurden vom Feind geschickt, um die kritische Infrastruktur der Region anzugreifen“, ergänzte er. Bereits am Morgen traf eine Rakete die Stadt. Durch die Zerstörung einer Energieinfrastrukturanlage gab es weder Strom noch Wasser.

News zum Ukraine-Krieg: Russland droht mit neuen Angriffen

+++ 17.55 Uhr: Die britische Premierministerin Liz Truss sicherte der Ukraine nach den jüngsten russischen Raketenangriffen auf Kiew weitere Rückendeckung zu. Truss sehe in den Angriffen „ein Zeichen des ukrainischen Erfolgs und der zunehmenden Verzweiflung“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin, erklärte ein britischer Regierungssprecher am Montag nach einem Telefonat der Premierministerin mit Selenskyj.

Truss habe die Angriffe scharf verurteilt, hieß es weiter. Zudem betonte sie, dass Putins „zerstörerische Rhetorik und sein Verhalten“ nichts an Großbritanniens Entschluss ändern würde, fest an der Seite der Ukraine zu stehen. Darauf zähle man aber auch, twitterte Selenskyj nach dem Telefonat. Das betreffe insbesondere den Schutz des Luftraums, aber auch die weitere „Isolierung von Russland“, schrieb der ukrainische Präsident.

News zum Ukraine-Krieg: Entsetzen nach russischen Attacken

+++ 16.57 Uhr: Der französische Staatschef Emmanuel Macron hat die russischen Angriffe auf Städte in der Ukraine mit deutlichen Worten kritisiert. „Die vorsätzlichen Angriffe Russlands auf dem gesamten Territorium der Ukraine und gegen Zivilisten stellen eine tiefgreifende Veränderung in der Natur dieses Krieges dar“, sagte er Medienberichten zufolge im französischen Château-Gontier. Er werde sich in Paris mit seinen diplomatischen und militärischen Beratern treffen, um eine Bestandsaufnahme der Situation vorzunehmen. Macron hatte am Morgen bereits mit Wolodymyr Selenskyj telefoniert und seine große Besorgnis ausgedrückt.

News zum Ukraine-Krieg: Medwedew droht mit neuen Raketenangriffen

+++ 16.10 Uhr: Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat mit neuen Raketenangriffen auf ukrainische Städte gedroht. „Die erste Episode ist vorbei. Es wird weitere geben“, schrieb Medwedew beim Nachrichtendienst Telegram. Der ukrainische Staat sei in seiner jetzigen Form eine ständige Bedrohung für Russland. Deshalb müsse die politische Führung des Nachbarlands vollständig beseitigt werden, betonte Medwedew. Dies sei seine „persönliche Position“. Russland hatte am Morgen mehr als 80 Raketen auf Kiew und andere Städte in der Ukraine gefeuert. Die Angriffe töteten dem ukrainischen Zivilschutz zufolge mindestens elf Menschen landesweit.

News zum Ukraine-Krieg: Entsetzen nach Raketenagriffen

+++ 15.20 Uhr: Nach den Raketenangriffen auf ukrainische Großstädte hat Außenministerin Annalena Baerbock Kiew rasche Hilfe versprochen. „Wir tun alles, um die ukrainische Luftverteidigung schnell zu verstärken“, schrieb die Grünen-Politikerin auf Twitter. Sie sprach mit Blick auf das russische Raketenfeuer von Menschen in Todesangst im Kiewer Morgenverkehr und einem Einschlagskrater neben einem Spielplatz und sagte: „Es ist niederträchtig und durch nichts zu rechtfertigen, dass Putin Großstädte und Zivilisten mit Raketen beschießt.“ Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hatte zuvor ihre Ankündigung bekräftigt: „In den nächsten Tagen steht das erste von vier hochmodernen Iris-T SLM Luftverteidigungssystemen zum wirksamen Schutz für die Menschen in der Ukraine bereit.“

Unterdessen hat auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die russischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine verurteilt. Diese seien „entsetzlich“ und „rücksichtslos“, schrieb Stoltenberg nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter. Die Nato werde das tapfere ukrainische Volk weiterhin unterstützen, sich gegen die Aggression des Kremls zu wehren, solange es nötig sei, so Stoltenberg weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Russland sieht Ziel erreicht

+++ 14.45 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat die Raketenangriffe auf Kiew und andere Großstädte als Erfolg bezeichnet. „Das Ziel des Schlags wurde erreicht. Alle benannten Ziele wurden getroffen“, erklärte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. Laut ukrainischen Angaben hat das russische Militär Dutzende Raketen, darunter auch strategische Lenkwaffen vom Typ Kalibr, auf Ziele im ganzen Land abgeschossen. Vor allem Objekte der Energieinfrastruktur seien getroffen worden, hieß es. Doch auch im Zentrum der Hauptstadt schlugen Geschosse ein.

