Neue Stromtrassen

Vorrang für Erdkabel kostet Milliarden

+
Rohre für Erdkabel: Der Vorrang für Erdkabel beim umstrittenen Bau der großen Stromautobahnen wird Milliarden kosten.

Berlin - Der von den Koalitionsspitzen im Sommer verabredete Vorrang für Erdkabel beim umstrittenen Bau der großen Stromautobahnen wird Milliarden kosten.

Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, dürften die zusätzlichen Kosten für die Erdverkabelung von Gleichstromtrassen von Nord nach Süd geschätzt zwischen 3 und 8 Milliarden Euro liegen. Das müssen die Stromkunden über die Netzentgelte bezahlen. 

Umgekehrt dürfte aber auch viel Geld eingespart werden, wenn durch einen raschen Leitungsausbau künftig Engpässe im Stromnetz beseitigt werden. Denn um das Netz bei schwankendem Wind- und Sonnenstrom stabil zu halten, werden für diese Eingriffe (Redispatch) hohe Ausgaben fällig. Der Netzbetreiber 50Hertz geht für das laufende Jahr bundesweit von 500 Millionen Euro aus. 

Anfang Juli hatten sich CDU-Chefin Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer nach monatelangem Streit um neue Überland-Trassen beim Ausbau der Stromnetze geeinigt. Um Bayerns Ministerpräsident entgegenzukommen, sollen bei den großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen stärker bestehende Trassen genutzt sowie vorrangig Erdkabel verlegt werden. Die Regierung will den Beschluss vom Sommer nun in Kürze umsetzen. 

dpa

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ivanka Trump sorgt mit diesem Foto für Empörung

Ivanka Trump sorgt mit diesem Foto für Empörung

Görlitz: AKK sorgt mit Sieges-Tweet erneut für Empörung - macht aber jetzt Geständnis

Görlitz: AKK sorgt mit Sieges-Tweet erneut für Empörung - macht aber jetzt Geständnis

Ägyptens Ex-Präsident Mursi ist tot - Menschenrechtler bezeichnen Tod als vorhersehbar 

Ägyptens Ex-Präsident Mursi ist tot - Menschenrechtler bezeichnen Tod als vorhersehbar 

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen im Fall Lübcke

Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen im Fall Lübcke

Fall Walter Lübcke: „Dramatische Entwicklungen“ - neue Hintergründe zum Festgenommenen

Fall Walter Lübcke: „Dramatische Entwicklungen“ - neue Hintergründe zum Festgenommenen

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren