Nach Jetabsturz: Schwaches Weihnachtsgeschäft in Luxor

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Nur wenige Touristen machen momentan Urlaub in Ägypten. Foto: Oliver Weiken

Luxor (dpa) - Die Terrorangst nach dem Absturz eines russischen Urlauberjets über dem Sinai schädigt auch den Tourismus in anderen Teilen Ägyptens.

Zu Weihnachten liege die Auslastung in den Hotels der oberägyptischen Tourismushochburg Luxor nur bei rund 25 Prozent, erklärte der Provinzgouverneur Mohammed Badr. In den Zeiten vor dem arabischen Aufstand im Frühjahr 2011 seien die Unterkünfte stets ausgebucht gewesen.

Badr zufolge halten sich derzeit 5000 Touristen in der Region auf, die dort Weihnachten feiern. Die meisten Gäste kämen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland. In Juni hatten Sicherheitskräfte einen Selbstmordanschlag in Luxor vereitelt. Drei Angreifer versuchten damals, mit Waffen und Sprengstoff in den bekannten Karnak-Tempel einzudringen.

Das ägyptische Tourismusgeschäft verzeichnet seit dem Aufstand gegen den Langzeitherrscher Husni Mubarak im Frühjahr 2011 einen starken Einbruch. Der Wirtschaftssektor gehört zu den wichtigsten des Landes. In diesem Sommer zeichnete sich landesweit eine Erholung ab.

Die Branche erlebte jedoch Ende Oktober einen erneuten Rückschlag, als eine russische Passagermaschine über der Sinai-Halbinsel abstürzte und alle 224 Menschen an Bord ums Leben kamen. Russlands Geheimdienst und westliche Regierungen gehen von einem Terroranschlag aus. Die Terrormiliz IS übernahm die Verantwortung. Ägyptens Regierung sieht für einen Anschlag bislang keinen Beweis.

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