Nach Bluttat von Orlando

Merkel besorgt über zunehmenden Hass gegen Schwule und Lesben

"Warum Hass? Wenn es Liebe gibt": Plakat bei einer Gedenkveranstaltung für die Orlando-Opfer am Montag in Berlin. 
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"Warum Hass? Wenn es Liebe gibt": Plakat bei einer Gedenkveranstaltung für die Orlando-Opfer am Montag in Berlin. 

Berlin - Die CDU-Vorsitzende bezeichnete es am Donnerstag in Berlin als „Warnsignal“, dass auch in Deutschland homophobe Einstellungen wieder zunähmen. Tags zuvor war sie wegen mangelnder Solidarität kritisiert worden.

Nach dem Attentat auf einen Schwulenclub in den USA mit mindestens 49 Toten hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel besorgt über Hass gegen Schwule und Lesben geäußert. Die CDU-Vorsitzende bezeichnete es am Donnerstag in Berlin als „Warnsignal“, dass auch in Deutschland homophobe Einstellungen wieder zunähmen.

Zugleich versicherte sie: „Mein Denken und Handeln ist davon geprägt und geleitet, dass unser Leben in offenen und freien Gesellschaften geprägt sein muss von Respekt gegenüber dem jeweils anderen - egal, was er glaubt, egal, wie er aussieht und egal, wen er liebt.“ Nur so könne man in einer Gesellschaft Hass bekämpfen.

Merkel war kritisiert worden, weil sie den Tatort in Orlando bislang nicht als Homo-Club beschrieben und die schwulen Opfer nicht hinreichend gewürdigt habe. Dazu sagte sie nun: „Wir wissen ja, dass die genauen Hintergründe noch nicht vollkommen bekannt sind. Aber eines wissen wir: Der Attentäter war sich vollkommen klar, dass er in dem Nachtclub lesbische und schwule Menschen antreffen wird. Und genau auf diese Menschen war das Massaker gezielt.“

dpa

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