+++ 14.15 Uhr: Ein Sprecher des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) hat die Attacken auf Kiew und andere ukrainische Städte als Kriegsverbrechen bezeichnet. „Diese Angriffe sind barbarische und feige Angriffe“, sagte er in Brüssel. Sie zeigten nur, dass Russland sich für eine Taktik mit gezielten und wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung entschieden habe. „Dies verstößt gegen das humanitäre Völkerrecht, und diese wahllose Bombardierung von Zivilisten kommen einem Kriegsverbrechen gleich“, sagte er. Die EU werde der Ukraine weiter in allen notwendigen Bereichen zur Seite stehen.

News zum Ukraine-Krieg: Kadyrow beleidigt Selenskyj

+++ 13.30 Uhr: Nach den russischen Raketenangriffen auf die Ukraine hat der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow die Attacken als Vergeltung für die Explosion an der Krim-Brücke verteidigt. „Was hast du Penner-Selenskyj denn gedacht: Du darfst und andere nicht“, schrieb Kadyrow auf seinem Telegram-Kanal an den ukrainischen Präsidenten gerichtet. Der Führung in Kiew warf Kadyrow die langjährige Bombardierung des Donbass-Gebiets in der Ostukraine vor und erklärte: „So, jetzt bin ich zu 100 Prozent zufrieden mit der Durchführung der militärischen Spezialoperation.“

Kadyrow forderte Selenskyj zur Flucht auf. „Wir haben dich, Selenskyj, gewarnt, dass Russland noch nicht einmal richtig angefangen hat, also hör auf zu jammern wie eine Niete und renn lieber, solange es noch nicht bei dir eingeschlagen hat“, forderte der 46-jährige Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, dem zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Kadyrow gilt als einer der lautstärksten Unterstützer von Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine.

News zum Ukraine-Krieg: Putin droht Kiew mit weiteren Angriffen

+++ 12.55 Uhr: Wladimir Putin hat die Raketenangriffe Moskaus gegen zahlreiche ukrainische Städte als Reaktion auf die „Terroranschläge“ gegen russisches Gebiet bezeichnet. Zugleich drohte der russische Präsident Kiew bei einer Sicherheitsratssitzung mit einer noch härteren „Antwort“, sollten die „ukrainischen Angriffe“ fortgesetzt werden. Putin sagte weiter, dass Moskau als Vergeltung für einen Angriff auf eine wichtige Brücke, die Russland mit der annektierten Halbinsel Krim verbindet, Langstreckenraketen gegen die Energie-, Militär- und Kommunikationsinfrastruktur der Ukraine eingesetzt habe.

+++ 11.40 Uhr: Bei den russischen Raketenangriffen auf Kiew ist Berichten zufolge auch die Visastelle des deutschen Konsulats getroffen worden. Der frühere Vorsitzende der Böll-Stiftung in Kiew wendete sich via Twitter direkt an Kanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock. „Wollen Sie vielleicht ein paar Leopard-Panzer schicken, um die Lage vor Ort zu checken?“, schrieb Sergej Sumlenny.

News zum Ukraine-Krieg: Gemeinsame Einsatztruppe von Belarus und Russland

+++ 11.30 Uhr: Nach Angaben des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko werden Russland und Belarus gemeinsame Truppen aufstellen. Dies berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Belta. „Wir haben beschlossen, einen regionalen Verbund der Russischen Föderation und der Republik Belarus aufzustellen“, sagte Lukaschenko demnach. Beide Länder hätten vor zwei Tagen damit begonnen, ihre Kräfte zusammenzuziehen. Dies geschah offenbar nach der Explosion auf der russischen Brücke zur Krim.

+++ 11.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, bei seinen Raketenangriffen auf Kiew und andere ukrainische Großstädte auf die Zivilbevölkerung und Energieanlagen zu zielen. „Wir haben es mit Terroristen zu tun“, teilte Selenskyj bei Telegram mit. „Sie wollen Panik und Chaos, sie wollen unser Energieversorgungssystem zerstören.“ Dutzende Raketen und iranische Drohnen seien auf Energieanlagen im ganzen Land abgefeuert worden, darunter auch auf Gebiete in der Westukraine, schrieb Selenskyj weiter. Das zweite Ziel seien Menschen. „Sie haben speziell eine solche Uhrzeit und solche Ziele gewählt, um so viel Schaden wie möglich anzurichten.“ Selenskyj rief die Zivilbevölkerung in seinem Land auf, in den Luftschutzräumen zu bleiben und sich an die Sicherheitsregeln zu halten.

News zum Ukraine-Krieg: Kuleba attackiert Putin

+++ 10.30 Uhr: Die Ukraine schwört Rache für die russischen Raketenangriffe auf mehrere Städte. „Der Feind wird für den Schmerz und den Tod bestraft, der über unser Land gebracht wurde! Wir werden unsere Rache bekommen!“, so das ukrainische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin unterdessen als „einen Terroristen, dessen Sprache Raketen sind“. Putins einzige Taktik sei Terror gegen friedliche ukrainische Städte, schrieb Kuleba auf Twitter, aber er werde die Ukraine nicht zerstören. Die Raketenangriffe seien auch Putins Antwort auf alle Beschwichtiger, die mit ihm über Frieden reden wollten.

