News-Ticker

Verluste: Russische Raketen zerstören eine Schule und ein Gesundheitszentrum für Kinder in Charkiw

Täglich sterben im Ukraine-Krieg Soldaten auf beiden Seiten. Die Statistik zu den Verlusten Russlands wird regelmäßig von den ukrainischen Streitkräften übermittelt.

  • Die Gefechte und Angriffe im Ukraine-Krieg toben vor allem im Osten des Landes. Das Militär der Ukraine leistet weiter Widerstand.
  • Russland selbst macht nur selten Angaben über eigene Verluste im Krieg.

HINWEIS: Dieser Ticker ist beendet. Einen aktuellen News-Ticker zur Lage in der Ukraine finden Sie hier.

Update vom Montag, 11. Juli, 06.50 Uhr: Wie ukrainische Behörden berichten, haben russische Raketen am frühen Sonntagmorgen eine Schule und ein Gesundheitszentrum für Kinder in der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw beschädigt. Der Beschuss forderte keine Opfer, beschädigte das Schulgebäude jedoch schwer.

„Ich denke, dass dies ein Völkermord an unserer Nation und unserer Kultur ist“, sagte Vadym Kostenko, dessen Enkelin die beschädigte Schule besuchte, gegenüber Reuters.

Rettungskräfte räumen am 09. Juli 2022 die Trümmer eines zerstörten Hauses nach einem russischen Angriff in einem Wohnviertel in der Innenstadt von Charkiw weg.

In einem weiteren Bezirk zerstörte eine Rakete ein Privathaus und beschädigte ein Gesundheitszentrum für Kinder. Behördenangaben zufolge sind bei dem Beschuss des Wohnhauses sechs Menschen verletzt.

Russland meldet Angriff auf Slowjansk

+++ 13.30 Uhr:  Bei einem Angriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk haben russische Truppen nach eigenen Angaben bis zu Hundert gegnerische Soldaten getötet. Bei dem Raketenbeschuss einer Keramikfabrik, die einer ukrainischen Artillerieeinheit als temporärer Standort und Munitionsdepot gedient habe, seien zudem mehr als Tausend Granaten für US-Haubitzen vom Typ M-777 zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. Demnach wurden außerdem 700 Granaten für den Mehrfachraketenwerfer Grad zerstört. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. 

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Neue Statistik

+++ 10.30 Uhr: Dies sind die vorläufigen Schätzungen der russischen Kampfverluste mit Stand vom 10. Juli, nach Angaben der Streitkräfte der Ukraine:

  • Soldaten: 37.300
  • Flugzeuge: 217
  • Hubschrauber: 188
  • Panzer: 1641
  • Panzerkampfwagen: 3823
  • Artilleriesysteme: 834
  • Luftabwehrsysteme: 108
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 247
  • Autos und andere Fahrzeuge: 2694
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 676
  • Stand: Sonntag, 10. Juli 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Verluste für Russland: Ukrainisches Militär verkündet Sieg gegenüber russischen Truppen in Südukraine

Update vom Sonntag, 10. Juli, 07.00 Uhr: Wie das Nachrichtenportal The Kyiv Independent berichtet, hat das ukrainische Militär 58 russische Truppen in der Südukraine besiegen können. Demnach meldete das ukrainische Einsatzkommando „Süd“, dass es zwei russische Msta-B-Haubitzen, vier Munitionsdepots, eine Störsender-Station und 15 gepanzerte und militärische Fahrzeuge zerstört habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Schwere Verluste für Russland: Ukrainisches Militär nennt neue Zahlen

+++ 13.44 Uhr: Wie das Verteidigungsministeriums in Moskau berichtet, hat Russland bei Angriffen im Osten der Ukraine westliche Waffen vernichtet. Demnach wurde ein Hangar mit von den USA gelieferten M777-Haubitzen in der Nähe der Ortschaft Tschassiw Jar im Gebiet Donezk zerstört, so Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow. Bei dem Angriff wurden zudem zahlreiche ukrainische Soldaten und ausländische Kämpfer getötet.

