Kremlkritiker im Hungerstreik

Gesundheitszustand weiter verschlechtert: Nawalny „unter Aufsicht von medizinischem Personal“

Alexej Nawalny
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Der gesundheitliche Zustand von Alexej Nawalny hat sich weiter verschlechtert. (Archivbild)

Hohes Fieber und „starker Husten“: Der Zustand des im Straflager inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny hat sich weiter verschlechtert. Er bekommt medizinische Hilfe.

Moskau - Erneut gibt es schlechte Nachrichten von Kremlgegner Alexej Nawalny*. Der Gesundheitszustand des in einem Straflager inhaftierten Kremlkritiker hat sich weiter verschlechtert. Man habe ihm 38,1 Grad Fieber sowie „starken Husten“ attestiert - seinen vor einigen Tagen begonnen Hungerstreik werde er trotzdem fortsetzen, hieß es an diesem Montag (5. April) auf seinem Instagram-Account. Bereits drei seiner Mitgefangenen seien wegen Tuberkulose in ein Krankenhaus gebracht worden.

Am Montagabend wurde bekannt, dass der Oppositionelle medizinische Hilfe bekommen habe. Nawalnys Anwältin Olga Michailowa sagte dem unabhängigen Internetsender Doschd, der Oppositionsführer habe in der Zeit im Straflager bereits 13 Kilogramm abgenommen.

Alexej Nawalny: Gesundheitszustand weiter verschlechtert - Auch Corona-Test vorgenommen

Der Strafvollzug wies nach einem Bericht der Zeitung „Iswestija“ an, dass der 44-Jährige wegen Anzeichens einer Atemwegserkrankung und erhöhter Temperatur untersucht werde. Dabei sei auch ein Corona-Test vorgenommen worden. Nawalny stehe „unter Aufsicht von medizinischem Personal“, teilte die Behörde mit.

Schon seit längerem berichtet der Oppositionspolitiker, der in einem Straflager rund 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert ist, über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in einem Bein. Am vergangenen Mittwoch (31. März) erklärte Nawalny, aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung in einen Hungerstreik getreten zu sein.

Nawalny: Zustand verschlechtert - Generalsekretärin von Amnesty International wendet sich an Putin

Die neue Generalsekretärin von Amnesty International, Agnes Callamard, wandte sich wegen des Falls indes an Kremlchef Wladimir Putin*, wie sie auf Twitter schrieb. Nawalny drohe in Russland die langsame Tötung, so Callamard.

Nawalny war im Februar in einem viel kritisierten Prozess zu einer mehrjährigen Straflager-Haft verurteilt worden. Die russische Justiz wirft ihm vor, in einem früheren Strafverfahren gegen Meldeauflagen verstoßen zu haben, während er sich in Deutschland von einem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok* erholte. (nema mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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