Nach Steuerpanne kritisiert Steuerzahlerbund die Finanzverwaltung

+
Durch einen Fehler bei einer Systemänderung sind Tausende Mitarbeiter fälschlicherweise von Steuerklasse III in Steuerklasse I gerutscht. Foto: Tobias Hase

Berlin (dpa) - Der Steuerzahlerbund hat die Finanzverwaltung wegen der durch einen Fehler ausgelösten zu hohen Besteuerung von bundesweit fast 30 000 Beschäftigten scharf kritisiert.

"Es ist ein Unding, dass Arbeitnehmer keinen oder einen zu geringen Lohn ausbezahlt bekommen, weil die Finanzverwaltung die Steuerklassen falsch zuordnet", sagte Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland, den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Bürger müssen sich jetzt selbst beim Finanzamt melden und den Fehler korrigieren lassen."

Holznagel erwartet, dass die Finanzverwaltung die Korrekturen zügig vornimmt, so dass den Arbeitnehmern die zu viel gezahlte Lohnsteuer erstattet wird.

Durch einen Fehler bei einer Systemänderung seien Tausende Mitarbeiter fälschlicherweise von Steuerklasse III in Steuerklasse I gerutscht - rückwirkend zum 1. Januar. Das habe bei manchen Mitarbeitern zur Folge, dass sie im Juli kein Gehalt ausbezahlt bekommen hätten oder sogar mit einer Forderung konfrontiert worden seien.

Thomas Eigenthaler, Chef der Deutschen Steuer-Gewerkschaft, verteidigte die Finanzbeamten. "Sie bekommen jetzt den ganzen Ärger ab, obwohl sie den Fehler nicht verursacht haben", sagte er der Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Familiennachzug von Flüchtlingen: CSU-Mann Herrmann bleibt hart

Familiennachzug von Flüchtlingen: CSU-Mann Herrmann bleibt hart

Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul: Neue Details bekannt

Deutsches Todesopfer bei Anschlag in Kabul: Neue Details bekannt

Nordkorea-Fotos zeigen immer ein bestimmtes Detail - es ist überlebenswichtig

Nordkorea-Fotos zeigen immer ein bestimmtes Detail - es ist überlebenswichtig

Umfrage-Schock für Schulz und SPD

Umfrage-Schock für Schulz und SPD

Umfrage-Schock: SPD stürzt Richtung AfD ab

Umfrage-Schock: SPD stürzt Richtung AfD ab

Kommentare