Bei Atillerie- und Raketenangriffen im Gebiet Mykolajiw im Süden des Landes, in der Region Dnipropetrowsk um die Millionenstadt Dnipro sowie anderen Teilen des Landes seien zudem ebenfalls zahlreiche ukrainische Soldaten getötet sowie Militärtechnik und Munitionslager zerstört worden, so Konaschenkow. Außerdem sollen die russischen Streitkräfte zwei ukrainische Kampfjets 15 Kampfdrohnen abgeschossen haben. Von unabhängiger Seite lassen sich die Angaben nicht überprüfen.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp

Schwere Verluste für Russland: Ukrainisches Militär nenne neue Zahlen

+++ 11.09 Uhr: Der Generalstab der Ukraine hat seine tägliche Statistik zu den Verlusten der russischen Armee im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Inzwischen sollen 37.200 Streitkräfte gefallen sein. Zudem sollen die materiellen Verluste hoch sein. Die Angaben sind allerdings nicht unabhängig prüfbar.

Schwere Verluste: Russland verliert Truppen und Panzer durch ukrainische Fallschirmjäger

Update vom Samstag, 07.10 Uhr: Ukrainische Fallschirmjäger zerstören russische Panzer und nehmen Truppen bei Mykolaiv gefangen. Der meldet The Kyiv Independent. Demnach habe der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtet, dass die Soldaten der 79. Luftlandebrigade in Mykolaiv fünf russische Panzer zerstört und die überlebenden Besatzungsmitglieder gefangen genommen haben.

Schwere Verluste: Russland verliert Munitionsdepots und Kommandoposten

+++ 22.15 Uhr: In der Region Cherson sollen die ukrainischen Verteidiger zwei russische Kommandoposten zerstört haben. „Da sind auch unsere Erfolge. In Richtung Cherson wurden zwei Kommandoposten der feindlichen Armee von unseren Raketen- und Artillerieeinheiten zerstört“, erklärte die ukrainische Journalistin, nach Angaben des lokalen Nachrichtenportals Pravda. Weitere Details werden noch untersucht, hieß es weiter.

Ukraine-Krieg: Russland verliert Munitionsdepots

+++ 19.15 Uhr: Durch die Lieferungen von modernen Artillerie- und Raketensystemen aus dem Westen hat die Ukraine mehr Möglichkeiten im Kampf gegen Russland. In diesem Zuge haben die Streitkräfte nun eine besondere Angriffskampagne gestartet, wie der Kyiv Independent schreibt. Ziel der militärischen Kampagne ist, die wichtigste Kriegsinfrastruktur von Russland zu zerstören.

Hierfür greift die Ukraine Munitionsdepots in den besetzten Regionen im Osten und Süden der Ukraine an und das offenbar mit Erfolg. In den vergangenen vier Wochen sollen so fast 20 Munitionsdepots der Truppen aus Moskau getroffen worden sein. Unter den Verlusten sollen sich auch einige der größten Depots der russischen Streitkräfte befunden haben, heißt es.

+++ 18.45 Uhr: Es wäre ein schwerer Verlust für Russland: Ein Ex-Nato-General bringt ein neues Ziel auf den Plan. Nachdem Russland die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine unter Beschuss genommen hatte, äußerte sich General Philip Breedlove gegenüber The Times.

Der ehemalige Oberbefehlshaber der Alliierten für Europa, schlug vor, die Brücke über der Straße von Kertsch zu zerstören. Die Brücke verbindet das russische Festland mit der annektierten Insel Krim. Für die Aktion schlug der Militär die neu gelieferten Harpoon-Raketen vor. „Die Kertsch-Brücke ist ein legitimes Ziel“, sagte Breedlove.

Update vom Freitag, 8. Juli, 08.15 Uhr: Ukrainische Truppen haben laut eigenen Angaben in der Südukraine eine Haubitze, ein Munitionsdepot, eine Drohne und einen Panzer der russischen Armee zerstört. Bei dem Gefecht seien zwölf russische Soldaten gefallen. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent mit Bezug auf die Meldung der ukrainischen Armee. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

News zum Ukraine-Krieg: Wohl Schwere Verluste auf beiden Seiten

+++ 22.30 Uhr: Im Osten der Ukraine ging der Kampf unvermindert weiter. In der Region Donezk sprachen die pro russischen Separatisten von einem Toten und elf Verletzten, wie die dpa berichtet. Ursache hierfür soll der Beschuss von ukrainischer Seite gewesen sein. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben bisher nicht.