News zum Ukraine-Krieg: Behörden melden fünf Tote und zwölf Verletzte in Kiew

+++ 10.10 Uhr: Bei den russischen Raketenangriffen auf Kiew hat es Behördenangaben nach mindestens fünf Tote und zwölf Verletzte gegeben. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Tod von fünf und die Verletzung von zwölf Kiewern bestätigt“, teilte der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Es sei auch ein Kinderspielplatz getroffen worden.

+++ 09.40 Uhr: Das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Morgen von schweren Explosionen erschüttert worden. Augenzeugen berichteten von drei bis vier Einschlägen. Es war unklar, wie viele Menschen verletzt waren oder starben. Die Menschen sollten unbedingt in Bunkern bleiben, betonte Bürgermeister Witali Klitschko. Das Stadtzentrum solle gemieden werden. „Die Straßen im Zentrum sind gesperrt von Sicherheitskräften, Rettungsdienste sind im Einsatz“, so Klitschko.

„Eine der Raketen ist beim Gruschewski-Denkmal in der Wolodymyr-Straße heruntergekommen. Die Rettungskräfte sind an der Arbeit“, teilte der Berater des Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, mit. Die Wolodymyr-Straße liegt direkt im Zentrum Kiews. Kiew ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs bereits mehrfach von russischen Raketen getroffen worden. Es war der schwerste Vorfall dieser Art und der erste Angriff auf die Stadt seit Monaten. Auch in anderen Teilen der Ukraine wurden Raketenangriffe gemeldet (s. Update v. 09.10 Uhr).

News zum Ukraine-Krieg: Luftalarm in weiten Teilen der Ukraine

+++ 09.10 Uhr: Russland hat offenbar eine Serie von Raketenangriffen auf mehrere Städte in der Ukraine gestartet. Außer der Hauptstadt Kiew (s. Update v. 08.50 Uhr) sind noch weitere Großstädte betroffen. Das ukrainische Präsidialamt sprach von Angriffen auf „viele“ Städte. „Sie versuchen, uns zu zerstören“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. In fast allen Landesteilen der Ukraine herrscht derzeit Luftalarm.

„Ein massiver Raketenangriff auf das Gebiet, es gibt Tote und Verletzte“, teilte der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk um die Industriestadt Dnipro, Walentyn Resnitschenko, auf seinem Telegram-Kanal mit. Über Einschläge berichten auch die Behörden von Lwiw, Chmelnyzkyj und Schytomyr. Getroffen wurden Berichten zufolge auch die Städte Nikopol und Marhanez, die dem Atomkraftwerk Saporischschja gegenüber am anderen Ufer des Flusses Dnipro liegen.

News zum Ukraine-Krieg: Kiew unter Beschuss

+++ 08.50 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko unter russischem Raketenbeschuss. Es seien Ziele im Zentrum von Kiew getroffen worden, teilte Klitschko bei Telegram mit. Er forderte die Menschen auf, Schutz zu suchen. Zuvor hatte der Vizechef des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, der Ukraine Vergeltung für die Explosionen auf der für Russland strategisch wichtigen Krim-Brücke angedroht.

+++ Update vom Montag, 10. Oktober, 07.53 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew soll es am Morgen zu Explosionen gekommen sein. Das berichtet die Zeitung Kiev Independent. Demnach sei Rauch aus dem Zentrum der Stadt aufgestiegen. Bürgermeister Vitali Klitschko soll auf Telegram mehrere Explosionen in Kiew bestätigt haben, die Rettungskräfte seien bereits im Einsatz.

News zum Ukraine-Krieg: Putin bezeichnet Explosion auf Krim-Brücke als „Terrorakt“ der Ukraine

+++ 19.50 Uhr: Kreml-Chef Wladimir Putin hat den ukrainischen Geheimdienst SBU für die schwere Explosion auf der Krim-Brücke verantwortlich gemacht. „Es gibt keine Zweifel. Das ist ein Terrorakt, der auf die Zerstörung kritischer ziviler Infrastruktur der Russischen Föderation ausgerichtet war“, sagte Putin am Abend.

Ukraine-Krieg: Zahl der Toten in Saporischschja steigt

Erstmeldung vom Sonntag, 9. Oktober: Nach einem russischen Raketenangriff im Zentrum der Stadt Saporischschja am Donnerstag ist die Zahl der Todesopfer ukrainischen Angaben zufolge weiter gestiegen. Mindestens 17 Menschen seien getötet worden, darunter ein Kind, teilte der staatliche ukrainische Notdienst im Onlinedienst Telegram mit. Am Samstag hatten ukrainische Behörden die Zahl der Toten bereits auf 14 korrigiert.

Die von ukrainischen Einheiten kontrollierte Stadt Saporischschja liegt in der gleichnamigen Region, in welcher sich auch das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja befindet. Moskau hatte die Region in der vergangenen Woche annektiert, obwohl sie nicht vollständig unter Kontrolle der russischen Truppen steht. (red mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Yevhen Kotenko/Imago

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