+++ 18.30 Uhr: Der Geheimdienst der Ukraine hat über das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass Russland Soldaten verbrennen würde, um die tatsächlichen Opferzahlen gering zu halten. In den Außenbezirken der Stadt Cherson sollen den Informationen nach, immer wieder Leichen auf den Straßen verbrannt werden.

Aufgrund des hohen Grades der Verbrennungen könnten die Leichen zumeist nicht mehr identifiziert werden, heißt es weiter. Die Vertreter der russischen Besatzer versuchen laut ukrainischen Angaben, die Leichen als Opfer von Artilleriebeschuss zu deklarieren. Den ukrainischen Feuerwehrleuten ist es verboten, die besagten Brände zu löschen. Die Angaben konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland

+++ 11.30 Uhr: Russische Truppen haben am Wochenende im Zuge der Eroberung der Stadt Lyssytschansk die Einnahme der kompletten Region Luhansk vermeldet. Aus dem Kreml hieß es erwartungsgemäß, dass der Oblast „befreit“ worden sei. Eine weitere Phase der „Spezialoperation“ sei nun abgeschlossen, erklärte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Laut einer Analyse des ZDF mussten die russischen Streitkräfte bei der Eroberung von Lyssytschansk schwere Verluste hinnehmen. Die Datenlage dazu ist allerdings schlecht. Lediglich die ukrainische Armee veröffentlicht regelmäßige Statistiken. Demnach sind rund 36.500 Soldaten des russischen Militärs bislang im Krieg gefallen. Hinzu kommen wohl circa 110.000 verwundete Streitkräfte. Die Analyse geht davon aus, dass die Zahl der gefallenen Soldaten noch höher ist. Darauf deuten demnach die Materialverluste hin, beispielsweise wurden bereits mehr als 830 Panzer zerstört.

Besonders stark sollen die separatistischen Volksrepubliken von den Verlusten betroffen sein. Sie werden laut Analyse in vorderster Front eingesetzt. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Update vom Donnerstag, 7. Juli, 07.00 Uhr: 38 russische Soldaten wurden am 6. Juli bei den Kämpfen in der Ukraine getötet. Zudem verlor das Militär einen T-62-Panzer, zwei 120-mm-Mörserkomplexe „Sani“, zwei gepanzerte Fahrzeuge, vier weitere Fahrzeuge sowie drei Munitionslager in der Region Mykolayiv und ein Kraftstoff- und Schmiermittellager in Cherson. Das gab das Operationskommando Süd, eine Formation der ukrainischen Bodentruppen, in einem Facebook-Video bekannt.

Ein Teil der Soldaten sei bei einem Angriff auf ukrainische Einheiten in Dobrianka, Cherson, getötet worden. Nachdem die Truppe fünf Soldaten verloren hatte sowie einer verwundet wurde, habe sie sich zurückgezogen, wie Ukrinform aus dem Video zitiert.

Update vom Mittwoch, 6. Juli, 06.55 Uhr: Nach Angaben ukrainischer Medien sind mittlerweile 36.200 Soldaten der russischen Armee gefallen, 150 sind im Vergleich zur letzten Statistik hinzugekommen. 18 weitere gepanzerte Militärfahrzeuge seien zerstört worden, wodurch die Gesamtzahl bei 3772 liegt. Panzer wurden fünf zerstört, die Gesamtzahl beträgt 1594, heißt es vonseiten der Ukraine. Berichten der ukrainischen Online-Zeitung Prawda zufolge wurden russische Angriffe im Osten erfolgreich von ukrainischen Streitkräften abgewehrt.

Die russische Armee verlor zudem weitere zwei Artillerie-Systeme, damit insgesamt 806. Bei der Spezial-Ausrüstung gab es einen weiteren Verlust zu verzeichnen, bei Fahrzeugen und Treibstofftanks stieg die Zahl um elf auf 2629 an. Die Daten zeigt eine vom Kyiv Independent via Twitter veröffentlichte Statistik.

Erstmeldung von Dienstag, 5. Juli, 12.48 Uhr: Kiew/Moskau – Der ukrainische Generalstab hat die Statistik zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg aktualisiert. Demnach sind bereits 36.350 Soldaten gefallen. Zudem wurden bereits 1594 Panzer und 217 Militärflugzeuge zerstört. (tu/ska/hg/lm mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka/dpa

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